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Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. Blumenstr. 23 80331 München, Deutschland http://www.delphinschutz.org
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Delfine im Roten Meer besser vor Massentourismus geschützt!

Wichtiger Erfolg gegen Delfin-Massentourismus: Schutzzonen und verbindliche Verhaltensregeln für Delfinbeobachtungs-Touren vor Hurghada endlich beschlossen

(lifePR) (München, )
Einen wichtigen Erfolg für die vor Hurghada lebenden Indopazifischen Großen Tümmler konnte das von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. geförderte Projekt "Delfinschutz im Roten Meer" der Dolphin Watch Alliance (DWA, Schweiz) erzielen.

Der Gouverneur für das Rote Meer, Generalmajor und Minister Ahmed Abdullah, stimmte einem von der DWA in Zusammenarbeit mit den ägyptischen Behörden und Umweltschutzorganisationen erarbeiteten Verhaltenskodex für Delfinbeobachtungs-Touren und der Einrichtung von zwei Schutzzonen im nördlichen Roten Meer vor Hurghada zu.

Die neuen Regularien sind für die Tourenanbieter verbindlich. Die Einhaltung der Schutzzonen, die im September 2016 eingerichtet werden, soll durch Ranger des "Red Sea" Nationalparks durch verstärkte Patrouillen kontrolliert werden.

Unkontrollierter Delfin-Massentourismus vor Hurghada
Der vor Hurghada bislang praktizierte, völlig unregulierte Massentourismus ist für die betroffenen Delfine mittlerweile zur ernsthaften Bedrohung geworden. Auch große deutsche Reiseveranstalter beteiligen sich an der touristischen Delfinquälerei. Bootsausflüge zu den Delfinen im Roten Meer, bei denen fast immer auch die Möglichkeit besteht, mit den Meeressäugern zu schwimmen, gehören für viele Touristen zum Höhepunkt einer Ägyptenreise.

Auch Delfine brauchen ihren Schlaf
Ständige hysterische Zuneigungsbekundungen zu vieler begeisterter menschlicher Besucher stoßen bei Delfinen oft auf nur wenig Gegenliebe. Sie vernachlässigen ihren Nachwuchs, kommen nicht zur Ruhe, haben zu wenig Zeit für soziale Interaktionen untereinander und verschwenden wertvolle Energie beim Versuch, Booten und Schwimmern zu entkommen. Die Tiere sind zunehmend erschöpft und stehen unter enormem Stress.

Erfolg von Forschung und Informationsarbeit
Der neue Verhaltenskodex basiert auf Daten der Schweizer Delfinforscher aus den letzten Jahren. So konnte unter anderem belegt werden, dass die neuen Schutzzonen wichtige Ruheplätze sind, die die Delfine, erschöpft von der nächtlichen Jagd, zum Schlafen aufsuchen. Während ihrer Ruhephasen sollen sie jetzt von morgens bis mittags von Touristenbooten nicht mehr gestört werden. DWA wird die Auswirkungen dieser Maßnahmen durch begleitendes wissenschaftliches Monitoring überprüfen.

Derzeit finden zudem zusammen mit der Nationalparkverwaltung Workshops und Aufklärungsseminare zum neuen Verhaltenscodex für Skipper und Tourenanbieter statt. So sollen sich zukünftig nur zwei Beobachtungsboote gleichzeitig bei einer Delfingruppe aufhalten dürfen. Auch der bei Guides und Skippern beliebte Einsatz von Schiffshupen, lauten Rufen, Klappern mit Löffeln oder Klatschen wird untersagt. Derartige Lärmquellen werden immer wieder in dem vergeblichen Ansinnen eingesetzt, damit schlafende Delfine anlocken zu können.

Hannes Jaenicke zu Gast bei den Hurghada-Delfinen
Über die Situation der Hurghada-Delfine und die Arbeit der DWA-Delfinforscherin Angela Ziltener berichtete Hannes Jaenicke in der jüngsten Folge seiner preisgekrönten ZDF-Tierdoku-Reihe "Im Einsatz für Delfine", die am 02. August im ZDF lief.

Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine unterstützt das Projekt "Delfinschutz im Roten Meer" seit 2013. Ziele sind unter anderem die Einrichtung von Schutzzonen, die Etablierung von Normen für nachhaltigen Delfintourismus sowie die Erforschung der Lebensbedürfnisse und der Bestandssituation der im Roten Meer lebenden Indopazifischen Großen Tümmler und anderer Delfinarten.

Kontakt Dolphin Watch Alliance (DWA):
info@dolphinwatchalliance.org
www.dolphinwatchalliance.org

Website Promotion

Website Promotion
Delfinschutz im Roten Meer, Ägypten (Hurghada)

Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.

Erschüttert vom millionenfachen Sterben der Delfine in den Treibnetzen der Thunfischfänger gründete Weltumsegler Rollo Gebhard 1991 die GRD. Seitdem schlossen sich über 95 % des deutschen Thunfischhandels dem SAFE-Programm für delfinsicher gefangenen Thunfisch an. Heute ist SAFE das umfassendste Delfinschutzprojekt der Welt.

Die GRD setzt sich mit weltweiten Schutzprojekten für den Schutz wild lebender Delfine und den Erhalt ihrer Lebensräume ein:

Deutschland - Kontrollprogramm für delfinsicheren Thunfisch/SAFE: Es bewahrt Tausende Wale und Delfine vor dem grausamen Beifangtod. Publikation einer Verbraucher-Checkliste mit den bestätigten "delfinsicheren" Thunfischmarken (Projektpartner: Earth Island Institute).

Peru: Kampf gegen die illegale Delfinjagd, Dynamitfischerei und Meeresverschmutzung, Durchführung von Schulprojekten (Projektpartner: ACOREMA).

Adria (Kroatien): Wir wollen das Aussterben der letzten ca. 220 Adria-Delfine verhindern und ihre Lebensräume wirkungsvoll schützen (Projektpartner: VAL).

Hurghada (Rotes Meer): Schutzprojekt für durch unkontrollierten Massentourismus bedrohte Indopazifische Große Tümmler (Projektpartner: Dolphin Watch Alliance).

Mosambik: Delfin- und Meeresschutzprojekte in Zusammenarbeit mit DolphinCare-Africa.

Dominica: Aufbau einer Pottwalforschungs- und Schutzstation, Durchführung von Whale-Watching-Aktionen für einheimische Kinder (Projektpartner: kinderindominica.ch).

La Gomera (Spanien): Aufbau von ökologischem Wal- und Delfinbeobachtungstourismus (Projektpartner: MEER e.V.).

Nord- und Ostsee: Schutz unserer bedrohten heimischen Schweinswale in Kooperation mit lokalen Behörden und Nationalparkverwaltungen.

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