Musique ... Zur Ergötzung"

(lifePR) ( Dresden, )
So beschrieb der Prager Gastwirt J. Ratzenbeck den unterhaltsamen Charakter der musikalischen Aufführungen, die er in seinem Lokal veranstaltete. Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit zugleich forderte er von der Musik, sie sollte sein " ... nicht bloß allein zum Tanz, ... sondern vielmehr mit Symphonien zur Ergötzung Honetter ... zu einem Glas Wein kommende Leuthe" Ratzenbeck wirbt um sein Publikum, er versucht, seiner Konzertreihe ein attraktives Profil zu verleihen. Das ist unumgänglich, denn Prag im Jahr 1754 bietet eine Überfülle musikalischer Aktivitäten. Es gibt in Böhmen so viele gute Musiker, dass etliche von ihnen, so auch der aus Leitmeritz stammende Antonio Rosetti, emigrieren und im Ausland ihren Lebensunterhalt verdienen. Als Siebenjähriger kam Rosetti in ein Prager Jesuitenkolleg. Diese elitären Bildungseinrichtungen profitierten von dem musischen Klima der Stadt, und so finden sich unter ihren Schülern immer wieder die Namen später berühmter Komponisten - neben Rosetti auch Zelenka, Fux und Gluck.

Christoph Willibald Gluck war von 1731 bis 1735 dort Student, später standen drei Jahre lang Opern von ihm auf den Prager Spielplänen. Er hatte allerdings ebenso gute Kontakte zum sächsischen Hof in Dresden. So komponierte er anlässlich großer Hochzeitsfeierlichkeiten 1747 für Pillnitz die Serenata "Le Nozze d'Ercole e d'Ebe".

In Dresden, dieser zweiten europäischen Kulturmetropole, war ein Jahrhundert später Richard Wagner Kapellmeister. Ihm traut man die Fähigkeit, Unterhaltsames zu komponieren, kaum zu, ist sein Name doch der Inbegriff für tragisches und dramatisches Musiktheater. Doch zum Geburtstag seiner Frau Cosima und aus Freude über die Geburt seines ersten Sohnes Siegfried ein halbes Jahr zuvor schrieb er im Dezember 1870 eines seiner innigsten und heitersten Werke, das Siegfried-Idyll.

Wie Gluck und Wagner war auch Mozart ein begnadeter Opernkomponist. Prägend für ihn in seinen jungen Jahren war Johann Christian Bach, den er auf seinen Reisen in London kennenlernte und dessen" singendes Allegro" er bewunderte. Mozart feierte seine größten Triumphe gegen Ende seines Lebens in Prag. So war es nicht verwunderlich, dass nach seinem frühen Ableben auch in Prag seiner gedacht und eine Totenfeier zelebriert wurde. Dem damals sehr berühmten, inzwischen in mecklenburgischen Diensten stehenden Rosetti fiel die musikalische Ausgestaltung zu. Er brachte ein Requiem, das er 15 Jahre zuvor für die verstorbene Frau seines fürstlichen Dienstherren in Oettingen geschrieben hatte, noch einmal zur Aufführung.

Konzerte des Fördervereins-Orchesters der Dresdner Philharmonie
Schloss Albrechtsberg

Do 18.11.2010 (ausverkauft)
Fr 19.11.2010 | 19 Uhr

Christoph Willibald Gluck

Air de Furie (Vivement)
Lent très doux - Même mouvement aus „Orfeo ed Euridice“

Wolfgang Amadeus Mozart
Divertimento in D KV 136

Richard Wagner
Siegfried-Idyll WWW 103

Johann Christian Bach
Sinfonie g-Moll

Antonio Rosetti
Serenade in D

Guido Titze / Leitung
Fördervereins-Orchester der Dresdner Philharmonie

Karten sind erhältlich in der Ticketcentrale im Kulturpalast am Altmarkt
Mo bis Fr, 10 - 19 Uhr, Sa 10 - 18 Uhr, Tel. 0351 / 4 866 866, Fax 0351 / 4 866 353
ticket@dresdnerphilharmonie.de | www.dresdnerphilharmonie.de
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