Freitag, 20. Oktober 2017


Neue DMSG-Broschüre: „1000 Gesichter – die Verläufe der MS, ihre Behandlung und Perspektive

Hannover, (lifePR) - Multiple Sklerose verläuft so individuell und vielseitig, dass für sie der Begriff "Krankheit der 1000 Gesichter" geprägt wurde: Mit der Broschüre "1000 Gesichter die Verläufe der MS, ihre Behandlung und Perspektive" legt der DMSG-Bundesverband eine Publikation vor, die sich mit den drei häufigsten Verlaufsformen sowie ihren therapeutischen Möglichkeiten beschäftigt und zugleich mit dem Vorurteil aufräumen will, für chronische Verläufe gäbe es keine Therapie.

Der Verlauf einer Multiplen Sklerose ist komplex, hochindividuell und lässt sich für den einzelnen an ihr Erkrankten nicht eindeutig vorhersagen. Zahlreiche Forscher arbeiten seit einigen Jahren verstärkt an der Entschlüsselung der Krankheit und sind große Schritte vorwärts gekommen auf dem Weg, die MS in all ihren Verläufen behandeln zu können. Zwar konnte bis heute keine eindeutige Erklärung für die Entstehung dieser Erkrankung des Zentralen Nervensystems gefunden werden. Doch zunehmend gelingt es, das Fortschreiten der MS aufzuhalten und ihre Symptome zu lindern. Diese Broschüre informiert über den aktuellen Wissensstand zu den 1000 Gesichtern der Multiplen Sklerose und den jeweiligen Behandlungsoptionen.

Welche typischen Merkmale kennzeichnen den schubförmigen, den primär chronisch progredienten und den sekundär chronisch progredienten Verlauf? Gibt es Faktoren, die auf einen eher günstigen oder eher ungünstigen Verlauf schließen lassen? Welche Kriterien sind für die Diagnose ausschlaggebend? Neben diesen Fragen, die in der Broschüre verständlich beantwortet werden, werden die vorhandenen Möglichkeiten einer immuntherapeutischen Behandlung für die verschiedenen Verläufe geschildert. Sie geht außerdem ein auf die symptomatische Therapie und die Rehabilitation, denen in jedem Krankheitsstadium ein hoher Stellenwert zukommt, die aber insbesondere bei den chronischen Verläufen von höchster Bedeutung sind.

Chancen wahrnehmen - auch bei chronischen Verlaufsformen der MS

Fünf MS-Erkrankte, die jeweils von einer der chronischen Formen betroffen sind, berichten über ihren Umgang mit den schwerwiegenden Auswirkungen auf ihren Alltag und nennen ihre Bewältigungsstrategien. Gerade ihre Aussagen ermutigen dazu, Chancen und Perspektiven anzunehmen, die sich auch für die chronischen Verläufe der MS anbieten.

Für die fachliche Begleitung bedankt sich der Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) bei Prof. Dr. med. Ralf Gold, Vorstandsmitglied im Ärztlichen Beirat und Prof. Dr. med. Thomas Henze, Mitglied im Ärztlichen Beirat des DMSG-Bundesverbandes. Ein weiterer Dank geht an die KKH-Allianz für die Übernahme der Layout- und Druckkosten im Rahmen der Projektförderung der Krankenkassen.

"1000 Gesichter - die Verläufe der MS, ihre Behandlung und Perspektive" kann im DMSG-Online-Shop unter www.dmsg.de und in den Geschäftsstellen der Landesverbände bestellt werden.
Diese Pressemitteilung posten:

Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Der DMSG-Bundesverband e.V., 1952/1953 als Zusammenschluss medizinischer Fachleute gegründet, vertritt die Belange Multiple Sklerose Erkrankter und organisiert deren sozialmedizinische Nachsorge.

Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft mit Bundesverband, 16 Landesverbänden und derzeit 910 örtlichen Kontaktgruppen ist eine starke Gemeinschaft von MS-Erkrankten, ihren Angehörigen, 4.057 engagierten ehrenamtlichen Helfern und 250 hauptberuflichen Mitarbeitern. Insgesamt hat die DMSG 46.000 Mitglieder.

Mit ihren umfangreichen Dienstleistungen und Angeboten ist sie heute Selbsthilfe- und Fachverband zugleich, aber auch die Interessenvertretung MS-Erkrankter in Deutschland. Schirmherr des DMSG-Bundesverbandes ist Bundespräsident Christian Wulff.

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems (Gehirn und Rückenmark), die zu Störungen der Bewegungen, der Sinnesempfindungen und auch zur Beeinträchtigung von Sinnesorganen führt.

In Deutschland leiden rund 130.000 Menschen an MS. Trotz intensiver Forschungen ist die Ursache der Krankheit nicht genau bekannt.

MS ist keine Erbkrankheit, allerdings spielt offenbar genetische Veranlagung eine Rolle. Zudem wird angenommen, dass Infekte in Kindheit und früher Jugend für die spätere Krankheitsentwicklung bedeutsam sind. Welche anderen Faktoren zum Auftreten der MS beitragen, ist ungewiss. Die Krankheit kann jedoch heute im Frühstadium günstig beeinflusst werden. Weltweit sind schätzungsweise 2,5 Millionen Menschen an MS erkrankt.

Weitere Pressemitteilungen dieses Herausgebers

Disclaimer