Kindesmissbrauch ist kein soziales Phänomen

Deutsche Lebensbrücke warnt vor Schubladendenken

Kind auf der Couch unter Kissen versteckt. Foto: ambermb
(lifePR) ( München, )
„Das Ergebnis der Sonderauswertung ist erschreckend – aber nicht überraschend.“ So kommentiert Petra Windisch de Lates, Vorstandsvorsitzende der privaten Hilfsorganisation Deutsche Lebensbrücke, die gestern veröffentlichten Zahlen der polizeilichen Kriminalstatistik, die einen deutlichen Anstieg von Kindesmissbrauch seit Beginn der Corona-Krise ausweisen.

Kindesmissbrauch ist nicht schichtspezifisch!
Die Deutsche Lebensbrücke warnt schon seit Beginn der Corona-Krise davor, dass die Belastung durch Homeoffice, Homeschooling und geschlossene Kindertagesstätten zur Eskalation von häuslicher Gewalt führen kann. „Wir haben immer betont, dass man diese Gefahr nicht auf Familien in prekären finanziellen und sozialen Situationen reduzieren kann“, so Windisch de Lates. Diese Warnung hat sich durch diese Statistik-Auswertung bestätigt. „Natürlich leiden Kinder in prekären Lebensverhältnissen besonders unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Zum Beispiel, wenn ihnen die Voraussetzung für ein effektives Lernen zuhause fehlen, sei es ein ungestörter Arbeitsplatz, die nötige Hardware und/oder Unterstützung der Eltern.“ Diese Situation ist der Deutschen Lebensbrücke aufgrund ihres Engagements in den Frühstücksklubs in Grundschulen bekannt, und hier hat die Hilfsorganisation vor allem in Form von gespendeten Tablet-Computern geholfen. „Aber die Nachteile dieser Kinder sind gesellschaftlich bzw. politisch bedingt. Kindesmissbrauch und Missbrauch Schutzbefohlener haben ihre Ursachen in persönlichen und familiären Situationen. Und davon sind Kinder mit unterschiedlichsten sozialen und kulturellen Hintergründen betroffen. Die einzige Gemeinsamkeit besteht in der Verschärfung durch die coronabedingten Restriktionen der Lebensumstände.“

Kinder- und Jugendeinrichtungen JETZT öffnen
Windisch de Lates fordert daher die umgehende Ausweitung bzw. Öffnung von Betreuungsangeboten für Kinder und Jugendliche. „Kinder und Jugendliche müssen die Möglichkeit haben, auszuweichen. Psychisch und räumlich. Das ist der erste Schritt. Dafür muss dringend Geld in die Hand genommen werden, um ein flächendeckendes Angebot zu ermöglichen, und zwar mit geschultem Fachpersonal.“
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