Montag, 20. Februar 2017


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Kunstsammlung: Studierende betreuen die Auslagerung wertvoller Werke

Georgia Augusta und HAWK Hildesheim kooperieren - Konservatorische und museale Ausbildung

(lifePR) (Göttingen, ) Studierende der Universität Göttingen und der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Hildesheim nutzen zur Zeit eine einmalige Chance: Im Rahmen eines zweiwöchigen Blockseminars begleiten sie konservatorisch die Auslagerung von 280 bemalten Holztafeln und Leinwänden sowie 70 Skulpturen aus der Kunstsammlung der Georgia Augusta. Die wertvollen Exponate wurden bislang in der Gemäldegalerie der Universität im Auditorium an der Weender Landstraße 2 der Öffentlichkeit präsentiert; wegen dringender Sanierungsarbeiten in diesen Räumlichkeiten müssen sie nun vorübergehend ihren Standort wechseln.

Unter der Leitung von Dr. Gerd Unverfehrt (Universität Göttingen) und Prof. Dr. Michael von der Goltz (HAWK Hildesheim) wird die Studierenden-Gruppe noch bis zum 6. Juni 2008 Zustandsprotokolle der auszulagernden Werke anfertigen und deren Transport vorbereiten und überwachen. Unter anderem geht es dabei auch um die Notsicherung gefährdeter Bilder und Skulpturen sowie die Lösung von Verpackungsproblemen. Das Blockseminar ist Teil der praktischen konservatorischen und musealen Ausbildung; beteiligt sind Göttinger Studierende der Kunstgeschichte sowie Hildesheimer Studierende des Bachelorstudiengangs "Präventive Konservierung" und des "Masterstudiengangs Konservierung und Restaurierung". Dr. Unverfehrt und Prof. Goltz bieten seit fünf Jahren hochschulübergreifende Lehrveranstaltungen zum Thema "Technologische und kunstgeschichtliche Gemäldeuntersuchungen" an.

Das Baumanagement der Universität Göttingen hatte im vergangenen Jahr im Rahmen einer Routineuntersuchung erhebliche Schäden an der Deckenkonstruktion oberhalb der Gemäldegalerie im Alten Auditorium entdeckt; unter anderem sind Balken gebrochen sowie Balkenköpfe faulig. Deshalb wurden die Räume für den Publikumsverkehr geschlossen, die Ausstellungsstücke in ungefährdete Bereiche gebracht und Notstützen eingezogen. Die Kosten für die Sanierung der Deckenkonstruktion werden mit voraussichtlich 1,32 Millionen Euro beziffert; das Land Niedersachsen stellt dafür 660.000 Euro zur Verfügung, den Restbetrag muss die Universität Göttingen tragen.
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