Freitag, 26. Mai 2017


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HDI-Gerling Sachversicherungen mit erfreulichem Geschäftsjahr 2007

(lifePR) (Hannover, ) Die HDI-Gerling Sachversicherungsgruppe blickt insgesamt auf ein erfreuliches Geschäftsjahr 2007. Geprägt war dieses Jahr für die Gruppe zum einen durch einen sich weiter verschärfenden Versicherungsmarkt. Zum anderen waren die Integration des Geschäfts der ehemaligen Gerling-Konzern Allgemeine Versicherungs-AG (GKA) sowie die nahezu vollständige Neustrukturierung der ehemaligen HDI Versicherungen und deren Umwandlung in die HDI-Gerling Sachversicherungsgruppe zu bewältigen.

Die Bruttobeitragseinnahmen der HDI-Gerling Sachversicherungen betrugen im Geschäftsjahr 2007 rund 6,0 (6,7) Mrd. €. Zurückzuführen ist der Rückgang der Beitragseinnahmen zum einen auf bewusste Geschäftsaufgaben, auf integrationsbedingte Rückgänge (ca. -1,8%) und einmalige Sondereffekte im Jahr 2006. Das operative Ergebnis der Gruppe beträgt 117 (438) Mio. €. Darin enthalten und ergebniswirksam verarbeitet sind integrationsbedingte Aufwendungen in Höhe von 286 Mio. €.

"Nach Abzug integrationsbedingter Sonderfaktoren liegt das 2007er Ergebnis nicht weit entfernt von dem des Spitzenjahres 2006 und kann als erfreulich bewertet werden", betont Dr. Christian Hinsch, Vorstandsvorsitzender der HDIGerling Sach Serviceholding, der Obergesellschaft der Gruppe, sowie von HDI-Gerling Industrie Versicherung AG und HDI-Gerling international Holding AG. "Aber auch in Sachen Integration sind wir gut vorangekommen."

HDI-Gerling Industrie Versicherung AG

Das Industrieversicherungsgeschäft war auch im Jahr 2007 durch einen unverändert harten Wettbewerb gekennzeichnet, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte. Trotz dieser schwierigen Marktbedingungen verlief die geschäftliche Entwicklung der HDI-Gerling Industrie Versicherung AG nach Abzug integrationsbedingter Einmaleffekte gut. Die Kunden haben die neue HDI-Gerling Industrie Versicherung AG gut angenommen und sie im Herbst 2007 in einer internationalen Kundenumfrage der Zeitschrift Euromoney bereits zum besten Industrieversicherer Deutschlands gewählt.

Die Gesellschaft erzielte Bruttobeitragseinnahmen in Höhe von 2.780,1 Mio. €. Die Schadenseite wurde neben einigen Großschadenereignissen von der Harmonisierung der Reservierungsniveaus in den beiden getrennten Beständen von HDI Industrie Versicherung AG und GKA beeinflusst. Insbesondere das Haftpflichtergebnis wurde noch einmal durch Nachreservierung im ehemaligen Gerling-Bestand belastet.

Die Nettoschadenquote lag bei 80,5%, nach Abzug der Angleichung der Reservierungsniveaus bei 73,1%; die Schaden- Kostenquote netto lag bei 103,7%. Das Ergebnis des versicherungstechnischen Geschäftes war geprägt durch hohe Entnahmen der Schwankungsrückstellungen und beläuft sich auf 96,1 Mio. €.

Das Ergebnis des allgemeinen Geschäftes in Höhe von 149 Mio. € lag vor allem integrationsbedingt deutlich über dem des Vorjahres. Das operative Ergebnis erreichte 86 Mio. €, nach Neutralisierung der Integrationseffekte liegt der Wert bei 226 Mio. € und damit ebenfalls weit über dem Wert des Vorjahres (141 Mio. €). Nach Abzug der außerordentlichen Integrationsaufwendungen und des Steueraufwandes wurde auf Basis des Ergebnisabführungsvertrages ein Gewinn in Höhe von 182,8 Mio. € an die HDI-Gerling Sach Serviceholding AG abgeführt.

HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG

Im Geschäftsjahr 2007, dem ersten Jahr ihres Bestehens, war die HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG schwierigen Marktbedingungen ausgesetzt. Die Gesellschaft ging im vergangenen Jahr aus der ehemaligen Aspecta Versicherung AG hervor und betreibt das zum größten Teil von der GKA stammende Versicherungsgeschäft mit kleineren Unternehmen und Selbstständigen sowie mit beratungsaffinen Privatkunden über die Vertriebswege Makler und Außendienst- Organisation.

Die Gesellschaft verzeichnete für das Geschäftsjahr 2007 Bruttobeitragseinnahmen in Höhe von 800,7 Mio. €. Im Firmenversicherungsgeschäft konnte sich die Gesellschaft erfolgreich am Markt behaupten. Der Privatversicherungsbereich war dagegen durch einen leichten Rückgang in der Prämienentwicklung gekennzeichnet. Die Schadenaufwendungen fielen in Folge von Naturereignissen - unter anderem ist hier der Januarsturm Kyrill zu nennen - höher als geplant aus. Insgesamt führte dies zu einer Nettoschadenquote von 72,6%. Die Schaden-Kostenquote netto beträgt 106,3%.

Das versicherungstechnische Geschäft schloss mit einem Verlust in Höhe von 49,6 Mio. € ab. Das operative Ergebnis beläuft sich auf -49,0 Mio. €. Um Integrationseffekte bereinigt erreicht das operative Ergebnis 3 Mio. €. Unter Berücksichtigung des negativen Ergebnisses des allgemeinen Geschäftes, dem außerordentlichen Aufwand und dem Steueraufwand wurde von der HDI-Gerling Sach Serviceholding AG ein Verlust in Höhe von 70,7 Mio. € übernommen.

HDI Direkt Versicherung AG

Im Zuge der Umgestaltung der HDI-Gesellschaften hat sich die Portefeuille-Struktur der HDI Direkt Versicherung AG deutlich gegenüber der vormaligen HDI Privat Versicherung AG verändert. Während zuvor die Kraftfahrtsparte mit einem Vertragsanteil von 62,3% und einem Beitragsanteil von sogar 87,3% eindeutig dominierte, ist durch die neue Geschäftsstruktur der Anteil der Sparten Haftpflicht, Unfall und Sachversicherungen deutlich angestiegen.

Die Bruttobeitragseinnahmen der HDI Direkt Versicherung AG beliefen sich im Geschäftsjahr 2007 auf 590 Mio. €. Parallel zur Marktentwicklung hat sich auch bei der HDI Direkt Versicherung AG die Schadensituation gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Dazu beigetragen haben unter anderem die sich in den Schadenaufwendungen niederschlagende Erhöhung der Mehrwertsteuer sowie Schäden durch Naturereignisse wie den Wintersturm Kyrill.

Die Schadenquote netto liegt für das Geschäftsjahr 2007 bei 80,9%; für die Schaden-Kostenquote netto ergibt sich ein Wert von 105,3%. Durch die Veränderungen in der Portefeuille- Zusammensetzung ergab sich eine Auflösung der Schwankungsrückstellung. Das versicherungstechnische Nettoergebnis nach Veränderung der Schwankungsrückstellung erreicht daher 47,9 Mio. €.

Im allgemeinen Geschäft wurde mit 38,7 Mio. € ebenfalls ein positives Ergebnis erwirtschaftet. Außerordentliche Erträge entstanden aus dem Verkauf des Maklerversicherungsbestandes an die HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG. Unter Abzug des Steueraufwandes (3,9 Mio. €) wurde das gute Vorjahresergebnis nochmals übertroffen und der Gewinn mit 108,6 Mio. € in voller Höhe an die HDI-Gerling Sach-Serviceholding AG abgeführt.

HDI-Gerling International

Das Geschäft der HDI-Gerling International Gruppe im Geschäftsjahr 2007 verlief positiv und äußert sich in einer erneuten Steigerung des operativen Ergebnisses auf 110,9 (103,6) Mio. €. Die gebuchten Bruttobeiträge blieben annähernd konstant und betrugen insgesamt 1,7 (1,8) Mrd. €.

Während in Italien durch den Verlust eines Kooperationspartners ein deutlicher Prämienrückgang zu verzeichnen war, konnte in den anderen Ländern das Prämienvolumen zum Teil deutlich gesteigert werden. Gemessen an der Anzahl der Verträge konnte die Gruppe diese in den vergangenen sechs Jahren von rund 1 Mio. auf rund 6,4 Millionen steigern und damit ein weit überproportionales Wachstum verzeichnen.

Besonders erfolgreich ist die HDI Seguros S.A. in Brasilien, die ihr Netzwerk stark ausgebaut hat und inzwischen führender Kfz-Versicherer im Bundesstaat Parana und in weiteren Re-gionen im Süden des Landes ist. Die HDI versichert dort inzwischen über 700.000 Fahrzeuge und hat viele Preise als bester Kfz-Versicherer erhalten. Ebenso besonders erfolgreich war in den vergangenen Jahren bei Wachstum und Ertrag die österreichische Tochter HDI Hannover Versicherung AG. Sie wurde ebenso wie die polnische HDI Assecuracja 2007/8 in nationalen Kunden- und Vermittlerumfragen zum besten Schaden-/Unfallversicherer in Österreich bzw. Polen gewählt.

Die Schadenquote netto über alle Gesellschaften liegt bei 77,5 %, die Kostenquote netto bei 22,7 %.

Die ehemaligen Gerling-Einheiten sind mit Ausnahme der HDI-Gerling Slovensko A.S für das Geschäftsjahr 2007 mit ihren Ergebnissen noch nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung der HDI-Gerling International Gruppe enthalten, da noch aufsichtsrechtliche Genehmigungen ausstehen. Diese werden im Laufe dieses Jahres rückwirkend zum 1. Januar 2008 für Portfolio-Übertragungen in Spanien, Italien, Österreich, Ungarn und der Tschechischen Republik erwartet.

Ausblick

Für das laufende Jahr 2008 rechnen die HDI-Gerling Versicherungen am deutschen Versicherungsmarkt mit einem unverändert intensiven Wettbewerb. Wie in den vergangen Jahren werden die HDI-Gerling Versicherungen diesem Wettbewerb mit einer ertragsorientierten Zeichnungspolitik begegnen.

"Dabei nehmen wir im deutschen Industriegeschäft einen Rückgang von Prämien und Marktanteil durchaus in Kauf. Im Ausland dagegen sehen wir Wachstumschancen sowohl in Industrie als auch im Firmen- und Privatgeschäft", erklärt Hinsch.

Für HDI-Gerling Firmen und Privat Versicherung AG und HDI Direkt Versicherung AG steht die Konzentration auf die jeweiligen Zielgruppen auf dem Programm. Neue, zielgruppengerechte Produkte für das beratungs- und serviceorientierte Privat- und Firmenkundengeschäft wie auch für das preissensible Sach- und Kraftfahrtgeschäft stehen für die beiden Unternehmen daher im Fokus.

Darüber hinaus wird auch die Integration der Gesellschaften nochmals weitere Anstrengungen erfordern, um die Basis für den Erfolg der HDI-Gerling Sachversicherungsgruppe zu festigen. Hinsch blickt jedenfalls optimistisch in die Zukunft: "In der neuen Aufstellung sind wir gut gewappnet für ein schwieriger werdendes Marktumfeld, sowohl im privaten wie auch im Industriegeschäft, sowohl in Deutschland wie auch international."
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