Bio auf weiten Wegen

Internationale Strukturen bei biologischen Lebensmitteln machen diese nicht nur billiger, sondern auch anfälliger. Anfälliger für Skandale wie kürzlich die Kontaminierung von Bio-Geflügelfutter mit Dioxin

(lifePR) ( Vohburg, )
Biologische Lebensmittel sind zwischenzeitlich in vielen Einkaufskörben zu finden. Besonders Bioeier werden vom Verbraucher bevorzugt. Allerdings bevorzugt er auch billige Preise und löst damit gleich zwei Probleme aus: Da sich Bioeier in artgerechter bäuerlicher Haltung nicht zu Discounter­preisen herstellen lassen, werden immer größere Legehennen­­betriebe gebaut. Die Bio-Massentierhaltung schreitet voran. Darüber hinaus wird aus Kostengründen gerne auf günstige Futterangebote zurückgegriffen. Der Mais aus der Ukraine ist halt sehr viel günstiger als der oft geprüfte deutsche. Das heißt nicht, dass generell im Ausland geschlampt wird, aber die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Kontami­nierungen kommt, entweder durch unsachgemäße Verarbeitung oder auf langen Lieferwegen, ist groß. Dem kann mit weiteren Kontrollen zwar begegnet werden, aber sehr viel sinnvoller und dem Biogedanken sehr viel näher ist es, regionale Futtermittel zu verwenden. "Unsere Legehennen bekommen das von unseren Bauern selbst erzeugte Futter, was fehlt, wird möglichst in der Region bezogen. Diese traditionelle Haltung hat zwar ihren Preis, schlägt sich aber positiv in der Qualität der Bioeier nieder", so Walter Höhne, Vorstand der Biohennen AG. "Der Branche täte es gut, sich wieder auf alte Werte zu besinnen. Lebensmittelerzeugung mit Achtung vor dem Tier und regionalen Strukturen, statt reiner Wirtschaftlichkeit, sonst sind auch im Biobereich Lebensmittelskandale vorprogrammiert!"
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