Greenpeace-Bilanz 2009: Erfolge im Klima- und Urwaldschutz

(lifePR) ( Hamburg, )
Der Schutz des Klimas und eine oekologische Energiewende standen 2009 im Fokus der Greenpeace-Kampagnen. Mit dem Energiekonzept "Plan B 2050" legte die Umweltorganisation ein vielbeachtetes Konzept fuer eine klimaneutral erzeugte Stromversorgung in Deutschland vor. Kampagnen fuer klimastabilisierende Urwaelder fuehrten zudem zu zahlreichen Erfolgen: Die letzten acht Urwaldregionen Finnlands wurden nach einer knapp zehnjaehrigen Greenpeace-Kampagne gegen Papier aus finnischem Urwaldholz - vor allem fuer den deutschen Markt - 2009 unter Schutz gestellt. In Brasilien verzichtete die Fleisch- und Lederindustrie auf die Verarbeitung von Rindern aus neu gerodeten Regenwaldregionen. Auch der deutsche Sportartikel-Hersteller Adidas schloss sich dem Boykott von Leder aus Urwaldzerstoerung an. Die Zahl der deutschen Greenpeace-Foerderer blieb 2009 mit 562.056 stabil. Die Spenden stiegen auf den hoechsten Stand seit Gruendung der Organisation im Jahre 1980.

"Ueber eine halbe Million Menschen, die uns finanziell unterstuetzen, und rund 3000 Ehrenamtliche ermoeglichen erst diese Greenpeace-Kampagnen", sagt Brigitte Behrens, Geschaeftsfuehrerin von Greenpeace Deutschland. "Waehrend sich diese Menschen engagieren, kuerzt die Bundesregierung drastisch beim Klimaschutz. Inzwischen klafft eine gewaltige Luecke zwischen den dringend notwendigen Massnahmen zum Klimaschutz und der politischen Wirklichkeit."

Waehrend der Finanzkrise im Maerz 2009 brachten Greenpeace-Aktivisten dieses Problem auf den Punkt. An der Fassade der Deutschen Bank in Frankfurt hissten sie den Bannerslogan: "Waere die Welt eine Bank, haettet Ihr sie laengst gerettet!". Gegen laengere Laufzeiten von Atomkraftwerken protestierten Aktivisten im Sommer 2009 auf der Kuppel des Uralt-Meilers Unterweser. In Kiel und Emden setzten sich ehrenamtliche Umweltschuetzer fuer regenerative Energiequellen und gegen klimaschaedliche Kohlekraftwerke ein - und verhinderten so den Neubau zweier Kraftwerke.

In der Klimapolitik erwartet Greenpeace, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die festgelegten Ziele fuer Treibhausgas-Reduktionen in Deutschland und der EU durchsetzt. Nach dem Greenpeace-Energiekonzept koennten durch Energieeinsparung und den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland 40 Prozent weniger Treibhausgase bis 2020 erzeugt werden. Der endgueltige Atomausstieg waere im Jahr 2015 moeglich.

"Die Verringerung von Emissionen heute ist billiger als der spaetere Kampf gegen ihre Folgen", sagt Behrens. "Die Bundesregierung muss umweltschaedliche Subventionen fuer Kohle- und Atomkraftwerke abbauen und in Klimaschutz-Massnahmen fliessen lassen. Der Atomausstieg darf nicht rueckgaengig gemacht werden. Er behindert Investitionen in Erneuerbare Energien und reisst alte gesellschaftliche Graeben wieder auf."

Die Zahl der Foerderer von Greenpeace in Deutschland blieb im Jahr 2009 mit 562.056 stabil (2008: 563.735). Die Ertraege sind im vergangenen Jahr mit 46 Millionen Euro auf den hoechsten Stand seit Gruendung der Organisation gestiegen (2008: 44 Millionen Euro). Entscheidend sind die vielen Zuwendungen der Foerderer unter 100 Euro. Greenpeace ist ueberparteilich, politisch und finanziell unabhaengig und nimmt keine Gelder von Regierungen, Parteien oder der Industrie.
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