Sonntag, 24. September 2017


Entwicklung hochschulpolitischer Visionen für den Bund

Wissenschaftsminister Dr. Spaenle in Landshut im Gespräch mit Hochschule Bayern

München, (lifePR) - Vor der Sommerpause ist vor der Bundestagswahl. Im Bund ergeben sich in der kommenden Legislaturperiode etwa mit dem Auslaufen des Hochschulpakts 2020 zahlreiche Gestaltungsspielräume für die zukünftige Bundesregierung im Bereich Hochschulbildung und Wissenschaft. Initiiert von Hochschule Bayern tauschten sich die Präsidentinnen und Präsidenten der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) Ende Juli an der Hochschule Landshut über die notwendigen hochschulpolitischen Weichenstellungen im Bund aus. Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Hochschulverbunds war auch der bayerische Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle zu Gast an der niederbayerischen Hochschule. Er sprach mit den HAW-Präsidentinnen und Präsidenten über eine mögliche hochschulpolitische Zukunftsagenda für den Bund.

Weiterentwicklung des Hochschulpakts


Mit dem Hochschulpakt haben Bund und Länder auf die stark steigenden Studienanfängerzahlen reagiert. Auch weiterhin wird eine hohe Anzahl an Studieninteressierten erwartet. „Insbesondere die HAW haben mit den Mitteln aus dem Hochschulpakt ihre Aufnahmekapazitäten erheblich gesteigert“, sagte Prof. Dr. Uta M. Feser, Präsidentin der Hochschule Neu-Ulm und Vorsitzende von Hochschule Bayern. „Die Hochschule benötigen auch weiterhin eine vergleichbare finanzielle Ausstattung zur Aufrechterhaltung der aufgebauten Aufnahmekapazitäten. Die hohe Qualität der akademischen Ausbildung darf dabei nicht gefährdet werden.“

Forschungsförderung stärken

Angewandte Forschung an HAW ist ein wichtiger Pfeiler im deutschen Wissenschaftssystem. Sie stellt über den Technologietransfer das Bindeglied zwischen Erkenntnisorientierung und Produktentwicklung dar. „Die Förderung der Forschung an HAW sollte daher zukünftig gestärkt werden“, betonte so auch Wissenschaftsminister Dr. Spaenle während des Austauschs in Landshut. Prof. Dr. Feser merkte an: „Die Hochschulen sollten befähigt werden, ihrem Auftrag durch angemessene Rahmenbedingungen für die Forschung gerecht zu werden.“ Diskutiert wurden hier neben einer HAW-spezifischen Forschungsgrundfinanzierung auch Forschungsfreiräume für qualifiziertes Wissenschaftspersonal und ein Ausbau der technischen und räumlichen Infrastruktur. „Auch dank der HAW-spezifischen Forschungsförderprogramme des Bundes wirken die HAW heute als Innovationspole in den Regionen. Durch die Anhebung der bisherigen Ansätze gilt es seitens des Bundes das Potential der Hochschulen weiter zu stärken“, ergänzte Prof. Dr. Feser. „Hier sollte in der nächsten Legislatur ebenfalls über die Implementierung einer eigenständigen Deutschen Transfergemeinschaft nachgedacht werden.“

HAW-Nachwuchsprogramm initiieren


„Bereits in der aktuellen Regierungsperiode wurde der Bedarf eines speziellen HAW-Nachwuchsprogramms erkannt“, bemerkte Prof. Dr. Feser. „Nach dem Tenure-Track-Programm zur besseren Planbarkeit der universitären Karrierewege, steht jetzt der Beschluss eines langfristigen Bundesprogramms zur Gewinnung von HAW-Professorinnen und Professoren aus.“ Den Bedarf erklärten die Präsidentinnen und Präsidenten der bayerischen HAW einerseits mit dem überproportionalen Wachstums des HAW-Sektors. Gleichzeitig verfügen die HAW mit dem erforderlichen Nachweis von hochschuldidaktischen Fähigkeiten, Forschungskompetenz sowie einer mindestens dreijährigen außerhochschulischen Tätigkeit über spezielle Zugangsvoraussetzungen zur Berufung auf eine Professur.

Duales Studium ausbauen

Duale Studienangebote haben sich als ein Teil des akademischen Studienangebots nicht nur bewährt, sie haben in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. In einmaliger Weise verbinden sie akademisches Lernen mit der Aneignung berufspraktischer Kompetenzen. Einig waren sich die HAW-Präsidentinnen und -Präsidenten jedoch, dass ohne die Bereitstellung zusätzlicher Ressourcen kein weiterer Ausbau des dualen Studiums mehr möglich sei. Denkbar wäre hier auch ein Einstieg des Bundes in die Förderung dualer Angebote. Staatsminister Dr. Spaenle verwies ergänzend auf eine mögliche Verstärkung der Zusammenarbeit der Hochschulen mit ihren Partnern, etwa aus der Wirtschaft, den Verbänden oder Kammern.
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