Wie 1712 zwei junge Männer den Schweden entkamen - Neues Sagenbuch für Kinder bei der EDITION digital

50 Sagen in und um Schwerin (lifePR) ( Pinnow, )
Bewusst kurz gehalten sind die Geschichten in der soeben bei der EDITION digital veröffentlichten Neuerscheinung „50 der spannendsten und interessantesten Sagen in und um Schwerin. Kurz und knackig nacherzählt und zum Teil neugefasst von Gottfried Holzmüller“, die sich vor allem an Kinder wendet. „Wir wollen ihnen zeigen, dass auch im Sagenschatz unserer Heimat dämonische und bösartige Kreaturen mit ungewöhnlichen Kräften vorkamen und den heutigen Erzählungen in ihrer Fantasie in nichts nachstehen“, heißt es im Vorwort der vom Kulturverein Sagenland Mecklenburg-Vorpommern e.V. herausgegebenen Publikation. Dieses Büchlein sei ein weiterer Stein im Mosaik der Aktivitäten des Vereins, den umfangreichen Sagenschatz unserer Heimat zu pflegen und zu bewahren. Von diesem Schatz zeugt die Auswahl der sagenhaften Texte. Sie reicht vom Fischer Cordt Prignitz aus Hohen Viecheln, der 1735 dem bedrängten Schweriner Herzog Carl Leopold half, und dem in Sarazenische Gefangenschaft geratenen Ritter Helmold über das im Schweriner See bei Retgendorf versunkene prachtvolle Schloss, das nur auserwählte Glückskinder am Johannistag sehen dürfen, sowie den Freischütz von Plate und die räuberischen Krügersleute von Sukow, die immer wieder Fuhrleute ausgeraubt und umgebracht haben sollten, bis zum Räuber Röpke, der in den bewaldeten Stahlbergen bei Crivitz und in der Gegend zwischen Pinnow, Plate, Sukow und Banzkow sein Unwesen trieb und dem listigen Bauern in Banzkow. Die allerletzte der 50 Sagen erzählt davon, wie die Schwedenschanze in Bad Kleinen zu ihrem Namen kam – und zwei junge Männer aus Hohen Viecheln im Jahre 1712 mit dem Schrecken davon und um den unfreiwilligen schwedischen Militärdienst herum. Das Titelbild und die fantasievollen Illustrationen des vergnüglich zu lesenden Büchleins, das unter edition-digital.de sowie im stationären und Online-Buchhandel und selbstverständlich beim Sagenland-Verein zu haben ist, stammen von der Schweriner Grafikerin Ines Höfs. Zugleich aber verbindet der Verein die alten Geschichten mit den neuen Medien, wie ebenfalls aus dem Vorwort der knapp 60 Seiten starken Publikation hervorgeht: „Die meisten vom Verein lokalisierten Sagenorte sind mit beschrifteten Findlingen markiert und zum Teil mit Geocaching-Verstecken ausgestaltet. Es lohnt sich, auf die Entdeckungsreise zu gehen. Es macht Spaß und dient obendrein noch der Bewegung an frischer Luft und damit der Gesundheit“, zeigt sich der Kulturverein überzeugt. Da das Büchlein noch vor Ostern erscheint, kann es noch rechtzeitig für spannende Osterspaziergänge genutzt werden, soweit es Corona zulässt.

Autor Gottfried Holzmüller ist kein gebürtiger Mecklenburger, sondern kam 1937 in Pausa im Vogtland zur Welt, lebt aber bereits seit 1966 in Schwerin und ist von Beruf Diplomvolkswirt. In seiner Freizeit engagiert er sich schon seit vielen Jahren für Heimatkunde und Heimatliebe im besten Sinne dieser beiden Worte. Seit 2008 ist Holzmüller Mitglied des Kulturvereins „Sagenland Mecklenburg-Vorpommern e. V.“ und von 2012 bis 2018 auch dessen Vorsitzender, bevor er Anfang 2018 diese Funktion an seinen Amtsnachfolger Dieter Gonsch übergab, der sich selbst als einen „Holzmüller-Lehrling“ bezeichnet. Sein „Sagen-Lehrmeister“ ist auch Mitinitiator der Aktion „Sagensteine“ und der Einrichtung der sagengestützten Rad- und Wanderwege Räuber-Röpke- und Niklot-Pfad. Zudem hat er die Wanderausstellung „Sagenhafte Orte in und um Schwerin“ organisiert.
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