Sozialistische Gewitter und der Klassenfeind und ein Krimi im Nachtexpress – 5 E-Books zum Sonderpreis

4 preisgesenkte E-Books (lifePR) ( Pinnow, )
Zu Zeiten, als es noch die DDR und auch noch Klassenfeinde gab, da war es nicht ganz einfach, über manche Themen zu reden oder gar zu schreiben. Schließlich, so hieß es damals, könne ja auch der Klassenfeind mitlesen. Das galt auch für ein so brisantes Thema wie die Ausbildung sozialistischer Gewitter, wie wir in einem der Beiträge des ersten der insgesamt fünf aktuellen Angebote dieser Ausgabe nachlesen können, die wie immer eine Woche lang zum Sonderpreis im E-Book-Shop www.edition-digital.de (Freitag, 29.11.19 – Freitag, 6.12.19) zu haben sind. C.U. Wiesner blickt in seinem humorvollen Buch „Das war’s. Lachdienliche Hinweise“ auf Texte, Erlebnisse und Erfahrungen vor und nach der „Großen Implosion 1989“, wie er es nennt, zurück und - voraus.

Um einen höchst ungewöhnlichen Mord geht es dagegen in „Der bengalische Tiger“ von Heiner Rank.

Eine merkwürdige Geschichte spielt sich in dem Krimi „Verhör ohne Auftrag“ von Steffen Mohr ab – und dazu noch an einem einzigen Schauplatz, in einem Nachtexpress.

Außerdem präsentiert dieser Newsletter zwei Kinderbücher von Walter Kaufmann in einem E-Book - „Das verschwundene Hotel“ und „Entführung in Manhattan“. Beide spielen in New York.

Und damit sind wir wieder beim aktuellen Beitrag der Rubrik Fridays for Future angelangt. Jede Woche wird an dieser Stelle jeweils ein Buch vorgestellt, das im weitesten Sinne mit den Themen Klima, Umwelt und Frieden zu tun hat – also mit den ganz großen Themen der Erde und dieser Zeit. Und da hat die Literatur schon immer ein gewichtiges Wort mitzureden und heute erst recht. Und auch in dieser Woche geht es um das Thema Genmanipulation, das uns wahrscheinlich künftig noch mehr zu schaffen machen dürfte als wir bisher ahnen.

Erstmals 1980 veröffentlichte Alexander Kröger als Band 161 in der bekannten und beliebten Reihe „Spannend erzählt“ des Verlags Neues Leben Berlin seinen Science-Fiction-Roman „Die Marsfrau“. Dem E-Book liegt die überarbeitete Auflage zugrunde, die 2003 im Verlag KRÖGER-Vertrieb Cottbus erschien: Sylvester Reim, jüngster Mitarbeiter am Institut für resistente Flora, ist einem Geheimnis auf der Spur. Es geht um die Faunella, jene Alge, die es Haustieren ermöglichen soll, durch in der Haut abgelagertes Chlorophyll die Energie des Sonnenlichts zu nutzen. Warum jedoch wurden die Versuche mit der Faunella-Alge vor einigen Jahren abrupt beendet? Hat dieser Abbruch der Experimente etwas mit dem Unfall der Biologin Anne Müller auf dem Mars zu tun? Und weshalb hat der Genoperateur Allan Nagy damals gekündigt? Am Institut erfährt Sylvester darüber nur wenig. Er sucht Allan Nagy auf, aber auch der schweigt sich aus. Sylvester ahnt nicht, dass er wenig später zusammen mit ihm zum Mars fliegen wird, als dort zwei Wissenschaftler eine sensationelle Entdeckung gemacht haben. Eine spannende Handlung in einem Science Fiction-Roman aus dem Jahre 1980 in der überarbeiteten Fassung von 2003 mit dem Hintergrund künftiger moralisch-ethischer Probleme, die unweigerlich auf die Menschheit zukommen. Hier ein Auszug aus dem ebenso spannenden wie zum Nachdenken anregenden Buch von Alexander Kröger und zwar der Beginn des noch ziemlich erdverbundenen 3. Kapitels:

„Sylvester Reim pflegte alle Dinge nacheinander zu erledigen. Er setzte einen Schlusspunkt unter den Bericht über die Versuche mit dem Schneeknöterich, drückte die Stopptaste des Videografen und lehnte sich zurück. ,Eine runde Sache’, dachte er. ,Nichts Weltbewegendes freilich, aber etwas Notwendiges, und das befriedigt!’ Schon in den nächsten Monaten konnten die ersten Felder angelegt werden, in der Sahara, auf dem Mars oder in einer anderen öden Gegend. Und Sylvester dachte daran, wie stolz er sein würde, wenn später einmal, in einigen Jahren, die erfolgreiche Begrünung dieser oder jener unwirtlichen Landschaft bekannt gegeben würde, stolz darauf, dabei gewesen zu sein, als das, ganz klein und mühsam, begonnen wurde. Für eine solche Aussicht konnte man Werchojansk mit all seinen Unbequemlichkeiten durchaus ertragen. Sylvester saugte genüsslich an einer Juiceflasche, rekelte sich in seinem Sessel und fiel entspannt zusammen. Dann richtete er sich auf und sagte halblaut: „So, und nun zu dieser Faunella!“ Aber eilig hatte er es nicht. Seine Überraschung und eine gewisse Freude darüber, ausgewählt zu sein für dieses Vorhaben, hatten sich gelegt. Was blieb, war eine Aufgabe wie jede andere. Und dann hatten sich auch die ernüchternden Aspekte eingestellt: ,Ich bin Neuling. Mehr als Handlangerdienste werden wohl nicht infrage kommen. Also kein Grund zur Euphorie.’

Sylvester hatte sich nicht die Zeit genommen, bereits in den wenigen Tagen, seit er von seiner neuen Aufgabe wusste, gewisse Nachforschungen zu betreiben. Aber er beabsichtigte, mehr von dem zu erfahren, was vor seiner Zeit hier im Zusammenhang mit der Faunella geschehen war. Eins nach dem anderen, nichts lief davon. Erg, mit dem er darüber gesprochen hatte, wusste oder sagte nichts, drängeln wollte Sylvester niemanden. Und sollte es unerwartete Widerstände geben, das Seelenheil hing von diesen alten Geschichten nicht ab.

‚Ohnehin’, Sylvester warf einen Blick auf den Kalender, ‚sind es nur noch vierzehn Tage. Dann kommt erst einmal ein Monat Urlaub. Also werde ich vorher wohl nicht mehr die Welt einreißen.’

Einen Augenblick lang schwelgte er in künftigen Ferienunternehmungen. Die Eltern im Vogtland würde er besuchen, eine Woche, dann zu Alina nach Prag und mit ihr in die Hohe Tatra.

Freilich, ein Seeaufenthalt wäre ihm lieber gewesen, aber Alina wollte eben in die Berge, nun, wer wird da streiten. Sylvester malte sich aus, wie gemütlich Baudenabende sein würden oder Lagerfeuer im Freien mit schwarzen Bergen im Hintergrund. Und sogar Bären, frei lebende, gab es dort noch! ,Das haben sie schon gut gemacht, die Alten.’ Sylvester lächelte. ,Es gehörten sicher auch Mut und Ausdauer dazu, riesige Gebiete für jegliche Industrie zu sperren. Da hat jede Generation ihre Aufgabe. Welche haben wir?’

Sylvester lächelte erneut, reckte sich, stand auf. Ihm war jetzt nicht nach schwerwiegenden Überlegungen. Er ordnete einige Videobandkassetten, sah kurz in den verschneiten Park hinab, in dem sich pelzvermummte Gestalten ausgelassen mit Schnee bewarfen, wählte dann eine Nummer am Videofon, und als der wuschligge stirnrunzelnde Kopf einer jungen Frau erschien, fragte er: „Passt es jetzt?“

Nach einem Augenblick zerstreuten Nachdenkens, währenddessen sie offenbar etwas auf ihrem Tisch musterte, antwortete sie: „Aber ja, mein Lieber, komm rüber!“ Der Schirm erlosch.“ Und damit zu denausführlicheren Vorstellungen der anderen Sonderangebote dieses Newsletters:

Erstmals 1991 erschien im Reiher-Verlag Berlin „Das war’s. Lachdienliche Hinweise“ von C. U. Wiesner, dem nicht zuletzt als Erfinder des berühmten Frisörmeisters Kleinekorte bekanntgewordenen Schriftstellers. Über dieses Buch sagte der Autor selbst Folgendes: Dem Reiher Verlag Berlin war, wie so vielen hoffnungsfrohen Neugründungen nach der Großen Implosion 1989 nur ein kurzes Erdenwandeln beschieden. Immerhin brachte er mit dem Untertitel Lachdienliche Hinweise eine Sammlung von Kurztexten heraus, die teils im Eulenspiegel erschienen waren, teils zum Repertoire meiner kabarettistischen Lesungen gehörten. Für das Berliner Kabarett Die Distel hatte ich seinerzeit eine Fontane-Parodie geschrieben. Am Premierenabend aber vermisste ich sie auf dem Programmzettel. Der Direktor des Hauses behauptete, sein Kabarettist Gustav Müller habe den viel zu langen Riemen nicht lernen können. Nun ja, der obrigkeitshörige Otto Stark hatte einfach Schiss. Ich dagegen nicht so sehr. Fortan wurde mein John Maynard viele Jahre lang ein Höhepunkt meiner eigenen Auftritte. Als Kuriosum möchte ich meinen geneigten Lesern noch folgendes Schreiben zur Kenntnis geben:

Klosterfelde, 23.10.1995

Sehr geehrter Herr Doktor Gysi,

mit Erstaunen las ich in der heutigen Ausgabe der „Berliner Zeitung“ die Werbung für Ihr Buch

Das war´s.

Noch lange nicht!

Da ich etliche Jahre in Verlagen gearbeitet habe, erinnere ich mich dunkel, daß es so etwas wie Rechtsschutz für Buchtitel gibt.

Offensichtlich haben Sie den Titel eines 1991 von mir veröffentlichten Buches (s. Anlage) übernommen - und lediglich durch einen Zusatz erweitert. Dabei unterstelle ich Ihnen keinen Vorsatz, da Sie vermutlich guten Glaubens handelten.

Obwohl Sie derzeit anderer Verpflichtungen wegen Ihren Anwaltsberuf nicht ausüben, bitte ich (Inhaber einer wenig fruchtbringenden Rechtsschutzversicherung) Sie dennoch um einen juristischen Rat:

Soll ich:
  1. den Autor Gregor Gysi auf Schadenersatz verklagen,
  2. die Auslieferung und den Verkauf seines Buches durch eine einstweilige Verfügung verhindern oder
  3. Nachsicht üben und den Autor zu milder Buße veranlassen?
In diesem Falle möge er mir ein handsigniertes Exemplar seiner Neuerscheinung übersenden.

Als symbolisches Honorar für Ihren Rat dürfen Sie die Anlage behalten.

Die Anlage, sich für Schwächere stark zu machen, sollten Sie auf jeden Fall behalten.

Mit freundlichen  Grüßen
  1. U. Wiesner
*

Auf das Buch. das mir Gregor Gysi  daraufhin versprochen hat, warte ich noch heute. Merke; Auf die Versprechen von Politikern; gleich welcher Couleur  -  sollte man nie etwas geben. Soviel zum offenbar recht einseitigen Briefwechsel von C.U. Wiesner und Gregor Gysi. Und hier zwei Texte aus den „Lachdienlichen Hinweisen“ – einer (kurz) vor der Wende geschrieben und einer (kurz) danach:

„Über die Ausbildung von Gewittern

Bei der Bezirkszeitung „Unser Hammer“ werden jeden zweiten Freitag Leserfragen von allgemeinem Interesse auf Seite 5 ausführlich beantwortet, z. B.: „Warum muss das kapitalistische System an seiner eigenen Fäulnis zugrunde gehen?“ oder „Ist es wahr, dass das Sein das Bewusstsein verstimmt?“ oder „Kann die Walter-Dubinski-Methode auch bei der Aufzucht von Riesenbonsais angewendet werden?“ oder „Kann ich zum Anheizen eines Party-Grills auch Vergaserkraftstoff benutzen?“ oder „Stimmt es, dass zum 40. Jahrestag der DDR der erste Operationssaal auf Selbstbedienung umgestellt wird?“ oder „Worin besteht die Überlegenheit des sozialistischen Automobilbaus?“

In dieser Woche war der zuständige Redakteur auf Urlaub gefahren und hatte das Ressort Leserfragen dem Absolventen der Sektion Journalistik Martin Knauerhase übertragen. Der war ohnehin sauer, dass er bei diesem, wie er sich ausdrückte, Käseblatt gelandet war, denn er fühlte sich eigentlich zu Höherem berufen. Leider hatte sich weder in der „Fußballwoche“ noch in der Pionierzeitschrift „Die Trommel“ eine Planstelle für ihn gefunden.

Missmutig öffnete er den ersten Briefumschlag. Ein gewisser Dietmar Dobeneck aus 7301 Großbauchlitz fragte an: „Wie kommt es überhaupt zur Ausbildung von Gewittern?“

Knauerhase dachte angestrengt nach. Von Gewittern war weder in seinen Vorlesungen noch in den Seminaren je die Rede gegangen. Also müsste er zur präzisen Beantwortung der Frage einen Fachmann für Probleme des internationalen Gewitterwesens zurate ziehen. Das hieß aber einen Brief formulieren oder ein Telefongespräch führen. Knauerhase schrieb nur ungern Briefe. Er wusste auch nicht, mit wem er in diesem Falle telefonieren sollte. Bei seiner Ausbildung hatte stets die Theorie im Mittelpunkt gestanden. „Den Wind der Praxis“, hatte der Professor gesagt, „müsst ihr euch später selber um die Nase wehen lassen.“

Nichts gegen Wind, dachte Knauerhase verdrossen, aber warum gleich ein ganzes Gewitter? Dann besann er sich auf die ersten Worte seines neuen Chefredakteurs: „Ich erwarte von den jungen Genossen Selbstständigkeit und Initiative.“

Knauerhase nahm sich die Frage noch einmal vor: „Wie kommt es überhaupt zur Ausbildung von Gewittern?“ Der Kollege Dobeneck aus Großbauchlitz schien der deutschen Sprache nicht besonders mächtig. Welcher vernünftige Bürger würde beispielsweise fragen: „Wie kommt es überhaupt zur Ausbildung von Verkehrspolizisten?“

Knauerhase fummelte die Frage erst mal druckreif zurecht: „Wie und wo werden bei uns Gewitter ausgebildet?“ Dann formulierte er auch gleich die Antwort: „Noch in der bürgerlichen Gesellschaft galten Gewitter als unabwendbare Naturereignisse. Die Kapitalisten nutzten die im Volke wurzelnde Gewitterfurcht, um auf die ausgebeutete Arbeiterklasse immer stärkeren Druck auszuüben und aus ihr den Maximalprofit herauszupressen. Erst mit dem Sieg des Sozialismus nahmen die Werktätigen die Gewitterfrage in die eigene starke Faust. Schon im Jahre 1951 wurde in Ducherow bei Ferdinandshof das Staatliche Institut für Gewitterausbildung gegründet. Dort kann jeder junge Bürger der Deutschen Demokratischen Republik, der Lust und Liebe zum Gewitterberuf verspürt, in einer zweijährigen Lehrzeit zum Facharbeiter für Gewittergestaltung herangebildet werden. Voraussetzung sind gute schulische Leistungen und ein klares Bekenntnis zu unserer Arbeiter-und-Bauern-Macht, denn Blitz und Donner können nur in Frieden und Sozialismus gedeihen. Wo sich der Gewitter, wie er früher vereinfachend genannt wurde, an subversive Kreise verkauft, bringt er unseren Menschen nur Verderben. Das sieht man schon an dem auch bei uns verfilmten Grimmschen Märchen Gewitter Tod.“

Zufrieden mit sich selber trug Martin Knauerhase seinen Text zum Abzeichnen in die Chefredaktion. Der Chefredakteur fand lobende Worte für den aufgeschlossenen jungen Genossen. Allerdings wurden weder die Frage noch Knauerhases blitzgescheite Antwort je im Bezirksorgan „Unser Hammer“ abgedruckt, und der Eingeweihte wird sich auch denken können, warum: Weil wir uns aus taktischen Gründen in der augenblicklichen politischen Situation so was einfach nicht leisten können. Schließlich liest ja auch der Klassenfeind unsere Presse.

(1988)“

„Friseur Kleinekorte und der Sexzentner

Nehmse Platz, Herr Jeheimrat! Was gibsn Neues aufm Bau? Wieder Nachtschicht gehabt? Ick will Sie ja nicht zunahetreten, aber aus Ihre Augenränder würd ick messerscharf schließfolgern, desse mächtig ein draufjemacht ham. Nehmse mal dis Kinn vonne Brust, bei einjeschlafene Kunden hab ick immer Schwierigkeiten mits Haarschneiden!

Ick kann mir schon denken, desse mächtig was nachzuholen ham. Seinse bloß vorsichtig! Sie wären nicht der erste, wo dabei mittenmang vom Schlag jetroffen wird. Für Ihnen selber wär dis zwar der schönste Tod, aber stellnse sich mal Ihre Anjehörigen vor: wie komprimiert die vor alle Öffentlichkeit dastehn würden!

Tschuldigense, ick könnt ja nicht wissen, desse wirklich Nachtschicht hatten, aber Herr Kafforke, dis olle Ferkel, hat mir schon langsam anjestochen. Der hat doch inne letzte Zeit bloß noch Schweinigkeiten in sein Wirsing, und darüber redet er pausenlos vor die Kundschaft. Und was dis Allerschlümmste is: Jetz wollnse sich alle von mein Jehülfen bedienen lassen, und ick kann denn hinterher die verschnippelten Messerformschnitte wieder mühsam zurechtzuppeln.

Der Kommenismus is im Arsch, sagt er, und mit ihm die janze Prüdigkeit. Jetz fangt endlich dis wahre frohe Jugendleben an - Heidewitzka! Hoch die Tassen! Jupp die Geije! Nee, heute is er nicht da. Ick hab ihm mussten freijeben - wegen die Marktstudien. Da isser mal wieder nachm Zoo rüber.

Nu kann man ja gejen den reell exorzierenden Sozialismus sagen, was man will, aber die Barchentschlüpper und andere Liebestöter sind bestimmt keene Erfindung von Tisch oder Mittag. Wenn die sich lange Unterhosen anjezogen ham, denn bloß um sich bei ihren Wild-Massen-Mord nicht die Innereien zu verkühlen.

Die Prüdigkeit und dis janze verklemmte Jehabe is mehr sone Jahrgangsfrage, ob nu einer von die ollen Leute von heute Willem Kleinekorte heißt oder Erich Honecker. Unsereins hat sich jefreut, wenn er mal von ein Stammkunden sone abjegriffene Pornoschwarte jeborgt kriegte, aber dieses morbiedere Pulletickbüro konnte Zichdausende halb nackte Meechens extra für son paar Tatterjreise wie ihnen uff die diversen Turn- und Sportfeste in Leipzig rumdanzen lassen. Jlaube und Schönheit - jenau wie die arischen blonden Huppdohlen uff Adolfen seine Massenfeste. Bloß wenn es denn mit die Kunst zu tun hatte, da wussten sone Sittenwächter wie Hermann - nee, jetz mein ick nicht Jöring - oder Professor Hager nie jenau: Isses nu jrade noch sozialistische Lebensfreude, oder stinkt es schon nach verfaulte bürgerliche Moral? Haltense mal den Kopp 'n bißken stille!

Nee, Herr Jeheimrat, sone wie wir sind auf sexuelles Jebiet nu mal so was wie eine Loest Schennereeschen, zu deutsch die verlorene Illusion. Jott, wollen hat man schon jewollt, aber: die eigene Frau zu früh kennenjelernt. Jleich beis erste Mal jefunkt, und da hat man damals als Ehrenmann mussten heiraten, und denn kam dis nächste Jör und denn der Kriech. Nach fümmenvierzig hatte man nischt wie dis blanke Überleben im Koppe, und denn war man schon nicht mehr der Jüngste.

Vor Jahren, wie wir noch unser Laubenjrundstück hatten, da wo heute bloß noch Betongkästen stehn, da hat mir noch mal der Hafer jestochen, bei dis Erntedankfest, wie ick die schwarze Lucie auße zwanziger Jahre wiederjetroffen habe, aber denn kam Muttern dazwischen, und wir ham dis Jrundstück aufjegeben, wegen son ollen Bock wie mir, wie Muttern damals jeschümpt hat.

Sehnse, nu hatten wir die Revolution, und nu bin ick dis Volk, und nu isses zu spät für mir ollen Knacker. Nu bin ick wie Moses: Ick sehe dis jelobte Land, aber ick kann ihm nicht mehr betreten und mein Spaß mit die nackichten Englein ham. Dokter Zielke sagt ja, man kann die herotischen Jefühle noch bis ins hohe Alter rein sub-elliminieren. Um mir dabei 'n bißken nachzuhelfen, hat er mir von seine letzte Reise nach Oberbayern diesen schönen Wandspruch in echte Brandmalerei mitjebracht. Wattensema, wegen die minderjährige Kundschaft hab ick ihm lieber umjedreht:

Januar, Februar, März, April -
wann der Bader dengeln will,
Hosen nunter, hoch den Rock,
nein mit dem Rhabarberstock!

Herr Kafforke meint ja, auf die Dauer können wir uns als kleiner privater Herrensalong nicht halten. Hier muss außerdem ein Sex-Zentner rein, und wenn wir uns beeilen, sind wir wenigstens in unsere Straße noch die ersten.

In die Fitrine, wo ick jetz bloß Rasierklingen, Seife und Haarwasser führe, da kommen wie nach fümmenvierzig wieder die hügühnischen Jummis rin, aber janz auf modern, bleistiftsweise die Marke Rubbelpörlfieling: Dieser beliebte Feuchtökonom in die Farben schwarz, rot oder jold macht sämtliche Frauen hochjradig jefühlsaktiv, weil er janz auf Fijur jearbeitet is. Hier in die Schublade räum ick 'n paar olle Bürschten beiseite, da kommen denn die Gleitcremes wie Glitschi, Steifi und Phallaknallaballa hin und gleich daneben die ... - könnse mir glauben, ick krieg jetz schon 'n roten Kopp, wenn ick bloß dran denke. Berliner Zeitung, Neues Deutschland und die Wochenpost hab ick abbestellt, die Zeitungshalter brauch ick für pikantere Schoten wie Süße Schnecken oder Brautnacht zu fünft, um nur dis harmloseste zu erwähnen. Woher ick diese porfunde Fachkenntnis habe? Unter uns, ick hab mir natürlich in die neue Brangsche sachkundig jemacht, drüben, was früher die andere Seite war, jar nicht weit weg vonne Jedächtniskirche - in dis kleine Legoland aller Bumsfrostierten. Mann, sag ick Ihnen, Sie machen sich keinen Begriff von dieses sagenhafte Ersatzteillager in alle Jrößen und Preislagen. Aber um einen rum nischt wie Sachsen oder andere Zonis. Wie ick mir jrade mein Hut ins Jesichte ziehe, damit mir nicht zufällig einer erkennt, packt mir doch jemand am Arm und zischt mir zu: Raus mit dir, du ollet Schweineferkel!

Beinah hätt ick 'n Herzinfrakt jekriegt: Bis hierher war mir mein eignes Eheweib jefolgt, anjeblich um mir wieder auf den Pfad der Tugend zu führen. Nu wars Essig mit dis schöne Pornokino nebenan. Für die paar mühsam beiseitejebrachten Pimperlinge musst ick nu mit Muttern bei Kranzler ne Tasse Kaffe trinken jehn, und der hat ooch nicht besser jeschmeckt als wie bei uns im »Blauen Affen«. Macht zweifuffzig.

(1990)“

Erstmals 1987 veröffentlichte Heiner Rank in der DIE-Reihe (Delikte, Indizien, Ermittlungen) des Verlages Das Neue Berlin seinen Krimi „Der bengalische Tiger“, den er mit der zweckdienlichen Vorbemerkung versah „Da dies ein Roman ist, sind sämtliche Figuren und Ereignisse frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit mit realen Personen oder Begebenheiten könnte nur auf einem Zufall beruhen.“: Fürwahr, es ist pietätlos, ein Hochzeitsfest in eine Trauerfeier umzuwandeln. Doch was soll die couragierte Christina machen, wenn Gäste aus nah und fern geladen sind und der künftige Bräutigam mir nichts, dir nichts erschlagen wird, noch dazu auf einer Müllhalde. Ein ungewöhnlicher Tod, den sich der prominente Schauspieler Manfred Löffler gewiss nicht hat träumen lassen. Hätten sich die Dinge nach seinem Willen entwickelt, gäbe es nicht nur eine neue Frau in seinem bewegten Privatleben, sondern auch ein neues Testament. Hauptmann Heym und Unterleutnant Kabel haben es nicht leicht, aus dem Kreis der Verdächtigen den Täter herauszufinden. Anfangs des 2. Kapitels lernen wir die beiden Kriminalisten und ihre mühsamen Ermittlungen kennen, zumindest ein bisschen:

„Hauptmann Heym saß in seinem Arbeitszimmer und sah dem Regenwasser zu, das im letzten Licht des Tages an den Fensterscheiben hinunterrann. Vor ihm auf dem Schreibtisch lag ein geöffnetes Notizbuch, daneben ein Kugelschreiber.

Gedämpfte Geräusche drangen ins Zimmer, ein fernes Summen und Brodeln. In dem großen Gebäude mit seinen vielen Räumen und Gängen fühlte sich Heym geborgen wie in einem Bienenkorb, angeregt von der geschäftigen Energie, ungestört, aber nicht einsam. Er erhob sich und trat ans Fenster. Zwischen dunklen, kiefernbewachsenen Höhenzügen lag die Bezirkshauptstadt. In den weiten Wasserflächen der Havel spiegelten sich die Lichter, und durch die Straßen floss ein endloser Autostrom, der einem Wanderzug leuchtender Käfer ähnelte.

Heym genoss den Ausblick auf die Stadt einige Minuten, dann wandte er sich ab, entzündete seine Pfeife und begann nachzudenken. Vor Kurzem war er vom Tatort zurückgekehrt. Unbelastet von den Zeugenaussagen und den Meinungen der Experten wollte er die ersten Eindrücke und Fragen notieren. Schon oft waren ihm diese Aufzeichnungen eine Hilfe gewesen, wenn er im Gewirr von Fakten und Kombinationen betriebsblind zu werden drohte; das naive, zuweilen aber erstaunlich treffsichere Gefühl für die psychologische Grundsituation eines Falles konnte damit lebendig bleiben. Gewiss, es war ein schwaches Flämmchen, man musste es sorgfältig hüten. Manchmal schon war es erloschen. Manchmal hatte es sich als Irrlicht erwiesen. Doch Heym gehörte nicht zu den Leuten, die eine Chance ungenutzt ließen.

Etwas Unfassliches hatte sich ereignet: Der bekannte und weithin berühmte Schauspieler Manfred Löffler, dreiundsechzig Jahre alt, Träger von Kunstpreisen und staatlichen Auszeichnungen, seit Jahrzehnten mit großem Erfolg am Theater, bei Film, Funk und Fernsehen tätig, war auf schändliche Weise mit einem Kistenbrett erschlagen worden, in dem rostige Nägel steckten. Obendrein noch auf einer illegalen Müllkippe. Nein, das war nicht nur schändlich, das war makaber. Ein solches Schicksal blieb unter zivilisierten Verhältnissen selbst einem herrenlosen Hund erspart. Und ein Mann wie Manfred Löffler sollte doch, wenn er schon überhaupt ein gewaltsames Ende nehmen musste, einen Tod in Würde finden. Als Herzog Alba zum Beispiel, auf offener Bühne von einem geistesgestörten Rivalen erdolcht, am Steuer einer Limousine nach einer rauschenden Premierenfeier oder vergiftet von einer überaus schönen, zu rasender Eifersucht entflammten Frau ...

Mit einem Kopfschütteln versagte sich Heym das Vergnügen, seiner Fantasie noch länger freien Spielraum zu lassen, und kehrte zum Ernst des Dienstes zurück. Er nahm am Schreibtisch Platz, schaltete die Tischlampe ein, zog den Notizblock heran und schrieb auf das weiße, noch unberührte Blatt:

Punkt eins. Manfred Löffler war bei seiner Auffindung durch den Bürger Karl Fröhlich seit etwa zehn Stunden tot. Was hatte Löffler veranlasst, in einer stockdunklen Regennacht diesen Müllplatz aufzusuchen?

Punkt zwei. Entsprang die Tat einer zufälligen Begegnung zwischen Täter und Opfer? Wenn man die Tatzeit, den Tatort und das Wetter bedenkt, erscheint das wenig wahrscheinlich. Punkt drei. War die Tat geplant? Dem steht entgegen, dass der Täter ein Werkzeug benutzte, das ihm allem Anschein nach am Tatort zufällig in die Hände geriet.

Punkt vier. Besteht eine nähere Beziehung zwischen Täter und Opfer? Haben sie sich gemeinsam zum Tatort begeben? Oder wusste der Täter, dass er Löffler dort antreffen würde?

Punkt fünf. Der Volvo parkte knapp fünfzig Meter vom Tatort entfernt und war nicht abgeschlossen. Hatte Löffler demnach die Absicht, sich nur auf kurze Zeit zu entfernen?

Punkt sechs. Dem Toten fehlen Uhr und Brieftasche. Vorhanden waren ein Brillantring, eine goldene Halskette mit Amulett, ein goldenes Feuerzeug, Kleingeld und Autoschlüssel. Im Volvo lagen weitere Wertgegenstände, unter anderem ein Fotoapparat, ein Fernglas, ein Kassettenrekorder. Darf man unter diesen Umständen Raubmord als Tatmotiv ausschließen?

Punkt sieben. Hatte es der Täter nur auf die Brieftasche abgesehen? Befand sich darin etwas für ihn Wertvolles oder Belastendes? Wenn ja, warum hat er es nicht herausgenommen und die Brieftasche zurückgesteckt?

Punkt acht. Wozu brauchte er die Uhr?

Punkt neun. War es zu einem Streit gekommen? Hatte der Täter diesen Tatbestand vertuschen wollen, indem er Brieftasche und Uhr mitnahm, um einen Raubüberfall vorzutäuschen?

Punkt zehn. Hat der Besitzer des Fahrradanhängers Brieftasche und Uhr gestohlen? Wurde er beim Diebstahl durch den Zeugen Fröhlich gestört?

Punkt elf. Falls er Brieftasche und Uhr nicht gestohlen hat, weshalb ist er geflüchtet? Fürchtete er Komplikationen, weil er den Toten kannte? Oder wollte er ihn abtransportieren? War er nach der Tat in Panik davongelaufen und später zurückgekehrt, um den Leichnam zu verstecken? Hätte sich der Volvo dafür nicht besser geeignet als ein Fahrradanhänger? Kann der Täter nicht Auto fahren?

Punkt zwölf. Existiert außer dem Täter und dem Besitzer des Fahrradanhängers noch ein dritter Unbekannter, der sich an dem Toten zu schaffen machte?

Heym legte den Kugelschreiber zur Seite, stützte das Kinn in die Hand und kehrte in Gedanken zum Punkt eins seiner Notizen zurück.

Was macht ein Mensch auf einem Müllplatz? Er wirft etwas weg. Warum in einer dunklen Regennacht? Weil er unbemerkt bleiben will? Oder sucht er etwas, was ein anderer weggeworfen hat? Dazu wäre Licht nötig gewesen, zum Beispiel eine Taschenlampe.

Es klopfte an die Tür. Bevor Heym antworten konnte, trat Unterleutnant Kabel, ein pausbäckiger junger Mann, geräuschvoll ins Zimmer. Kabel besaß die Figur eines Ringerchampions, ein sonniges Gemüt und einen vor nichts zurückschreckenden Forschergeist. Erst kürzlich hatte Heym mit einiger Verwirrung zur Kenntnis nehmen müssen, dass sich dieser Forschergeist bis auf den Inhalt seiner Butterbrotbüchse erstreckte. Die Lösung des Rätsels fand sich in Kabels unstillbarem Appetit, eine weitere seiner hervorstechenden Eigenschaften. Drei Portionen Kantinenessen verputzte er, ohne mit der Wimper zu zucken.

Kabel schüttelte energisch die Wassertropfen von seinem dunkelbraunen Anorak, breitete ihn auf dem Heizkörper unter dem Fensterbrett aus, nahm die feuchte Baskenmütze ab und hängte sie liebevoll auf das Heizungsventil. Dann öffnete er einen schwarzen, mit Zahlenschlössern versehenen Aktenkoffer, zog zwei Hefter heraus und legte sie vor Heym auf den Schreibtisch.“

Erstmals 1979 erschien als Heft 197 der Blaulicht-Reihe des Verlages Das Neue Berlin die Kriminalerzählung „Verhör ohne Auftrag“ von Steffen Mohr: Hauptmann Merks von der deutschen Kriminalpolizei reist von einer Dienstreise mit dem Nachtexpress durch Nordpolen zurück nach Hause. Ein deutscher Mitreisender sucht das Gespräch mit ihm und erzählt eine merkwürdige Geschichte, die sich vor wenigen Wochen an seiner Schule zugetragen haben soll. Ein verheirateter Lehrer verliebte sich in eine sehr hübsche Praktikantin und stürzte von einer drei Meter hohen Leiter und war sofort tot. Der Erzähler zweifelt an der Unfalltheorie, Hauptmann Merks, der aufmerksam zuhört, aber auch. Als der Zug in Koszalin anhält, hat Merks den Fall geklärt. Und so beginnt die spannende Geschichte vom „Verhör ohne Auftrag“:

„Ein wirklich merkwürdige Erlebnis hatte ich im Nachtexpress, der, immer an der Ostseeküste entlang, quer durch Nordpolen fährt. Das war im Februar 1971.

„Genosse Hauptmann, bitte nicht mit diesem Zug fahren ...“, hatten mich meine polnischen Kollegen gewarnt.

„Warum?“

„Ist sehr langweilig ... Wald, nix als schwarzer Wald.“

„Und wie soll ich dann, bitte schön, nach Hause kommen?“

Der Studienaufenthalt hatte zehn Tage gedauert, und ich sehnte mich ein bisschen nach Elisabeth und dem Enkelchen, das damals gerade drei Monate alt war.

„Genosse Merks — du wirst durch die Luft fliegen!“ Sie zeigten mir ein rosarotes, bereits auf meinen Namen ausgeschriebenes Billett.

Mich gruselte. Nicht, dass ich Angst vorm Fliegen habe. Aber ich liebe nun mal die gute alte Eisenbahn. Und mit einiger Mühe gelang es mir, wie so oft, meinen Willen durchzusetzen.

Die Reise begann zweiundzwanzig Uhr vierzig in Gdynia. Sie wäre so ruhig verlaufen wie jede andere Nachtfahrt durch eine dunkle und, zugegeben, wirklich trostlose Waldlandschaft. Denn wenn man aus dem Fenster sah, erblickte man nichts weiter als hohe schwarze Wände. Ab und zu glitzerte Schnee auf einem Zweig.

Ich sagte, die Reise wäre ruhig verlaufen — wenn sich nicht eine Viertelstunde nach Abfahrt des Zuges noch ein Mann in unser Abteil gesetzt hätte. Es wunderte mich, dass er zu uns hereinkam, denn im Wagen standen einige Abteile völlig leer. Bei diesem blonden, mit einer schwarzen Lederjacke bekleideten jungen Mann handelte es sich, wie ich später noch zur Genüge erfahren sollte, um Rudolf Stern, zweiunddreißig Jahre alt, von Beruf Musiklehrer. Ein wenig steif setzte er sich mir gegenüber auf den Fensterplatz und vertiefte sich gleich in die Lektüre irgendwelcher Reiseprospekte.

Ich glaube, wir wunderten uns alle, dass er die Jacke bis obenhin zugeknöpft behielt. Im Wagen herrschte drückende Hitze.

Wir — das waren zusammen mit Stern fünf Personen, die es sich auf den braunen Polstern der ersten Klasse bequem gemacht hatten. Jeder war mit seinen Problemen beschäftigt. Das Ehepaar, das an der Tür saß, stritt halblaut miteinander. Ein dürrer, reichlich nervöser Alter schob und zerrte immerzu an seinem grauen, prall gefüllten Rucksack herum, der ihm nicht unter die Knie passen wollte. Ich versuchte zu schlafen. Aber der Wodka, mit dem mich die polnischen Genossen bis an den Bahnsteig verfolgt hatten, hielt mich wach. Studienreise hatte mein Aufenthalt in Warschau und Gdansk geheißen. Von der unumgänglichen Pflicht, aus lauter Freundschaft so viel guten polnischen Wodka trinken zu müssen, hatte im Protokoll natürlich nichts gestanden.

Stern schielte über die Prospekte zu mir herüber, und ich spürte, wie er nach der Gelegenheit suchte, ein Gespräch anzufangen. Die Hitze, der Wodka, das streitende Paar und der zapplige Alte — es war ein unangenehmes Abteil. Merks, sagte ich mir da, alter, sturer Merks. Du hättest den Rat der polnischen Genossen doch befolgen sollen.

„Habe ich dir nicht tausendmal gesagt, du sollst meine Kosmetik nicht zuunterst in den Koffer packen“, zischte die Frau auf dem Türplatz. „Was mache ich nun?“

„Gar nichts machst du. Siehst sowieso bunt genug aus.“

Das Männchen bückte sich und zurrte mit hastigen Bewegungen den grauen Rucksack auf. Er gab sich Mühe, niemanden in das geöffnete Gepäckstück hineinsehen zu lassen.

„Jessesmariajoseph! Hast du der Sypniewska den Wohnungsschlüssel gegeben?“

„… und ihr aufgetragen, wöchentlich zweimal die Topfblumen zu lüften und alle Zimmer zu gießen.“

„Zbygniew! Ich glaube, du machst dich über mich lustig!“

Der Zapplige kroch fast in seinen Rucksack hinein und schob ein längliches Paket unters Jackett.

„Wie sollte ich mich lustig machen ... Es ist traurig genug, mit dir in den Urlaub zu fahren.“

Plötzlich sprang Herr Zappelphilipp wie von einer Wespe gestochen auf. Er stolperte, die Hände kreuzweise übers Jackett gelegt, auf die Tür zu. Dabei stieß er der giftigen Dame ans Knie. Er entschuldigte sich und verbeugte sich vor beiden Eheleuten mehrmals. Nun entlud sich der Zorn der aufgebrachten Xanthippe voll und ganz über den Alten. Der sah zu, dass er auf den Gang hinaus und außer Hörweite kam.

„Zbygniew! Wir ziehen in ein anderes Abteil!“

„Mit dem vielen Gepäck?“

„Ja, denkst du vielleicht, ohne Gepäck? Los, los! Mach schon.“

„Schwarze Madonna“, seufzte der Mann und wuchtete die Koffer herunter. „Der Teufel hat die Weiber erschaffen ...“

So blieben wir nur noch zu dritt. Wenige Minuten, nachdem uns das Ehepaar den Rücken gekehrt hatte, kam der Alte wieder. Unter seiner Jacke beulte sich nichts mehr. Er lächelte mich und Stern unsicher an, setzte sich, auf einmal ruhig und friedlich geworden, schloss die Augen und begann augenblicklich tief zu schnarchen.

„Schreckliche Menschen gibt es, nicht wahr?“, sprach Stern mich an und erwartete offenbar meine Zustimmung.

„Entschuldigen Sie mich einen Augenblick“, knurrte ich und zog mein Jackett über, denn ich hatte die ganze Zeit im Hemd dagesessen und meine breiten blaugelben Hosenträger zur Schau gestellt. Vorsichtig stieg ich über die ausgestreckten Beine des Alten und begab mich auf den Gang hinaus. Der Alte war so fest eingeschlafen, dass er nichts merkte.

Die Abteile, nur von lila Notlichtern erleuchtet, waren fast alle schwach besetzt oder leer. Ich schlenderte langsam an den Türen vorüber. Dabei strengte ich mich an, das Innere genau zu erkennen. Auf der Toilette, das war mir klar, brauchte ich nicht nachzusehen. Selbst mit ihren scheinbar vielfältigen Versteckmöglichkeiten — dem Handtuchautomaten, dem Fach für die Wasserkannen — war sie ein zu ungewisser, weil oft besuchter Ort, um etwas zu verbergen.

Vor einem Abteil bemerkte ich, dass das mittlere Polster der linken Sitzreihe etwas schief an der Lehne saß. Drei, vier Millimeter nur stand es ab. Ich sah mich um. Auf dem Gang befand sich niemand. Da trat ich ein, schloss hinter mir die Tür und zog den Sitz vollends heraus. Eine Stange Zigaretten klemmte dahinter. Ich betrachtete kopfschüttelnd die weißrote Packung. Las die Marke „Marlboro“ und dachte darüber nach, wie eigenartig sich manche Menschen benehmen. Da schmuggelt so ein Zappelphilipp eine Stange Zigaretten über die Grenze, bloß zwanzig Schachteln. Und durch seine Nervosität macht er beinahe ein ganzes Abteil verrückt. Wie ich die Packung ansah, über mir die lila Funzel, die mit der Bewegung des Zuges leise zitterte, draußen schwarze Wälder und drinnen eine Affenhitze, da tat mir der Alte leid. Ich schob das Polster in seine alte Lage zurück und beschloss, mir bei der Zollkontrolle auf die Zunge zu beißen. Dem Zoll sollte ich in diesem Zug jedoch nicht mehr begegnen.

In unser Abteil zurückgekehrt, verwandelte ich meine Jacke wieder in ein Kopfpolster und verteilte meine Massen, so bequem es ging, auf dem breiten Sitz, um ein wenig zu schlafen. Schon hatte ich mich ganz dem angenehmen Wiegen und Federn des Zuges hingegeben, da hörte ich Stern flüstern: „Einen Moment bitte ...“

Sein Ton war ängstlich, wie meiner gleich darauf grob war: „Was wünschen Sie?“

„Bitte schlafen Sie nicht ... noch nicht ...“

Ich muss ihn angesehen haben wie mein Urgroßvater die Dampfbahn zwischen Leipzig und Dresden, als sie ihm zum ersten Mal vor Augen kam. Stern lächelte, halb belustigt über meine Verblüffung, halb peinlich-verlegen, dass er mich angesprochen hatte. Er war ein, ich sagte es wohl schon, etwas über dreißig Jahre alter, gut aussehender Mann. Lederjacke, Schlaghosen, modernes Streifenhemd, alles machte einen adretten Eindruck. Sein Gesicht aber hatte etwas Bleiches, irgendwie Muttersöhnchenhaftes an sich. Die Augen waren blaugrau, und das hellblonde Haar trug er streng gescheitelt. Korrekt, ein bisschen weichlich und auch etwas zugeknöpft — das war mein erster Eindruck.

„Haben Sie gehört“, redete er mit demselben ängstlichen Unterton weiter, „worüber sich das Ehepaar unterhalten hat?“

„Ich verstehe zu wenig Polnisch“, wich ich aus.

„Was meinen Sie, wenn Sie sagen: zuwenig?“

„Ach, du lieber Himmel!“ Ein Instinkt riet mir, dass es gut sein konnte, ihn etwas hinters Licht zu führen.

„Vier Worte.“ Ich lachte. Ich gab mir Mühe, dass mein Altvätergesicht mit der roten Kartoffelnase mittendrin so ehrlich wie möglich aussah. „Guten Tag, auf Wiedersehen, danke und bitte!“

„Das dachte ich mir“, sagte Stern und formte seine Fingerspitzen über den Knien zu einem spitzwinkligen Dach. Diese langen, gepflegten Hände konnten die eines Künstlers sein.

„Sie sind“, erklärte Stern, immer noch flüsternd, „in einer derart gemeinen Weise über eine dritte, nicht anwesende Person hergezogen, dass es schon eine Schande war, bloß zuhören zu müssen.“

„Ach was …“, bemerkte ich mit gespielter Verwunderung.

„Es ging, glaube ich, um einen Cousin der Frau. Es mag auch ihr Onkel oder Schwager gewesen sein. Man kann das im Polnischen nicht so genau feststellen. Die Polen benutzen für alle diese Verwandtschaftsgrade nur ein Wort: Kuzyn. Dieser Cousin nun will heiraten. Aber seine zukünftige Frau gefällt den beiden nicht. Sie scheint ihnen entweder zu arm oder zu dumm zu sein. Jedenfalls zogen sie über das Verhältnis vom Leder, was das Zeug hielt. Am Ende beschlossen sie, die Verbindung durch ein Gerücht zu verhindern ...“

„Was für ein Gerücht?“ Und ich dachte: Will er mich auf den Arm nehmen? Schneidet er auf? Oder was hat er sonst für einen Grund, das Gespräch der beiden derart zu verdrehen?

Meine Frage muss etwas zu scharf geklungen haben, denn Stern zuckte augenblicklich zusammen. Dann lächelte er wieder.

„Sie arbeiten bei der Zeitung, nicht wahr?“

Ich war überrascht. „Wie kommen Sie darauf?“

„Nun ...“ Er baute wieder sein Dach und blickte jede Fingerspitze einzeln an. „Es gibt nur zwei Sorten von Menschen, die eine so direkte Art an sich haben, Fragen zu stellen: Polizisten und Zeitungsleute.“ Er stockte. „Bei der Polizei sind Sie natürlich nicht ...“

„Und warum — wenn ich fragen darf?“ Auf einmal kehrte mein alter Humor wieder. Ich fand die Fahrt durch diese endlosen polnischen Wälder, dieses überheizte Abteil und das ständige röchelnde Schnarchen des Männchens neben uns höchst amüsant.

Erstmals 1973 im Verlag Junge Welt Berlin und erstmals 1975 im Kinderbuchverlag Berlin veröffentlichte Walter Kaufmann die Bücher „Das verschwundene Hotel“ und „Entführung in Manhattan“, die hier in einem E-Book angeboten werden und die beide in New York spielen: In „Entführung in Manhattan“ geht es - wie schon der Titel sagt – um eine Entführung, eine richtige Entführung. Leon hatte keine Chance, er konnte sich nicht mehr losreißen, nicht wegrennen, Zwei Jungen hielten ihn von beiden Seiten gepackt und umklammerten seine Ellbogen mit hartem Griff. „Wer seid ihr, was wollt ihr?“, keuchte Leon. Sie wollen tausend Dollar von Leon haben und bringen ihn in ein Versteck. In dem feuchten, finsteren und kalten Kellerloch soll er bleiben, bis er auspackt …

Und das Hotel war wirklich verschwunden: „Leon schaute sich um. War er vom Broadway falsch abgebogen und irrtümlich die 85. Straße hinuntergelaufen? Er trat an den Rinnstein und beugte sich vor. Die Straße, in der er sich befand, lief jenseits der 8. Avenue durch den Central Park weiter. Nein, er hatte sich nicht verlaufen. Das hier war die 86. Straße! Hier hatte das Hotel gestanden, das seit dem Tode des Vaters seiner Mutter Lohn und Brot gab. Und nun war es fort. War von einem Sonntag zum anderen verschwunden.“ Jetzt war dort nur noch ein leerer Platz …

Hier ein Auszug aus der „Entführung in Manhattan“, als Leon schon in großen Schwierigkeiten steckt – und in einem blöden Gefängnis:

„Das Kellerloch war feucht, finster und kalt - aber am schlimmsten war das unheilvolle Getöse alle paar Minuten. Leon hörte es schon von Weitem, wie es zu drohendem Gepolter anschwoll, bis es als Klirren und Donnern von eisernen Rädern auf stählernen Schienen mit betäubendem Krachen in seinen Ohren explodierte. Die Wände bebten. Der Boden vibrierte. Es war geradezu so, als ob die Untergrundbahn mitten durch den Keller raste, in den ihn die beiden Jungs gestoßen hatten.

Leon kauerte in der Ecke neben der Tür. Ein Stück Putz löste sich und krachte auf den Zementfußboden. Wenn die ganze Decke runterkommt, dachte Leon, begräbt mich der Schutt. Nach der Zahl der Züge, die vorübergerast waren, musste er schon eine ganze Weile hier drin sein. Eine Stunde? Wenn eine Stunde so lang war, wie sollte er dann ein paar Tage hier aushalten? Jedenfalls hatte dieser Spider „ein paar Tage“ gesagt. Was meinte er damit? Einen Tag und eine Nacht? Noch einen Tag und eine weitere Nacht? Oder etwa länger?

Leon vergrub das Gesicht in den Armen und hielt sich wegen des Gedröhns der Züge die Ohren zu. Als das Getobe der Räder abebbte, schob er sich, eng an die Wand gepresst, zu der eisernen Kellertür, schlug mehrmals dagegen und wartete. Er hörte, wie sich Schritte näherten, wie kreischend ein Riegel zurückgezogen wurde. Die Tür öffnete sich einen Spalt. Der Strahl einer Taschenlampe erhellte ein Stück Kellerwand. „Schluss mit dem Radau, verstanden!“

Leon erkannte an der Stimme, dass es Stumpy war. „Lass mich raus! Lass mich hier raus!“, rief er.

„Was denn, Pretty Boy“, höhnte Stumpy. „Magst uns noch immer nicht?“

„Nein“, schrie Leon. „Nein. Ich will nach Hause.“

„Nach Hause! Dein Zuhause ist, wo du jetzt bist, Pretty Boy. Und das bleibt's, bis du auspackst. Buster meint, noch ein paar Stunden in dem Loch hier, und du wirst dich danach reißen, auszupacken.“

„Was will er denn wissen?“, fragte Leon. „Ich erzähle ihm alles, was er wissen will - und das gleich.“

„Schon besser, Pretty Boy“, sagte Stumpy. „Prima Kerlchen, wirklich. Ich sehe mal nach, ob Buster jetzt hörn will, was du zu sagen hast.“

Damit wurde die Tür zugedrückt, der Riegel vorgeschoben, und Leon blieb wieder im Dunkeln allein. Eine Stunde später, Leon kam es viel länger vor, wurde er mit verbundenen Augen durch ein Labyrinth von Gängen und dann eine Treppe hinaufgeführt. Oben drehte man ihn grob um und stieß ihn in einen Raum. Die Tür schlug hinter ihm zu, und er hörte, wie sie abgeschlossen wurde. Dann wurde ihm die Augenbinde abgenommen. In einem trüben, rötlichen Licht sah er die regungslose Gestalt eines Jungen, der wie ein Buddha mit untergeschlagenen Beinen auf einer Matratze hockte. Er war dick, ganz und gar glatzköpfig, und das Licht warf seinen Schatten auf die weiße Wand hinter ihm. Leon bemerkte auch andere Schatten. Er wandte den Kopf und erkannte die beiden Jungs, die ihn vor dem Drugstore gekidnappt hatten - Stumpy und Spider. Drei andere Jungs rekelten sich rechts von ihm auf Matratzen.

„Nu verneig dich mal schön vor Buster“, befahl ihm Stumpy.

Leon reagierte nicht.

„Los!“ Stumpy packte ihn mit einem Griff wie ein Schraubstock beim Genick und drückte ihm roh den Kopf nach unten.

„So, das ist schon besser. Der vor dir, das ist Buster, vergiss das nicht. Und nächstes Mal bist du höflicher.“

„Er lernt's schon noch“, sagte der kahl geschorene, dicke Junge. „Bestimmt.“ Dann hielt er die Flasche mit den Tabletten hoch, die Leon im Drugstore gekauft hatte, und rief mit schriller, drohender Stimme: „Wenn du willst, dass deine Mutter die Pillen kriegt, dann sag uns, wo sie wohnt - aber schnell!“

Leon sagte es ihm.

„So. Und nun erzähl uns mal, wo das Geld her war - aber schnell.“

„Ich hab's gesammelt.“

„Ach!", rief Buster. „Das erklär mal näher - aber schnell!“

„Ich habe für meine Mutter eine Sammlung veranstaltet. In dem Hotel, in dem sie arbeitet.“

„Wie hübsch von dir, Pretty Boy“, sagte Buster. „Also raus damit: Welches Hotel, wo liegt es, und wer hat die Sammlung erlaubt? Aber schnell! Oder möchtest du noch 'n bisschen länger in dem Keller auskühlen?“

„Nate Wolinski“, sagte Leon. „Hotel Gloria. 86. Straße.“

„Na also“, sagte Buster. „Das ist immerhin schon so viel, dass du dich an deine Schularbeiten machen kannst.“

Leon sah sich um. Gegen alle Vernunft hoffte er, dass sie ihn nun laufen lassen würden.

„Meine Schularbeiten kann ich nur zu Hause machen.“

Der Raum hallte wider vor Lachen.

„Hab schon von Stumpy gehört, dass es dir bei uns nicht gefällt“, sagte Buster. „Warum eigentlich nicht?“

Leon sagte kein Wort.

„Ich hab dich was gefragt, Pretty Boy.“

„Was ist da zu sagen?“, antwortete Leon. „Wer wird schon gern gekidnappt? Ich nicht. Also, was soll mir bei euch da gefallen?“

„Schade, wirklich schade!“ Buster schüttelte den Kopf. „Pretty Boy“, setzte er dann gespielt traurig hinzu, „du machst einen Fehler.“

Er winkte Stumpy und Spider, die Leon sogleich bei den Armen packten und zu einer Kiste stießen, die als eine Art Tisch diente. Auf einem Stapel Papier lag ein Kugelschreiber.

„So, und nun deine Hausarbeit, Pretty Boy“, sagte Buster. Seine Stimme klang wieder schrill und drohend. „Du schreibst jetzt, was ich dir sage - aber schnell. Also los: ‚Liebe Mum, mir geht's gut. Niemand droht mir. Nimm die Pillen und mach Dir keine Sorgen. Und ruf nicht die Polizei, auf keinen Fall. Leon.' - Hast du's, Pretty Boy?“ Eine Träne tropfte auf das Papier, während Leon schrieb, doch in dem dämmrigen Licht bemerkte es keiner.

Ja, er hat es selber geschrieben, sagte sich Martha Bloom wieder und wieder. Es ist Leons Handschrift. Aber was sollte sie aus dem Inhalt machen, wie ihn verstehen? Kein einziges Wort klang nach ihm: Leon nannte sie immer Masha, wie früher ihr Mann, niemals Mum. Und hätte er nicht „Dein Leon“ unterschrieben, statt bloß „Leon“, wenn ihm die Nachricht nicht diktiert worden wäre? Und der Satz „Niemand droht mir“ - das war so gar nicht Leons sonstige Ausdrucksweise, dass es in ihr alle möglichen bösen Ahnungen und Ängste heraufbeschwor. Guter Gott, stöhnte Martha Bloom, was ist Leon bloß zugestoßen, was haben sie mit meinem Jungen gemacht? Die Küchenuhr vor ihr auf dem Kaminsims tickte laut, Martha Bloom hatte den Laut sonst überhaupt nicht wahrgenommen. Sie starrte auf das weiße Zifferblatt, verfolgte, wie der Minutenzeiger gerade auf die Viertelstunde ruckte - ein Viertel nach sechs. Vielleicht war es wichtig, dass sie sich genau merkte, was wann geschehen war, die Polizei wollte bestimmt genau wissen, zu welcher Uhrzeit sie den Zettel gefunden hatte. Nun, sie konnte angeben, dass es zehn Minuten vor sechs an der Wohnungstür geklingelt und dass sie gleich hinterher gehört hatte, wie jemand schnell die Treppe hinunterlief. Trotz der Schmerzen in ihren geschwollenen Füßen und Knien war sie in knapp einer Minute an der Tür gewesen und hatte sie aufgerissen - aber es hatte eben doch zu lange gedauert, um noch jemand zu entdecken.“

Ob und wie es gelingt, Leon zu befreien, das steht in dem ersten der beiden spannenden New-York-Bücher von Walter Kaufmann, der übrigens selbst eine sehr spannende Biografie hat und Autor vieler Bücher praktisch aus allen Gegenden der Welt ist, wie sich auch leicht aus dem Verlagsverzeichnis der EDITION digital ersehen lässt. Schauen Sie doch dort gelegentlich mal nach.

Eine spannende Lektüre versprechen aber auch die beiden Krimis der heutigen Ausgabe unseres wöchentlichen Newsletters und natürlich die Sammlung humorvoller Texte von C.U. Wiesner, einschließlich einer freundlichen Wiederbegegnung mit seinem Meister des Wortes und des Rasiermessers, Kleinekorte. Eigentlich schade, dass wir heute von ihm keine neuen solchen scharfzüngigen Kommentare zum aktuellen Zeitgeschehen mehr lesen können. Meister Kleinekorte hätte da sicher jede Menge zu sagen gehabt …

Viel Spaß beim Lesen, nehmse doch einfach mal Platz, Herr Jeheimrat! und versuchen Sie erst gar nicht bei Meister Kleinekorte zu Worte zu kommen, lassen Sie sich durch das Novemberwetter nicht verdrießen, freuen Sie sich schon ein bisschen vor auf Weihnachten und die zu erwartenden (Buch)Geschenke und bis demnächst – dann schon im Dezember …
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.