Freitag, 20. Oktober 2017


Bundesvorstand der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft neu aufgestellt

In der diesjährigen Mitgliederversammlung des DMSG-Bundesverbandes ist die renommierte MS-Expertin Prof. Dr. med. Judith Haas, langjähriges Vorstandsmitglied im Ärztlichen Beirat, zur neuen Vorsitzenden gewählt worden

Hannover, (lifePR) - Seit über 20 Jahren engagiert sich Prof. Judith Haas ehrenamtlich in diversen Gremien der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft.
Turnusgemäß standen bei der Mitgliederversammlung des DMSG-Bundesverbandes in Berlin Wahlen der Mitglieder für den Geschäftsführenden Vorstand auf dem Programm. Die neue Vorsitzende Prof. Dr. med. Judith Haas leitet seit 20 Jahren eines der größten Zentren für Multiple Sklerose am Jüdischen Krankenhaus in Berlin und begleitet die DMSG seit mehr als zwei Jahrzehnten mit ihrem professionellem Rat und ihrer großen Erfahrung aus der Praxis. Es ist ihr ein persönliches Anliegen, mehr Verständnis für Menschen mit MS in der Öffentlichkeit zu generieren:

"Ich sehe es als eine große Herausforderung, das Leben der MS-Erkrankten in Deutschland weiter zu verbessern und mehr Menschen zu gewinnen, sich in der DMSG zu engagieren. Ein ganz vorrangiges Ziel meiner Arbeit aber wird sein, durch neue Fundraising-Programme und Öffentlichkeitsarbeit die MS Forschung zu unterstützen und damit Antworten auf die ungelösten Fragen der fortschreitenden Behinderung im Verlauf der MS zu finden.“

Als neu gewählter Stellvertreter steht ihr ein weiterer renommierter MS-Experte zur Seite: Dr. med. Dieter Pöhlau ist Chefarzt einer neurologischen Akutklinik an der Schulungen für Pflegedienste und MS-Schwestern durchgeführt werden und engagiert sich seit anderthalb Jahrzehnten ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen der DMSG. Zu nennen sind hier der Ärztliche Beirat, der Beisitz im Geschäftsführenden Bundesvorstand und die wissenschaftliche Begleitgruppe des MS-Registers. Den weiteren Ausbau des MS-Registers und sektorenübergreifende Versorgungsangebote für MS-Erkrankte sieht er als zukunftsweisende Aufgaben der DMSG.

Neues Gesicht im Vorstand ist der stellvertretende Vorsitzende Gerhard Thümler. Der Sparkassen-Betriebswirt war bislang Schatzmeister beim DMSG-Landesverband Niedersachsen und hat auch in seiner Funktion als Geschäftsführer des IT-Dienstleiters für Sparkassen, Landesbanken und Bausparkassen in diversen Gremien der Deutschen Sparkassenorganisation die Strukturen und Probleme länderübergreifender Verbände kennengelernt.
Zum neuen Schatzmeister gewählt wurde Dr. Dierk Mattik. Der Jurist, der bis 1994 als Richter am Oberlandesgericht Hamburg und später als Hauptgeschäftsführer des Deutschen Anwaltvereins tätig war, gibt den Vorsitz im DMSG-Landesverband Hamburg im Frühjahr ab und will seine Kompetenzen künftig im Bundesvorstand einsetzen.

Die langjährige Vorsitzende des Bundesbeirates MS-Erkrankter, Dr. med. Edeltraud Faßhauer, die selbst an MS erkrankt ist, wurde in ihrem Amt bestätigt. Die Ärztin im Ruhestand ist seit Juli 2012 als Patientenvertreterin für den Gemeinsamen Bundesauschuss (G-BA) akkreditiert und vertritt die Interessen von Menschen mit MS auch im Ärztlichen Beirat des DMSG-Bundesverbandes. Verstärkung erhält sie künftig durch die zweite Beisitzerin, Prof. Dr. Cornelia Bormann aus Bremen, die ebenfalls an MS erkrankt ist und bis Ende 2013 eine Professur für Gesundheitswissenschaften an der FH Bielefeld innehatte.

BU: Der neu aufgestellte Geschäftsführende Vorstand (von links): Die Vorsitzende Prof. Dr. med. Judith Haas, Stellvertreter Gerhard Thümler, Stellvertreter Dr. med. Dieter Pöhlau, Schatzmeister Dr. Dierk Mattik, Beisitzerin Dr. med. Edeltraud Faßhauer und Beisitzerin Prof. Dr. Cornelia Bormann
Diese Pressemitteilung posten:

Website Promotion

Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Der DMSG-Bundesverband e.V., 1952/1953 als Zusammenschluss medizinischer Fachleute gegründet, vertritt die Belange Multiple Sklerose Erkrankter und organisiert deren sozialmedizinische Nachsorge.

Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft mit Bundesverband, 16 Landesverbänden und derzeit 900 örtlichen Kontaktgruppen ist eine starke Gemeinschaft von MS-Erkrankten, ihren Angehörigen, 4.230 engagierten ehrenamtlichen Helfern und 245 hauptberuflichen Mitarbeitern. Insgesamt hat die DMSG rund 45.000 Mitglieder.

Mit ihren umfangreichen Dienstleistungen und Angeboten ist sie heute Selbsthilfe- und Fachverband zugleich, aber auch die Interessenvertretung MS-Erkrankter in Deutschland. Schirmherr des DMSG-Bundesverbandes ist Christian Wulff, Bundespräsident a.D.

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems (Gehirn und Rückenmark), die zu Störungen der Bewegungen, der Sinnesempfindungen und auch zur Beeinträchtigung von Sinnesorganen führt. In Deutschland leiden nach neuesten Zahlen des Bundesversicherungsamtes mehr als 200.000 Menschen an MS. Trotz intensiver Forschungen ist die Ursache der Krankheit nicht genau bekannt.

MS ist keine Erbkrankheit, allerdings spielt offenbar eine genetische Veranlagung eine Rolle. Zudem wird angenommen, dass Infekte in Kindheit und früher Jugend für die spätere Krankheitsentwicklung bedeutsam sind. Welche anderen Faktoren zum Auftreten der MS beitragen, ist ungewiss. Die Krankheit kann jedoch heute im Frühstadium günstig beeinflusst werden. Weltweit sind schätzungsweise 2,5 Millionen Menschen an MS erkrankt.

Weitere Pressemitteilungen dieses Herausgebers

Disclaimer