Samstag, 16. Dezember 2017


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80 Businesspläne in der Development Stage - Stufe 2

Internet-Trends: Sozial und Sinnlich

München, (lifePR) - Der Boom der Internet-Gründungen hält an. In der Stufe 2 des Münchener Business Plan Wettbewerbs 2008 wurden 80 Grob-Businesspläne eingereicht (2007 waren es 72). Über die Hälfte davon gehören zur Branche Information und Kommunikation und besonders viele Geschäftsideen basieren auf Internet-Plattformen. Diese sind "sozial" in zweierlei Hinsicht: zum einen soll eine community von Nutzern etabliert werden, zum anderen packen sie thematisch oft gesellschaftliche Probleme an. Ein technologischer Trend zeichnet sich bei Ideen ab, die das Internet zu einem umfassenderen Erlebnis macht. Statt nur am PC-Bildschirm Texte zu lesen und Bilder anzusehen, sollen mehr Sinne angesprochen werden und die Inhalte immer mobiler werden.

Vielen Gründern von Social Communities schwebt ein wenig kommerzieller Ansatz vor. Ihre Mitglieder sollen tauschen oder nach dem Flohmarkt-Prinzip geringe Preise aushandeln, dabei geht es um Gegenstände, aber auch um Wissen und Leistungen, die jeder Teilnehmer individuell erbringen kann. Und wenn der Input nur vom Betreiber kommt, erbringt er oft einen existentiellen Nutzen, z.B. bei den Themen gesunde Ernährung und psychologische Beratung.

Allerdings ist es beim Business Plan Wettbewerb entscheidend, wie sich solche Konzepte tragen und Gewinn erwirtschaften. "Der Bereich 'Social Entrepreneurship wird in der Gründerszene und auch bei uns immer wichtiger", so Werner Arndt, Geschäftsführer des MBPW. "Dabei geht es um die Lösung von gesellschaftlichen und sozialen Problemen auf unternehmerische Art. Das Internet mit seiner mittlerweile kostengünstigen Zugänglichkeit und weiten Verbreitung bietet sich hier als Infrastruktur natürlich an. Insgesamt ist Social Entrepreneurship ein absolut spannendes Thema, bei dem mittlerweile auch die Kapitalgeber aufhorchen."

Technologisch kommen immer mehr Ideen auf, die die Bedienung des Internets flexibler machen und den Kommunikations-Gewohnheiten der Menschen stärker entgegenkommen. Funktionen zum Sprechen und Hören via Internet spielen eine wichtige Rolle. Außerdem ersinnen die Gründer immer wieder technische Erleichterungen und Anreize, um die Nutzer dazu zu bewegen, ihre Handys für online Funktionen zu nutzen, was noch immer nicht selbstverständlich geworden ist.

Insgesamt überwiegen in der Stufe 2 2008 die Technologie- und Produktideen mit 81 Prozent gegenüber den Nicht-Technischen Einreichungen. Chemie/Biologie/Life Science ist im Technologie-Bereich die zweitgrößte Branche.

Hier ist die Entwicklung von Medikamenten, vor allem gegen Krebstumore, ein dauerhaftes Thema. Unter den Dienstleistungsideen gibt es einen kleinen Trend zur Gastronomie und Geschäftsmodellen, die nach den Vorbildern von Starbucks und Co auch großes Wachstumspotential erreichen sollen.

Aktuell werden die eingereichten Grob-Businesspläne von 43 MBPW-Juroren - pro bono engagierten Experten - geprüft und bewertet. Die Nominierten werden Mitte Mai bekannt gegeben. Die Prämierung der Sieger findet am 27. Mai in München statt. Anschließend geht es in die letzte Phase des dreistufigen Wettbewerbs. Bis zum 18. Juni können die vollständigen Businesspläne für die Excellence Stage - Stufe 3 eingereicht werden.
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BayStartUp GmbH

Der Münchener Business Plan Wettbewerb ist eine Initiative von Wirtschaft, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Er fördert die Gründungs-bereitschaft auf breiter Basis und unterstützt die Gründung innovativer Unternehmen - mit einem Schwerpunkt im Technologiebereich. Der Münchener Business Plan Wettbewerb versteht sich als ein wesentlicher Partner im Münchener Gründernetzwerk und leistet einen Beitrag zur Stärkung der Gründerkultur in der Region. Der MBPW ist einer der führenden Business Plan Wettbewerbe weltweit. www.mbpw.de

Ergebnisse der ersten zwölf Jahre des MBPW:

- Über 480 Unternehmen wurden mit Unterstützung des MBPW gegründet und finanziert.
- Über 3.250 neue Arbeitsplätze sind durch diese Unternehmen entstanden.
- Rund 330 Mio. Euro wurden in diese Unternehmen investiert - davon sind 240 Mio. Euro Venture Capital und 25 Mio. Euro Business Angel-Kapital.

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