Mittwoch, 22. Februar 2017


9. Außerordentliches Konzert der Dresdner Philharmonie

Daniel Müller-Schott, Christoph Eschenbach und das Schleswig-Holstein Festival Orchester zu Gast bei der Dresdner Philharmonie

(lifePR) (Dresden, ) Er könnte auch Fußballer sein. Er ist jung, sportlich, sehr erfolgreich und hat sich in den letzten Jahren als einer der größten Cellisten unserer Zeit etabliert, sein Klang ist unverwechselbar, und seine Bühnenpräsenz lässt seine Fans regelmäßig schwach werden: Daniel Müller-Schott. Die Markenzeichen des 31Jährigen: technische Brillanz und emotionaler Esprit. Die braucht es auch für Antonín Dvo áks aufwühlendes Cellokonzert. Im Gastkonzert mit dem Schleswig-Holstein Festival Orchester ist er zusammen mit einem der größten Dirigenten der Gegenwart zu erleben: Christoph Eschenbach. Auf dem Programm außerdem: Tschaikowskis Fantasie-Ouvertüre "Romeo und Julia" sowie seine Vierte Sinfonie.

Christoph Eschenbach gehört heute zu den international führenden Dirigenten. 1972 debütierte er und bereits 1981 wurde er Principal Guest Conductor beim Tonhalle-Orchester Zürich, dessen Chefdirigent er 1982 bis 1986 war. Es folgten Positionen als Music Director des Houston Symphony 1988 bis 1999, als Chefdirigent des NDR Sinfonieorchesters 1998 bis 2004 und als Music Director des Ravinia Festival 1994 bis 2003. Seit 2000 leitet Eschenbach als Music Director das Orchestre de Paris und seit 2003 das Philadelphia Orchestra. Zudem gastiert er als Opern- und Konzertdirigent mit allen internationalen Spitzenorchestern. Vor dem Beginn seiner aufsehenerregenden Dirigentenkarriere war Christoph Eschenbach bereits ein erfolgreicher Solokünstler. Im Alter von elf Jahren gewann er die renommiertesten Wettbewerbe und hatte sich schon 1965 als wichtigster Konzertpianist im Deutschland der Nachkriegszeit etabliert. Sein US-Debüt am Klavier gab er 1969 mit dem Cleveland Orchestra unter George Szell. Heute ist Christoph Eschenbach auch als Liedbegleiter, Kammermusiker und Förderer junger Talente tätig und gilt mit seiner Kreativität und seiner unerschöpflichen Energie als einer der besten Musiker unserer Zeit. Für seine Verdienste wurde Christoph Eschenbach vielfach ausgezeichnet, darunter mit dem Orden der französischen Légion d'honneur, dem Bundesverdienstkreuz für außerordentliche Leistungen als Dirigent und Pianist sowie im Jahr 2006 mit dem Titel "Commandeur dans l'Ordre des Arts et des Lettres".

Daniel Müller-Schott ist es in wenigen Jahren gelungen, sich auf den bedeutenden Konzertpodien der Welt zu etablieren, und er begeistert das Publikum mit technischer Brillanz und Souveränität sowie seinem großen intellektuellen und emotionalen Esprit. International Furore machte Müller-Schott bereits in jungen Jahren, als er im Alter von fünfzehn Jahren den ersten Preis beim Moskauer Tschaikowski-Wettbewerb gewann. Als Stipendiat genoss er die persönliche Förderung und Unterstützung von Anne-Sophie Mutter innerhalb ihrer Stiftung. Mittlerweile konzertiert er weltweit mit allen bedeutenden Orchestern und Dirigenten. Darüber hinaus ist er gern gesehener Gast bei den Musikfestivals in Salzburg, Luzern, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern oder Schwetzingen.

Leonard Bernstein war der künstlerische Schirmherr und Ideengeber, dem es zu verdanken ist, dass 1987 im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals eine Orchesterakademie entstand, wie sie bis dahin in Europa ohne Beispiel war. Nach dem Vorbild des amerikanischen Tanglewood Festival schuf Bernstein in Deutschland eine Ausbildungsstätte für junge Orchestermusiker auf allerhöchstem Niveau. Für die Orchesterakademie wird jeden Sommer ein internationales Jugendorchester, das Festivalorchester, zusammengestellt: Über 100 jungen Musikern (Höchstalter 26 Jahre) aus aller Welt wird die Möglichkeit geboten, mit berühmten Dirigenten große Orchesterliteratur zu erarbeiten und aufzuführen. Die Werke werden in Registerproben unter Leitung erfahrener Dozenten aus führenden deutschen Kulturorchestern - z. B. von den Berliner Philharmonikern, den Münchner Philharmonikern, vom NDR Sinfonieorchester - vorstudiert und dann mit dem jeweiligen Dirigenten intensiv ausgearbeitet. Jeweils im Frühjahr werden in 30 Städten in Nord- und Südamerika, Asien, Europa sowie im Nahen Osten Probespiele durchgeführt. Erst nach dem Ende des letzten Probespiels entscheidet die Jury über die Zulassung der jungen Musiker zur Teilnahme an der Orchesterakademie. Nur die besten werden also eingeladen und dann auch beispielhaft gefördert: Sie genießen ein Stipendium, und anstelle eines Honorars übernimmt die Stiftung Schleswig-Holstein Musik Festival alle Kosten für Reise, Unterkunft und Verpflegung sowie für den Kammermusikunterricht.

Programm:

Peter Tschaikowski
Fantasie-Ouvertüre "Romeo und Julia"

Antonín Dvorák
Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104

Peter Tschaikowski
Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36

Christoph Eschenbach Dirigent
Daniel Müller-Schott Violoncello
Schleswig-Holstein Festival Orchester

Karten sind erhältlich in der Ticketcentrale im Kulturpalast am Altmarkt,
Mo bis Fr, 10 - 18 Uhr, Sa 10 - 13 Uhr, www.dresdnerphilharmonie.de

Termin:
Sa 21.06.2008, 19.30 Uhr
So 22.06.2008, 11.00 Uhr

Ort:
Festsaal im Kulturpalast am Altmarkt
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