50. Kirchengemeinde in Württemberg macht bei der Initiative "Faire Gemeinde" mit

Hiesiges Handeln hat Auswirkungen über den Tag und Ort hinaus

(lifePR) ( Stuttgart/Untergruppenbach, )
Ob Bewirtung mit regionalen Produkten oder das Vermeiden von Müll – viele Kirchengemeinden und diakonische Einrichtungen in Württemberg engagieren sich im fairen und ökologischen Bereich. Jetzt macht die 50. Kirchengemeinde bei der Initiative „Faire Gemeinde“ mit:

 

„Gott hat uns zur Bewahrung der Schöpfung und zur Solidarität mit seinen Geschöpfen aufgerufen“, begründet Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg, Landesstelle Brot für die Welt, das Engagement. „Durch weltweite Verflechtungen hat unser Handeln Auswirkungen über den Tag und den Ort hinaus.“

 

Die Evangelische Kirchengemeinde Untergruppenbach betreibt seit 1991 einen Weltladen in kirchlicher Trägerschaft, bezieht seit Jahren für alle kirchlichen Gebäude Ökostrom und bereitet sich derzeit für die Zertifizierung nach den Kriterien des „Grünen Gockel“ vor. Im Jahr 2007 beteiligte sich die Kirchengemeinde an der Aktion „1000 Gemeinde trinken fair“. „Da war es nur allzu logisch, sich für den Titel Faire Gemeinde zu bewerben“, sagt Klaus Lindmaier von der Kirchengemeinde.

 

Die Initiative „Faire Gemeinde“ würdigt dieses Engagement, macht es öffentlich und regt zum Nachdenken über den eigenen Konsum an. Ziel ist ein Umdenken in den Kirchengemeinden hin zu einer Entscheidung für faire und/oder regionale Produkte. Wenn Kirchengemeinden fair handeln, zeigen sie Solidarität mit den Menschen weltweit und helfen bei der Bewahrung der Schöpfung. Mit ihrer Anmeldung zur „Fairen Gemeinde“ verpflichten sich Kirchengemeinden, innerhalb von zwei Jahren neben dem Angebot von fairem Kaffee und einem weiteren Produkt aus fairem Handel bei Veranstaltungen, mindestens drei Kriterien der „Fairen Gemeinde“ umzusetzen, zum Beispiel Müllvermeidung, Nutzen von Recyclingpapier oder Faire Geschenke. Zusätzlich führt die Gemeinde jährlich mindestens eine Bildungsveranstaltung zum Thema „Fair handeln bei uns und weltweit“ durch und informiert im Gemeindebrief und den lokalen Medien über die Teilnahme an der Initiative.

 

Nach Erfüllung der Kriterien werden die Kirchengemeinden mit einer Plakette als „Faire Gemeinde“ ausgezeichnet. Diese Plakette kann in der Kirche oder im Gemeindehaus angebracht werden und ist für zwei Jahre gültig. Danach kann die Kirchengemeinde die Verlängerung der Auszeichnung erhalten, indem sie zu den bisher gewählten Kriterien mindestens ein neues der „Fairen Gemeinde“ erfüllt.

 

Seit dem Start der Initiative im Dezember 2014 machen 50 Kirchengemeinden in ganz Württemberg mit, davon zwei katholische Gemeinden. 23 Kirchengemeinden haben bisher die Auszeichnung erhalten, acht davon die erste Verlängerung.

 

Die „Faire Gemeinde“ ist eine Initiative von Brot für die Welt in Kooperation mit dem Umweltbüro und dem Dienst für Mission, Ökumene und Entwicklung (DiMOE) der Evangelischen Landeskirche in Württemberg sowie dem Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. (DEAB).
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