Dachdecker Verband Nordrhein: Grün ganz oben

Gute Argumente für die Begrünung des Daches

Mit einer Begrünung und Flächenentsiegelung integriert sich ein Gebäude harmonisch in sein Umfeld (lifePR) ( Düsseldorf, )
Immer dichter wird die Bebauung - auch in ländlichen Regionen. Dadurch nimmt die Flächenversiegelung mmer weiter zu. Nach Angaben des Umweltbundesamtes sind die Hälfte der Siedlungs- und Verkehrsflächen in Deutschland bereits versiegelt. Das entspricht 1/16 der gesamten Landflächen der Bundesrepublik. Auch das ist ein Grund für die Schaffung von Ausgleichsflächen - auf dem Dach. Die Dachbegrünung schafft Mini-Biotope auf sonst bebauten (=versiegelten) Flächen.

Doch das ist nicht der einzige Aspekt, der für die Dachbegrünung von einem hierfür qualifizierten Dachdeckerbetrieb spricht. Ein begrüntes Dach bietet den Bewohnern des Hauses zahlreiche Vorteile. Da für die Begrünung eine Substratschicht notwendig ist, erhöht das die Masse des Daches. Diese große Masse durch die Begrünung ist ein ausgezeichneter Schallschutz. So können einerseits bei geräuschintensiven gewerblichen Gebäuden die Schallemissionen nach außen deutlich reduziert werden. Umgekehrt können z. B. in Einflugschneisen begrünte Dächer für die Bewohner eine gute zusätzliche Schallschutzmaßnahme bedeuten.

Gründächer sind nicht nur gut für das Klima der Umwelt. Sie beeinflussen auch das Wohnklima positiv. Die begrünte Fläche verhindert eine direkte Sonneneinstrahlung auf die Dachfläche. Dies reduziert den Temperaturanstieg in den Räumen unmittelbar unter der Dachfläche. Da das Pflanzsubstrat, also die Schicht, in der die Bepflanzung wurzelt, Feuchtigkeit speichert, führt dies bei Erwärmung und Sonneneinstrahlung zu Verdunstungskälte. Das Gründach wirkt also wie eine Klimaanlage für das Haus.

Die Begrünung ist grundsätzlich bei geneigten oder flachen Dächern möglich. An erster Stelle der Planung steht die Freigabe durch den Statiker, der neben der zusätzlichen Last der Begrünung und der Wasserspeicherung in der Substratschicht auch die Schneelasten mit berücksichtigen muss. Denn auch bei einem geneigten Dach wird nach der Begrünung kein Schnee mehr abrutschen.

Selbst für begnadete Hobbygärtner ist die Dachbegrünung aber ein Tabu. Nur der richtige Aufbau der einzelnen Schichten kann zuverlässig verhindern, dass Wurzeln die Dachhaut durchdringen und zu enormen Feuchtigkeitsschäden führen. Zur fachgerechten Begrünung gehört darüber hinaus das Wissen, welche Pflanzen hierfür geeignet sind. Bei der extensiven Begrünung beschränkt sich die Bepflanzung auf niedrige, bodendeckende Pflanzen. Aber auch eine intensive Begrünung ist durch den Dachdecker-Innungsbetrieb möglich. So können auf Büro- und Verwaltungsgebäuden ganze Parklandschaften, sogar mit Teichanlagen, entstehen. Und in zahlreichen Kommunen genießen begrünte Dächer bei der Berechnung der Gebühr für die Oberflächenentwässerung spürbare finanzielle Vorteile.

Wichtig ist in jedem Fall, bereits im Planungsstadium einen erfahrenen Dachdeckerbetrieb hinzu zu ziehen. Bei der Suche nach entsprechenden Fachbetrieben in der Nähe hilft die regionale Dachdeckerinnung oder der Blick ins Internet unter www.dachdecker-verband-nr.de
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