Kontakt
QR-Code für die aktuelle URL

Story Box-ID: 644144

Adventistischer Pressedienst Deutschland APD Sendefelderstr. 15 73760 Ostfildern, Deutschland http://www.apd.info
Ansprechpartner:in Herr Jens Mohr +49 711 4481914

Russland: Justizministerium will Verbot von Jehovas Zeugen

(lifePR) (Moskau, Russland, )
Am 21. Februar 2017 gab das Justizministerium der Russischen Föderation für die Zentrale von Jehovas Zeugen in Russland eine neue Verfügung heraus. Das Ministerium verlangte von der Zentrale Angaben über alle 2.277 Versammlungen (Gemeinden) der Zeugen Jehovas in ganz Russland. Nach Angaben der Glaubensgemeinschaft habe das Russische Justizministerium inzwischen beim Obersten Gerichtshof beantragt, „die Religionsorganisation, die Zentrale von Jehovas Zeugen, für extremistisch zu erklären, ihre Tätigkeit zu verbieten und sie aufzulösen“.

Das Justizministerium erließ die jüngste Verfügung während es eine Überprüfung der Zentrale durchführen ließ, welche die Generalstaatsanwaltschaft angeordnet hatte. Bei jener Überprüfung konzentrierten sich die Behördenvertreter nur auf die juristischen Personen, deren sich die Zeugen Jehovas bedienen. Dazu gehören die Zentrale selbst sowie örtliche religiöse Organisationen, deren sich die Versammlungen bedienen, um Gebäude für Gottesdienste besitzen zu können. Am 27. Februar 2017 schloss das Justizministerium die Überprüfung ab und gab bekannt, dass die Zentrale gegen das Gesetz verstoße. Der Hauptanklagepunkt des Justizministeriums lautet, es handele sich bei dieser Gruppe um eine „religiös extremistische Gruppierung", die „sektiererisch" und gegen die „Harmonie der russischen Gesellschaft" sei.

Reaktion der Weltzentrale

Das Leitungsgremium der Zeugen Jehovas mit Sitz in Warwick, New York/USA, hat die Mitglieder weltweit zu einer Briefkampagne aufgerufen. „Gewaltlose, gesetzestreue Bürger anzuklagen, als wenn sie Terroristen wären, ist eine klare Fehlanwendung der Anti-Extremismus-Gesetze“, so David A. Semonian, ein Sprecher der Weltzentrale der Zeugen Jehovas. „Die Bibel zu lesen, zu singen und mit anderen Kirchgängern zu beten ist sicher nicht kriminell“, betonte Semonian. „Wir hoffen, dass unsere weltweite Briefkampagne die russischen Verantwortlichen motiviert, diese ungerechtfertigte Aktion gegen unsere Glaubensgeschwister zu beenden.“

Zahl der Mitglieder

Die Zahl der Anhänger in Russland beziffern Jehovas Zeugen mit 175.000, organisiert in 406 örtlichen Rechtskörperschaften und 2.277 Gemeinden. Weltweit zählt die Glaubensgemeinschaft 8.341.000 Mitglieder in 119.500 Gemeinden in 240 Ländern und Territorien.

Diese Agenturmeldung ist auch im Internet abrufbar unter: www.apd.info

Website Promotion

Website Promotion
Für die oben stehenden Stories, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Titel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Texte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien. Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.
Wichtiger Hinweis:

Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die unn | UNITED NEWS NETWORK GmbH gestattet.

unn | UNITED NEWS NETWORK GmbH 2002–2024, Alle Rechte vorbehalten

Für die oben stehenden Stories, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Titel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Texte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien. Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.