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Im Bremerhaven mischen junge Menschen künftig mit

Konferenz im AWI legt Grundstein für Jugendklimarat

(lifePR) (Bremen, ) Mehr als 50 zehn- bis 21-Jährige folgten am vergangenen Wochenende der Einladung von Bremerhavens Umweltdezernentin Anke Krein zur Jugendklimakonferenz ins Alfred-Wegener-Institut - passender konnte der Ort für diese Veranstaltung nicht gewählt werden. Denn auf dem Tagesprogramm stand die Vorbereitung eines Jugendklimarates, mit dem die politische Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Fragestellungen rund um den Klimawandel, Klimaschutz und Klimaanpassung in der Seestadt gestärkt werden soll. Die jungen Menschen erfuhren eingangs von Prof. Dr. Peter Lemke, Leiter des Fachbereichs Klimawissenschaften am Alfred-Wegener-Institut und mittelbarer Nobelpreisträger, warum sich Wissenschaftler sicher sind, dass es einen Klimawandel gibt, welchen Ursprung dieser hat, welche Folgen erwartet werden und was das für das künftige Leben in der Seestadt bedeutet. "Im Jahr 2070 sind Hitze-Sommer wie der von 2003 mit fast 40 Grad geradezu schön kühl," machte Lemke den Schülerinnen und Schülern beispielsweise bewusst.

Inhaltlicher Schwerpunkt der Veranstaltung lag jedoch auf der Frage, welche Struktur und Aufgaben ein Klimarat haben könnte. "Wir haben uns bewusst dazu entschieden, die Jugendlichen bereits vor der eigentlichen Gründung des Klimarats mit ins Boot zu holen, damit wir bei der Gestaltung auch den Vorstellungen und Bedürfnissen der potenziellen Mitglieder gerecht werden", erläutert Anke Krein das Ziel der Veranstaltung. In engagierten Diskussionen erarbeiteten die Anwesenden unter anderem die möglichen Themenfelder, die im Klimarat auf der Tagesordnung stehen sollten. Wie kann man den CO2-Ausstoß gemeinsam kleinkriegen und wo fängt man an? Wie begegnet man dazu zum Beispiel der Wegwerf-Mentalität und der Lebensmittel-Verschwendung? Erste Lösungsideen wie die Verwendung regionaler Produkte in Schulkantinen, Ökostrom in öffentlichen Gebäuden, den besseren Ausbau von Fahrradwegen oder eine Wieder-Einführung der Straßenbahn wurden in der abschließenden Runde präsentiert. Von der Politik wurde eingefordert, die Arbeit einer solchen Jugend-Organisation ernst zu nehmen und mit den Ergebnissen transparent umzugehen. Für den Erfolg seien darüber hinaus regelmäßige Treffen, gute Werbung und Pressearbeit sowie finanzielle Unterstützung seitens der Politik wichtig.

Die 17-jährige Lione Stienecke stellte in ihrer Rede ferner klar, dass sich laut forsa-Umfragen 84 Prozent aller 10- bis 14-Jährigen Sorgen um die Erde machen und mitreden wollen. Die Schülerin zeigte sich über den geplanten Jugendklimarat begeistert. "Er gibt uns eine laute und nervige Stimme! Schließlich werden meine und noch viele folgende Generationen die Konsequenzen der Entscheidungen, die heute getroffen oder eben nicht getroffen werden, ertragen und erleben müssen."

In ihren Schlussworten gab Umweltdezernentin Anke Krein den Anwesenden mit auf den Weg, dass die Politik zwar den organisatorischen und finanziellen Rahmen geben könne, dieser aber nun von den jungen Menschen mit Leben gefüllt werden müsse. "Die Jugendlichen haben ab sofort die wichtige Aufgabe, den Gedanken der politischen Partizipation als Multiplikatoren in ihre Schulen, Sportvereine und sonstige Gruppen zu tragen." Ziel ist es, den Jugendklimarat im Frühjahr 2013 zu gründen, wofür finanzielle Mittel im Haushalt bereit stehen.

Alle Neuigkeiten und Fortschritte werden auf
www.klimastadt-bremerhaven.info nachzuverfolgen sein.

Das Umweltschutzamt Bremerhaven wird bei der Gründung eines Jugendklimarates vom Stadtjugendring Bremerhaven, dem Klimahaus 8° Ost Bremerhaven, dem Alfred-Wegener-Institut, Bremerhaven Bus, der Deutsche KlimaStiftung und dem Klimabüro für Polargebiete und Meeresspiegelanstieg unterstützt.

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