Verbraucher müssen bequem und sicher an E-Ladesäulen bezahlen können

Gemeinsame Pressemitteilung von ADAC, Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände, Deutscher Kreditwirtschaft und weiteren Partnern / Breites Bündnis fordert Akzeptanz von Kartenzahlungen an Ladesäulen

(lifePR) ( Berlin, )
Das Bezahlen an Ladesäulen für Elektrofahrzeuge muss auch mit Karte einfach und sicher möglich sein. Das fordert ein breites Bündnis von Verbänden aus der Kreditwirtschaft, kommunalen Spitzenverbänden und ADAC. Verbraucherinnen und Verbraucher bezahlen in Deutschland bargeldlos vor allem mit ihrer Karte. Mehr als 100 Millionen Bank- und 36 Millionen Kreditkarten gibt es aktuell in Deutschland. Gerade das kontaktlose Bezahlen hat zuletzt einen regelrechten Boom erlebt. Am 17. September steht die Ladesäulenverordnung auf der Tagesordnung des Bundesrates zur Abstimmung. Sie könnte durch den Bundesrat so verändert werden, dass das Bezahlen mit Karte an Ladesäulen nicht mehr verpflichtend mit angeboten wird.

Ein branchenübergreifendes Bündnis setzt sich deshalb dafür ein, dass Fahrerinnen und Fahrer von E-Autos künftig mit der Karte an Ladesäulen genauso schnell, sicher und bequem bezahlen können, wie sie es an Tankstellen gewohnt sind. Der Bundesrat sollte daher die Ladesäulenverordnung in der von der Bundesregierung beschlossenen Fassung annehmen.

ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand: „Strom aus erneuerbaren Quellen wird neben anderen Energieträgern die fossilen Kraftstoffe wie Benzin und Diesel mittelfristig ersetzen. Die Hürden, E-Autos zu nutzen, müssen möglichst gering sein. Für uns ist es wichtig, dass E-Autos genauso leicht zugänglich und unkompliziert aufgeladen werden können, wie wir alle es heute an der Tankstelle gewohnt sind. Dazu ist ein komfortabler Bezahlvorgang mit einer Debit- oder Kreditkarte an einem Kartenterminal essenziell.“

Die Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände (Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag, Deutscher Städte- und Gemeindebund) erklärt: „Der Bezahlvorgang an E-Ladesäulen muss leicht von der Hand gehen und ebenso niedrigschwellig sein wie an herkömmlichen Tankstellen. Das ist eine Selbstverständlichkeit in einer Zeit, in der man auch kleinste Beträge beim Bäcker, Fleischer oder am Parkautomaten bequem mit der Karte bezahlt. Dies muss erst recht bei einer Zukunftstechnologie wie der E-Mobilität gelten.“

Auch die Deutsche Kreditwirtschaft (Bundesverband deutscher Banken, Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Deutscher Sparkassen- und Giroverband, Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, Verband deutscher Pfandbriefbanken) setzt sich zusammen mit der Initiative Deutsche Zahlungssysteme dafür ein, dass für die Kunden neben anderen Bank- und Kreditkarten gerade das Bezahlen mit der girocard (früher ec-Karte) verpflichtend mit angeboten wird. Dr. Karl-Peter Schackmann-Fallis, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DSGV und derzeitiger DK-Federführer dazu: „Mit mehr als 100 Millionen Karten ist die girocard die am meisten genutzte Karte in Deutschland. Wer Elektromobilität wirklich zum Durchbruch verhelfen will, darf die Millionen Karten-Nutzer, die das Bezahlen mit der Karte an Terminals nutzen wollen, nicht ausschließen.“

Von einem hohen Aufwand für den Einbau eines Kartenlesegeräts könne weder mit Blick auf die Kosten noch auf den zeitlichen Aufwand die Rede sein.
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