Donnerstag, 14. Dezember 2017


Mitmachen, Erleben und Genießen beim großen "Moschtfescht" im Freilichtmuseum Beuren

Beuren, (lifePR) - Beim 22. „Moschtfescht“ am Sonntag, dem 8. Oktober, erwartet die Gäste im Freilichtmuseum in Beuren ein attraktives Programm rund um Äpfel und Birnen, Saft und Most. Von 11 bis 18 Uhr heißt es Mitmachen, Erleben und Genießen an zahlreichen Ständen und Stationen im Museumsdorf inmitten der Streuobstwiesen. Trotz des Frostes während der Obstbaumblüte ist es den Verantwortlichen im Freilichtmuseum gelungen ein attraktives Programm anzubieten und thematisch passende Marktbeschicker aufzubieten. Die Mitmachstationen zur Obstverarbeitung, die sich gerade bei den Familien großer Beliebtheit erfreuen, können, dank Obst von der Schwäbischen Alb, ebenfalls angeboten werden. Erwachsene und Kinder dürfen also beim Waschen, Mahlen und Pressen des Streuobstes mitmachen. Ebenso wird eine Obstsortenausstellung präsentiert.

Mitmachen: Attraktive Angebote für Kinder und Familien
Kinder und Jugendliche können mit Obstmühle und Obstpresse Saft herstellen, am Holz befeuerten Herd Apfelmus kochen und an der historischen Obstdarre leckeres und gesundes Naschwerk zubereiten. Unter Anleitung einer Korbflechtmeisterin werden kleine Körbe geflochten, an einer historischen Seilerbahn können Seile gedreht werden. Mitglieder des Fördervereins Freilichtmuseum Beuren laden zum Apfelmus kochen und einmachen in einer Museumsküche ein. Die Tiere und Pflanzen der heimischen Streuobstwiesen  lassen sich beim NABU Biosphärenmobil spielerisch entdecken. Mitmachen ist auch beim Apfelschälwettbewerb des Streuobstparadieses angesagt.

Neu 2017: Neue Aussteller, handwerkliche Aktionen und „Mord im Apfelbaum“
Neu sind in diesem Jahr einige Aussteller, die zum ersten Mal ins Museumsdorf  kommen, mit attraktiven Streuobstprodukten wie Saft, Marmelade, Fruchtaufstrich, Sirup und sortenreinem Apfelgelee. Auch ein Löffelschnitzer zeigt erstmals sein handwerkliches Können und dabei ist die Aktion Mähen mit der Sense, an welchem die Besucherinnen und Besucher teilnehmen können.

Zudem  gibt es um 14 Uhr einen Vortrag von August Kottmann, Pomologe und Spezialist für Streuobst sowie Brenner  aus Bad Ditzenbach, zum Thema „Mehr als Saft? – Streuobst verwerten!“ im Hopfensaal des Haus aus Öschelbronn. Um 16 Uhr heißt es dann im Hopfensaal „Mord im Apfelbaum – Blattläuse leben gefährlich“. Dr. Thomas Diehl vom Regierungspräsidium Stuttgart zeigt in einer Videopräsentation Schädlinge und Nützlinge in der Streuobstwiese.

Erleben: Start der Sortenausstellung und Herbstarbeiten rund um die Streuobstwiese
Eine besondere Attraktion ist die Sortenausstellung mit zahlreichen alten Apfel- und Birnensorten im historischen Schafstall, die um 11 Uhr eröffnet wird. Zusammengetragen wurde sie vom Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine Esslingen. Die Mitgliedsvereine haben, trotz der Frostschäden, eine Vielfalt bekannter und seltener Sorten zusammengestellt. Etwa 100 Sorten, Mostobst und Tafelobst, sowie besondere Raritäten wie Quitten und Kiwis, werden präsentiert. Vereinsmitglieder sind vor Ort, machen eine Führung durch die Sortenschau, beantworten Fragen und verkaufen Äpfel und Birnen aus dem Streu- und Erwerbsobstbau.

Außerdem fehlt es beim „Moschtfescht“ nicht an praktischen Tipps für Baumschnitt, die Pflege der Streuobstwiese, Imkerei und Bienenzucht. Neben dem Mosten werden weitere traditionelle Herbstarbeiten vorgeführt, wie Dengeln von Sicheln und Sensen und Krauthobeln. Eine Drechslerin zeigt ihre Arbeit mit Obsthölzern und an der mobilen Schaubrennerei wird aus Maische ein hochwertiges Destillat produziert. Auch handgefertigte Besen, Stauden und Gehölze für Garten und Gütle werden angeboten. Passend für Herbst und Winter gibt es handgestrickte Socken und Wolle sowie Sirup und Dörrobst aus der Region.

Kooperationspartner Schwäbisches Streuobstparadies
Kooperationspartner des Mostfestes ist das „Schwäbische Streuobstparadies“. Der Verein setzt sich für den Erhalt und eine bessere Vermarktung der größten Streuobstlandschaft Mitteleuropas entlang des Albtraufs ein. Neben Informationen gibt es am Stand  einen Apfelschälwettbewerb. Auch ein Mitgliedsbetrieb wird sich und seine Produkte am Stand präsentieren. In diesem Jahr ist es die Brennerei und Mosterei Schall aus Neuffen, die ihre Produkte aus dem Streuobstparadies präsentieren wird.

Genießen: Produkte rund um die Streuobstwiese
Verkaufsstände bieten Äpfel und Birnen, Säfte und Most, Destillate und Obstbrände, Seccos und Honig aus den Streuobstwiesen an. Mit dabei ist auch der Museums-PriSecco, der in Zusammenarbeit mit der Manufaktur Jörg Geiger aus Schlat produziert wurde. Auch wenn man in diesem Jahr das Obst aus dem Museum nicht schmecken kann, der PriSecco bringt dieses Gefühl zurück. Ungewöhnlich ist der Mostkäse, den es ebenso zu kaufen und zu probieren gibt wie interessante Saft- und Mostkombinationen.

Am Veranstaltungstag sorgt die Museumsgastronomie für das leibliche Wohl und das Backteam des Fördervereins Freilichtmuseum Beuren ist aktiv, es gibt frische Backwaren wie Apfelkuchen und Dätscher aus dem Holzbackofen. Heiße Maroni gibt es im Albdorf ebenso auf die Hand, wie Maultaschen-to-go vom Berkheimer Hof aus Esslingen. Kaffee und Kuchen runden das kulinarische Angebot ab.

Anreise mit Bahn und Bus
Mit dem Regionalexpress ab Stuttgart bis Nürtingen und von dort verkehrt auch sonntags im Stunden-Takt die Tälesbahn nach Neuffen. In Neuffen gibt es Anschluss an den Bus zum Freilichtmuseum. Aus Richtung Tübingen kommend fährt man mit dem Regionalexpress bis Metzingen und von dort mit dem Bus zum Museum, Haltestelle Beuren, Brühl (Freilichtmuseum) oder Beuren, Freilichtmuseum. Fahrplanauskünfte gibt es unter www.efa-bw.de im Internet.

Ausweichparkplatz für die komfortable Anreise
Da die Parkplätze am Freilichtmuseum erfahrungsgemäß frühzeitig belegt sein werden, bietet der Museumsträger, der Landkreis Esslingen, extra am Veranstaltungssonntag, dem 8. Oktober, einen kostenlosen Ausweichparkplatz mit kostenlosem Buspendeldienst zum Freilichtmuseum an. Der Ausweichparkplatz befindet sich im Tiefenbachtal (ehemaliges Bundeswehrdepot) zwischen Nürtingen und Owen bzw. Beuren (K 1243). Dieser ist ausgeschildert und der Bus pendelt von dort ab 10:30 Uhr bis Veranstaltungsende.

ACHTUNG: Die K 1243 durch das Tiefenbachtal ist wegen Belagsarbeiten am Veranstaltungstag gesperrt. Eine überörtliche Umleitung ist eingerichtet, die Zufahrt zum Ausweichparkplatz ist nur über die L 1210 Owen – Beuren möglich. Oder man macht vom Ausweichparkplatz einen Spaziergang durch den herbstlichen Wald und die Streuobstwiesen zum Freilichtmuseum.

Kontakt und Öffnungszeiten
Freilichtmuseum Beuren, Museum des Landkreises Esslingen für ländliche Kultur, In den Herbstwiesen, 72660 Beuren, E-Mail: info@freilichtmuseum-beuren.de, Infotelefon 07025 91190-90, Telefax 07025 91190-10. Das Freilichtmuseum hat in der Saison 2017 noch bis 5. November dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen
http://www.mostfest.org bzw. www.freilichtmuseum-beuren.de
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