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Cité Foch

Von der veralteten Siedlung zum grünen, neuen Wohnquartier

(lifePR) (Hamburg, )
Die Cité Foch im Berliner Bezirk Reinickendorf, ursprünglich zwischen 1952 und 1976 als Wohnsiedlung für die französischen Streitkräfte und ihre Familien errichtet, wird derzeit von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) umfassend revitalisiert. Mit insgesamt rund 600 Neubauwohnungen soll das ca. 47 ha große Areal zu einem modernen, nachhaltigen Wohnquartier weiter­entwickelt werden. Eine wichtige Rolle spielen dabei nachhaltige Bauweisen – mit dem dreidimensionalen, seriellen Bauen als Zugpferd: ALHO hat in der Cité Foch in zwei Bauabschnitten 11 Neubauten mit insgesamt 180 Wohneinheiten realisiert.  Ein Gebäude wurde in ALHO Holzhybrid-Bauweise errichtet, bei der „grüner“ Stahl zusammen mit heimischem Holz für die Module verwendet wird.

Moderne Wohngebäude machen das Quartier zukunftsfähig

Die Neubauten in der Cité Foch sind größtenteils in modularer Bauweise entstanden, was eine zügige Realisierung ermöglicht und gleichzeitig Schmutzbelastung und Baustellenlärm reduziert. Die Wohnungen sind primär für Bundesbedienstete vorgesehen, nicht belegte Einheiten werden zu vergleichbaren Konditionen auf dem freien Markt angeboten.

Mit ALHO hat die BImA bis Ende 2025 elf Wohngebäude realisiert, die insgesamt 180 Wohneinheiten beherbergen. In der Raumfabrik in Friesenhagen fertigte das Unternehmen dafür 439 Module vor, die vor Ort in Rekordbauzeit (2023 bis 2025) zu 15.593 m2 Wohnfläche montiert und ausgebaut wurden.

Architektonische Vielfalt: Die ALHO Gebäudetypen in der Cité Foch

Architektin Andrea Zickhardt von Holzer Kobler Architekturen freut sich: „Wir sind sehr stolz auf das Projekt Cité Foch. Dank der hohen Flexibilität des ALHO Bausystems konnten wir passgenaue Wohnungstypen für die elf Gebäude entwickeln. Das war uns sehr wichtig, weil wir den Menschen, die hier später wohnen, möglichst flexible, zu ihnen und ihrer Lebenssituation passende Wohnungen anbieten wollen.“

ALHO Hybridbauweise mit grünem Stahl

Besonders innovativ ist das Holzhybrid-Modulgebäude in der Siedlung: „Die Klimaveränderungen erfordern ein neues Umweltbewusstsein – auch und vor allem beim Bauen. Darum betreten wir mit dem Pilotprojekt in Grünstahl-Holz-Hybridbauweise bewusst Neuland“, sagt Gabriela Ostermann, Leiterin der BImA Hauptstelle in Berlin. „Als BImA sehen wir uns in einer Vorbildfunktion und gehen davon aus, dass wir anderen Wohnungsunternehmen damit Mut machen, offen für neue, klimafreundliche Wege zu sein.“

Warum ist das Bauen mit ALHO besonders nachhaltig?

Stahl ermöglicht filigrane und dennoch sehr tragfähige Raumtragwerke. ALHO verwendet zudem sogenannten grünen Stahl, der emissionsarm im Lichtbogen-Verfahren erzeugt wird und die Ökobilanz der ohnehin schon nachhaltigen Stahl-Modulbauweise weiter optimiert.

Bei der ALHO Holz-Hybridbauweise kommt neben Stahl auch Holz zum Einsatz, das als nachwachsender Rohstoff große Mengen CO2 speichert, die dauerhaft im Baustoff und damit in den Gebäuden gebunden bleiben. Darauf geht Christoph Zielinski, Leiter Geschosswohnungsbau bei ALHO ein: „Holz verbauen wir bei den Cité Foch Gebäuden in allen Decken, Wänden und in Böden, nur nicht im Boden der Erdgeschosse. Warum? Hier nutzen wir die Vorteile des Stahls, um in Bodennähe einen besseren Feuchteschutz zu erhalten und alle Eingänge barrierefrei gestalten können.”

Modulbauweise sorgt für mehr Akzeptanz bei der Nachverdichtung

Ein weiterer Vorteil ist der hohe Vorfertigungsgrad der Module, der eine bis zu 70% schnellere Bauzeit vor Ort ermöglicht –verbunden mit der leisen und sauberen Montage der Gebäude.

Auch sind die Betriebs- und Lebenszykluskosten im Modulbau meist günstiger, da geringere Energiekosten und niedrigere Wartungskosten zu einer besseren Gesamtwirtschaftlichkeit führen. Und: Modulgebäude können einfacher umgebaut oder erweitert werden, was die Anpassungsfähigkeit im Lebenszyklus erhöht.

Lichtdurchflutete Bauten für Familien, Paare und Senioren

Die Wohnungsgrundrisse in den ALHO Gebäuden der Cité Foch sind bei nahezu allen Gebäudetypen zu zwei Fassaden hin ausgerichtet. Durch bodentiefe Fenster ist eine sehr gute Belichtung der jeweiligen Wohn- und Schlafräume garantiert.

Die zentrale Anlagentechnik in den Gebäuden wird mit regionaler Fernwärme betrieben, der Strom dafür mit Hilfe erneuerbarer Energien erzeugt.
Die Warmwasserbereitung erfolgt energiesparend und dezentral über Wohnungsübergabestationen. Außerdem erhalten die Gebäude pflegeleichte, extensive Gründächer. Diese wirken der Flächenversiegelung entgegen, fördern Biodiversität und tragen zu einem angenehmen Wohnklima, sowie zur Entlastung des städtischen Abwassersystems bei.

Begegnung, Offenheit und Austausch: Die Außenanlagen der Cité Foch

„Als ehemaliger Wohnstandort der französischen Alliierten in Berlin-Reinickendorf besitzt die Cité Foch ein besonderes Flair, das wir unbedingt erhalten wollen“, erklärt Gabriela Ostermann. Ein neuer Park mit Renaturierung eines bestehenden Wasserlaufs sorgt für viel Lebensqualität und betont den grünen Charakter der Siedlung.
„Wir haben die Häuser unterschiedlich zueinander versetzt, angeordnet, verdreht. Dadurch entstehen unterschiedliche Zwischenbereiche, Innenhöfe, Grünzonen, als Begegnungszone dienen sollen.”

Fazit: Die modulare Wohnbebauung in der Cité Foch zeigt eindrucksvoll, wie serielles Bauen heute funktionieren kann: schnell, nachhaltig und städtebaulich hochwertig. Für Kommunen mit Wohnraumbedarf und Flächenpotenzial ist das Projekt ein Best-Practice-Beispiel – und ein starkes Argument für neue Wege im Wohnungsbau.

Text: Iris Darstein-Ebner, architekturkontext Stuttgart

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