Chinesen werfen Delfinschützern nach Protesten gegen geplante Delfinfangaktion vor Namibia Rassismus vor

Großartiger Erfolg für den Delfin- und Meeresschutz im südlichen Afrika: Chinesische Firma will Fangaktion von Delfinen, Orcas, Robben, Haien und anderen Meerestieren aufgeben

Ein Heaviside-Delfin vor der Küste von Namibiа (Bild: Manfred Marschner)
(lifePR) ( München, )
Untermalt von Rassismus-Vorwürfen gegen Delfinschützer, hat sich das chinesische Unternehmen, das vor der Küste Namibias Delfine, Orcas, Haie, Südafrikanische Seebären und andere Meerestiere fangen und für asiatische Aquarien und Delfinarien exportieren wollte, kurz vor Weihnachten anscheinend von dem Vorhaben verabschiedet.

Auf der "Einkaufsliste" stehen über 1 000 Meerestiere, darunter auch Atlantische Große Tümmler, die vor Namibia vom Aussterben bedroht sind. Als Gründe für den Rückzug werden öffentliche Proteste und mangelnde Unterstützung der Regierung genannt.

Internationale Proteste verhindern Ausverkauf der marinen Artenvielfalt Namibias
"Sollte die Fangaktion tatsächlich eingestellt werden, wäre dies ein großartiger Erfolg für den Delfin- und Meeresschutz im südlichen Afrika", erklärt Ulrich Karlowski, Biologe von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD).

Die GRD unterstützt eine Protestaktion der Earth Organisation Namibia und hatte den namibischen Staatssekretär Dr. Moses Maurihungirire vom Ministerium für Fischerei und Meeresressourcen (MFMR) aufgefordert, keine Fang- und Exporterlaubnis zu erteilen.

An der avaaz-Petition der Earth Organisation Namibia "Stop the Live Capture of our Marine Species" haben sich fast 15 000 Menschen aus der ganzen Welt beteiligt.

Die Gegner der Fangaktion hätten wegen ihrer weißen Hautfarbe von Apartheid-Regelungen profitiert

Laut eines Berichts der Allgemeinen Zeitung Namibia kritisiert die für die Fangaktion verantwortliche Beijing Ruier Animal Breeding and Promotion Company, dass unter den "wenigen Gegnern" des Projekts in und außerhalb Namibias auch solche seien, die im Wohlstand lebten, die die Apartheid unterstützt und "wegen ihrer weißen Hautfarbe direkt von den diskriminierenden Apartheid-Regelungen profitiert" hätten.

Gleichzeitig wird bedauert, dass nun eine Anfangsinvestition von angeblich „mehr als 100 Millionen namibischen Dollar“ (umgerechnet knapp 7 Millionen Euro) nicht umgesetzt werde.

Gefahr noch nicht gebannt? Werden doch Delfine gefangen?
Anfang Januar 2017 sorgte laut Allgemeiner Zeitung Namibia eine anonyme Nachricht für viel Aufregung. Demnach habe der von der chinesischen Firma angeheuerte altersschwache russische Frachter "Ryazanovka" den Hafen von Walvis Bay verlassen und vor Langstrand, etwa 19 Kilometer nördlich von Walvis Bay, Anker geworfen.

Vor Langstrand sollen regelmäßig Delfine vorkommen. Namibische Bürger, die sich dort an der Küste aufhalten, sollen verdächtige Aktivitäten der "Ryazanovka" umgehend telefonisch melden.

Laut Namibian Broadcasting Corporation überwacht auch die örtliche Polizei das Schiff, um mögliche illegale Fangaktionen und den Schmuggel von gefangenen Delfinen außer Landes unterbinden zu können.
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