Sonntag, 24. September 2017


Somalia: ADRA Schweiz und Glückskette leisten Nothilfe

Zürich/Schweiz, (lifePR) - „Somalia erlebt zurzeit die schlimmste Dürre seit 42 Jahren“, schreibt die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz in ihrem Newsletter. 6,2 Millionen Menschen in Somalia hätten zu wenig zu essen und zu trinken. Gemeinsam mit der schweizerischen Spendenorganisation Glückskette will das Hilfswerk 600 Haushalte mit rund 3.600 Personen bis Ende 2017 mit Gutscheinen sowie Geld versorgen. Die Gutscheine könnten die Familien zum Eintausch für Wasser verwenden. Monatlich zahle ADRA Somalia, die Partnerorganisation vor Ort, ein Guthaben auf ein Mobiltelefon der Familie ein. Damit könne die Familie Lebensmittel sowie weitere Utensilien kaufen, die sie dringend benötigten. Die Überlebenshilfe wird in den Regionen Nugal und Sool in Puntland, dem autonomen Teilstaat im Nordosten Somalias, durchgeführt.

Am 28. Februar hat der Präsident der Bundesrepublik Somalia, Mohamed Abdullahi Mohamed, den Notstand ausgerufen und die internationale Gemeinschaft gebeten, dem Elend abzuhelfen. Chronische Armut, Aufstände, Sicherheitsprobleme und vertriebene Familien würden zur schlimmen Situation im Land beitragen, schreibt ADRA. Der saisonale Regen am Jahresanfang sei komplett ausgefallen und damit die Ernte. Durch die herrschende Dürre sei das Vieh verendet, welches das Kapital der Bauern sei. Zudem würden viele Familien vom Land in die Städte oder deren Ballungsräume ziehen. Dort erhofften sie sich Hilfe von Verwandten oder der internationalen Gemeinschaft.

Mit den Gutscheinen und dem Guthaben auf den Mobiltelefonen sollen die begünstigten Familien 50 bis 70 Prozent der monatlichen Ausgaben abdecken können, schreibt ADRA. Bei der Registrierung für die Projektteilnahme müsse die Nummer des Mobiltelefons angeben werden, damit monatlich das Guthaben auf einfache Weise überwiesen werden könne, sagte Johannes Baumgartner, Verantwortlicher bei ADRA Schweiz für Programme in Afrika. Über diese Telefonnummer könne das Projektteam auch erfahren, ob das Geld angekommen und ob alles in Ordnung sei.

ADRA arbeite mit den lokalen Behörden und den Dorfbewohnern zusammen. Diese würden Familien vorschlagen, welche besonders arm seien und von der Hilfe profitieren sollten. Durch die Koordination mit anderen Hilfswerken werde sichergestellt, dass Familien nicht doppelt profitierten. Die Glückskette finanziert 80 Prozent der Kosten (242.000 Franken / 219.000 Euro) für das Projekt mit sechs Monaten Laufzeit und ADRA Schweiz 48.000 Franken (43.900 Euro).

ADRA Schweiz

ADRA Schweiz wurde 1987 als Hilfswerk der evangelischen Freikirche der Siebtenten-Tags-Adventisten in der Schweiz gegründet. ADRA Schweiz gehört zu einem Netzwerk von rund 130 regionalen und nationalen ADRA Landesbüros und gewährt Hilfe unabhängig von Rasse, ethnischer Herkunft, des Geschlechtes, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität.
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