Sonntag, 22. Oktober 2017


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Bundesweite Initiative zur Stärkung des Schulwanderns

Kassel, (lifePR) - Der Deutsche Wanderverband fordert: Schulwandertage, die tatsächlich raus in die Natur führen, sollen wieder ein fester Bestandteil des Lehrplans werden. Vor der Kultusministerkonferenz am 27. und 28. Mai 2010 in München appelliert der Deutsche Wanderverband (DWV) an die Kultusminister/-innen, die positiven Wirkungen des Wanderns stärker für die Bildungsarbeit an den Schulen zu nutzen. Dazu hat der Arbeitskreis Schulwandern im DWV ein Positionspapier herausgegeben.

"Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden unter Bewegungsmangel und wachsen naturfern auf. Wir wollen mit unserer Initiative vor allem die Schulwanderungen mit ihren wertvollen Wirkungen in das Bewusstsein der Kultusministerien und Pädagogen/-innen rücken. Und letztlich wollen wir auch die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Kinder und Jugendliche Lust auf Bewegung bekommen und im Sinne der 'Bildung für nachhaltige Entwicklung' an die Natur herangeführt werden", sagt Werner Mohr, Vizepräsident des Deutschen Wanderverbandes und Leiter des Arbeitskreises Schulwandern. Um seine Forderung zu verbreiten, hat der Deutsche Wanderverband zusammen mit seinen Landesverbänden im Mai 2010 alle Ministerpräsidenten und Kultusminister/-innen der Länder sowie die Bundesregierung angeschrieben. In diesen Schreiben und im "Positionspapier Schulwandern" stellen die deutschen Gebirgs- und Wandervereine die positiven Wirkungen des Wanderns dar und machen sich stark für einen Dialog zwischen den Wandervereinen und den Kultusbehörden.

Die Wandervereine wollen mit ihrer Initiative einerseits das Bewusstsein bei den Bildungspolitiker/-innen für den sinnvollen Einsatz von Schulwanderungen schaffen und andererseits konkrete Projekte zur Förderung von schulischen Aktivitäten in der Natur initiieren. Ein erstes positives Beispiel für die geplanten Kooperationen zwischen Kultusministerien und Wandervereinen gibt es in Nordrhein-Westfalen (NRW). Das NRW-Schulministerium, das Umweltministerium, die Natur- und Umweltschutz-Akademie des Landes und die Arbeitsgemeinschaft der Gebirgs- und Wandervereine NRW haben am 27.04.2010 einen Kooperationsvertrag zur Förderung des Schulwanderns unterzeichnet.

Nach Meinung des Deutschen Wanderverbandes geht der Trend in der Schule in Zeiten immer höherer Anforderungen und eines straffen Lehrplans in eine bedenkliche Richtung: Die von der Kultusministerkonferenz empfohlenen Wandertage werden häufig nicht mehr im ursprünglich gedachten Sinne genutzt. Lust und Spaß am Bewegen in der Natur sind vermittelbar, aber dafür braucht es Hilfestellungen, für die es derzeit wenig Raum in der Lehrerausbildung gibt.

Für den Deutschen Wanderverband vereinen Schulwanderungen als Teil der schulischen Bildungsangebote drei wesentliche Aspekte: Sie können einen wichtigen Beitrag für die Umweltbildung leisten, sie schaffen Bewegungsangebote, fördern damit einen gesunden Lebensstil und stärken das soziale Miteinander.

Der DWV, die Deutsche Wanderjugend und ihre Mitgliedsvereine haben bereits Angebote zum Thema Schulwandern, unter anderem im Projekt "Schulwandern - Starkmachen für mehr Bewegung und nachhaltige Naturerlebnisse", das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert wird. Schwerpunkte des Projektes sind Pilotschulungen im Bereich Schulwandern für Lehrende und die Entwicklung von Qualitätsstandards für Fortbildungen.

Das "Positionspapier Schulwandern" kann im Internet unter www.wanderverband.de heruntergeladen oder beim Deutschen Wanderverband per Mail bezogen werden - siehe Pressekontakt.
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