Klausur statt Kultur

Schlange stehen, Abstand halten, Maskenpflicht und Klausuren im Wormser Theater oder Kesselhaus, das gehörte in diesem Semester zur Klausurenphase der Wormser Studierenden dazu (Foto / Christopher Thiele)
(lifePR) ( Worms, )
Zur VWL-Klausur ins Wormser Theater oder zur Statistik-Prüfung in das EWR Kesselhaus? Während der Klausurenphase vom 8. Juni bis 17. Juli tippten die Studierenden der Hochschule Worms diese Ziele in ihre Navis, um an ihre Klausurorte zu gelangen.

Festsäle werden zu externen Prüfungsorten der Hochschule

Normalerweise drängen sich im Mozartsaal des Wormser Tagungszentrums Besucher von Konzerten oder Ausstellungen. Diesmal standen Studierende der Hochschule Worms Schlange, um ihre Klausuren dort zu schreiben. Nachdem mit der ersten Corona-Verordnung der Studienbetrieb an rheinland-pfälzischen Hochschulen ausgesetzt werden musste, konnten schriftliche Klausuren am Ende des Semesters mit entsprechendem Sicherheits- und Hygienekonzept doch noch stattfinden.

Allerdings führten die Abstandsvorschriften dazu, dass in jedem Raum nur wenige Plätze besetzt werden konnten - im Audimax beispielsweise nur 36 von rund 400 Plätzen. Die Hochschule brauchte einen Plan B. Um die räumlichen Kapazitäten zu erweitern, mietete die Hochschule Worms kurzerhand zusätzliche Räume bei der EWR AG und der Kultur und Veranstaltungs GmbH Worms (KVG) an. So konnten im Mozartsaal knapp 100 Studierende an ihren Arbeitstischen mit ausreichend Abstand ihre Klausuren schreiben und im Kesselhaus rauchten bis zu 70 Prüflingsköpfe gleichzeitig.

Mit Ideenreichtum zu einem erfolgreichen Semesterabschluss

„Geänderte Rahmenbedingungen erfordern neue Lösungen,“ berichtet Prof. Dr. Jens Hermsdorf, Präsident der Hochschule Worms. „Eigentlich hatten wir mit der KVG Worms eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, um künftig Studierende mehr in das kulturelle Profil der Region Worms einzubinden. Nun kamen die Studierenden erst einmal, um ihre Klausuren dort zu schreiben.“

Mit einem umfangreichen Raum- und Hygienekonzept und einem großen logistischen Aufwand wurde es den Studierenden ermöglicht, ihre Prüfung bei einem möglichst geringen Infektionsrisiko abzulegen und in ihrem Studium weiter voranzukommen. Zwischen den Einzeltischen war ausreichend Platz und nach einer Klausur gab es größere Pausen, um die Tische zu desinfizieren.

„Wir haben die Hochschule Worms gerne dabei unterstützt, nach so einem schwierigen Semester die Klausuren reibungslos zu organisieren und das Semester zu einem guten Abschluss zu bringen,“ sagt Sascha Kaiser, Geschäftsführer der KVG. „In diesen Zeiten muss man einfach kreative Wege gehen und manchmal ungewöhnliche Entscheidungen treffen. Wir hoffen, dass die Studierenden nun häufiger den Weg in das Wormser Theater finden, um eine der zahlreichen Veranstaltungen und Ausstellungen in der neuen Theater- und Konzertsaison zu besuchen.“
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