Präsident Repp: Vorschriften zum Einsatz von Energietechniken vermeiden!

(lifePR) ( Kassel, )
"Die Möglichkeiten, die Energieeffizienz in Gebäuden zu steigern, sollten dringend genutzt werden!", fordert Gerhard Repp, Präsident der Handwerkskammer Kassel. Rund 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs belaufen sich auf den Verbrauch in Gebäuden. Aus diesem Grund soll nach den klima- und energiepolitischen Plänen der Bundesregierung u. a. das energetische Anforderungsniveau an Gebäude um durchschnittlich 30 Prozent erhöht werden. Das Handwerk begrüßt es, dass im Rahmen der anstehenden neuen Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) keine bestimmten Technologien vorgeschrieben werden sollen. "Um so weniger verständlich erscheinen uns manche Bestrebungen auf kommunaler Ebene, bestimmte Technologien regulatorisch festzurren zu wollen!", kritisiert Repp die diesbezüglichen Bestrebungen z. B. in Marburg und Kassel. "Ökologisch motivierter Aktionismus führt letztlich zur Verunsicherung von Investoren. Wir fordern stattdessen Technologieoffenheit und wirtschaftliche Anreize anstelle staatlicher Interventionen!"

Das Handwerk unterstützt grundsätzlich die klima- und energiepolitischen Ziele der Bundesregierung. Gleichwohl gibt es eine Reihe von Kritikpunkten bei der praktischen Umsetzung. Nach dem derzeitigen Beratungsstand zur anstehenden Energieeinsparverordnung etwa sollen nur Akademiker Energieausweise bei Nicht-Wohngebäuden ausstellen dürfen. "Es bleibt unverständlich, warum das den Gebäudeenergieberatern des Handwerks bei einer entsprechenden Zusatz-Schulung, die den fachlichen Anforderungen auch gerecht wird, nicht erlaubt sein soll!", drückt Repp sein Unverständnis aus.

Als zusätzlich kritisch könnte sich erweisen, dass die in der geplanten Verordnung vorgeschriebenen Standards nicht nur von Bauherren, sondern künftig auch noch von Unternehmern eingehalten werden sollen. Die Rechtsverhältnisse zwischen Bauherren, General- und Bauunternehmern würden dadurch deutlich unsicherer - mit entsprechenden Auswirkungen für die Auftragsannahmen. Schließlich könnten für Gebäudeeigentümer auch noch die Anreize zur Sanierung sinken. Die Mindestanforderungen sollen den Planungen zufolge nämlich erhöht werden mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Bau- und Sanierungskosten. Die wohnwirtschaftlichen Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sollten nach Auffassung des Handwerks aber so ausgerichtet werden, dass die Programmnachfrage nicht sinkt oder gar komplett ausfällt. "Eine Nachbesserung bei der anstehenden Novellierung der Energieeinsparverordnung ist also zum Vorteil der Beteiligten geboten!", empfiehlt Repp.
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