Studienplatzausbau in den Studiengängen Soziale Arbeit und Kindheitspädagogik dringend notwendiger

Wohlfahrtspflege und Fakultätentag weisen Ministerium auf Fachkräftemangel hin

(lifePR) ( Stuttgart, )
Weil in der Sozialen Arbeit besonders in der Kinder- und Jugendhilfe und in den Kitas Fachkräfte fehlen, braucht es mehr Studien- und Ausbildungsplätze die für dieses Feld qualifizieren. Darauf weisen die Landesarbeitsgemeinschaft der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege (LAGÖFW) und der Fakultätentag Sozial- und Gesundheitswesen Baden-Württemberg hin.

In ihren Schreiben an Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, MdL, erinnern sie an die seit Jahren geäußerte Notwendigkeit, mehr Studienplätze bereit zu stellen. Ein Expertenhearing des Kommunalverbandes für Jugend und Soziales (KVJS) zu Jahresbeginn hat den bestehenden und zunehmenden Fachkräftemangel in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bestätigt.

Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg und 1. Vorsitzender der LAGÖFW, mahnt vor allem den Fachkräftemangel bei der Kindertagesbetreuung an. Gebaute Kitas können aufgrund des Fachkräftemangels an manchen Orten nur teilweise eröffnet werden und der Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz sei wegen fehlender Erzieherinnen und Kindheitspädagoginnen in Gefahr. Neben dem quantitativen Ausbau der Kitas ist auch die Qualitätssicherung weiterhin zu gewährleisten.

Für den Fakultätentag Sozial- und Gesundheitswesen Baden-Württemberg schreiben dessen Vorsitzende Prof. Dr. Norbert Collmar, Rektor der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg, und Prof. Dr. Rita Grimm,  Dekanin an der Hochschule Esslingen, dass im Wintersemester 2020/21 auf einen Studienplatz in diesen Bereichen bis zu  zehn Bewerbungen pro Studienplatz vorlagen.

Collmar berichtet von der Mitteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, dass es an einer „Landesstrategie zum Bedarf an Studienplatzkapazitäten im Bereich der Sozialen Arbeit“ arbeitet. Dafür bedankt er sich und fügt an: „Allerdings wünscht sich der Fakultätentag, dass die Arbeitsgeberseite (LAGÖFW) und der Fakultätentag einbezogen werden und der Studienplatzausbau zügig umgesetzt wird.“

Die Landesarbeitsgemeinschaft der öffentlichen und der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg (LAGÖFW) vertritt deren Arbeitgeberseite, zu ihr gehören unter anderen neben den Spitzenverbänden wie Diakonie und Caritas auch der Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) sowie der Städte- und Gemeindetag.

Zum Fakultätentag Sozial- und Gesundheitswesen Baden-Württemberg gehören die Evangelischen Hochschulen Ludwigsburg und Freiburg, die Hochschulen Esslingen, Mannheim und Ravensburg-Weingarten, die Katholische Hochschule Freiburg sowie von der  Dualen Hochschule Baden-Württemberg, die Stuttgarter Fakultät Sozialwesen.
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