Kontakt
QR-Code für die aktuelle URL

Pressemitteilung Box-ID: 876444

Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart e. V. Strombergstraße 11 70188 Stuttgart, Deutschland http://www.caritas-rottenburg-stuttgart.de
Ansprechpartner:in Frau Eva-Maria Bolay +49 711 26331288

Langzeitarbeitslose nicht aus dem Blick verlieren

Caritas begrüßt die Absichtserklärung der Ampelkoalition, das Teilhabechancengesetz zu entfristen

(lifePR) ( Freiburg / Stuttgart, )
Die Caritas Baden-Württemberg verweist darauf, dass in der Corona-Zeit die Anzahl Langzeitarbeitsloser innerhalb eines Jahres stark gestiegen ist. Unter den aktuellen Gegebenheiten ist es für diese Personengruppe besonders schwierig, überhaupt noch eine Chance auf einen Arbeitsplatz zu bekommen. Aus Sicht des katholischen Wohlfahrtsverbandes braucht es deshalb eine sozial gestaltete Arbeitsmarktpolitik. Bei einem Online-Fachgespräch der Caritas am Freitag (26.11.) forderten Expertinnen und Experten von der Politik, Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine nachhaltige Arbeitsmarktintegration und gesellschaftliche Teilhabe besonders für langzeitarbeitslose Frauen und Männer ermöglichen. Schon vor der Coronakrise hatten diese Menschen zu wenig Teilhabemöglichkeiten in der Gesellschaft. Sie und ihre Familien leben in einem „Dauerlockdown“.

Eine Integration in den Arbeitsmarkt ist nach Auffassung der Caritas dann erfolgreich, wenn sie passgenau und individuell gestaltet werden kann. Dafür ist das Teilhabechancengesetz ein gutes Instrument, das sich bewährt hat. Denn es ermöglicht neben der Teilhabe am Arbeitsleben eine ganzheitliche Betreuung und Begleitung der einzelnen Person. Allerdings ist das Gesetz, das 2019 in Kraft getreten ist, befristet, es läuft Ende 2024 aus. Die Caritas begrüßt deshalb, dass die künftigen Berliner Regierungsparteien in ihrem Koalitionsvertrag das Teilhabechancengesetz entfristen und weiterentwickeln wollen. Reformvorschläge dafür hat die Caritas parat. Begleitendes Coaching und aufsuchende Sozialarbeit sollen außerdem künftig laut Koalitionsvertrag als Regelinstrumente im Gesetz aufgenommen werden. Aus Sicht der Caritas müssen derartige längerfristige Förderinstrumente unbedingt dauerhaft gesetzlich verankert werden.

In der Praxis zeigt sich, dass nicht alle Langzeitarbeitslosen eine realistische Aussicht auf einen Arbeitsplatz haben. Diese Menschen benötigen Angebote, die sie stabilisieren, sowie Beschäftigungsformen, die auf ihre persönliche Situation zugeschnitten sind. Spezielle Beschäftigungsbetriebe erfüllen hier eine wesentliche gesellschaftliche Aufgabe. Sie ermöglichen die soziale und gesellschaftliche Teilhabe. In der Krise hat sich gezeigt, dass diese niedrigschwelligen Angebote für benachteiligte Menschen eine besondere Bedeutung haben. Damit entsprechende Einrichtungen und Dienste eine solche Unterstützung verlässlich anbieten und neue Arbeitsfelder in diesem Bereich entwickeln können, brauchen sie nach Auffassung der Caritas eine gezielte Förderung und stabile gesetzliche Rahmenbedingungen.

Angesichts der ökologischen und digitalen Veränderungsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft verbinden sich Zukunftschancen, aber auch Herausforderungen. Im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie, die parallel dazu bewältigt werden müssen, darf unter dem Motto „Mehr Fortschritt wagen“, mit dem das „Bündnis für Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit“ der künftigen Regierungskoalition in Berlin überschrieben ist, niemand auf der Strecke bleiben. Vor allem langzeitarbeitslose Menschen dürften nicht aus dem Blick geraten, so die Caritas im Land.

Website Promotion

Website Promotion
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien. Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.
Wichtiger Hinweis:

Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die unn | UNITED NEWS NETWORK GmbH gestattet.

unn | UNITED NEWS NETWORK GmbH 2002–2022, Alle Rechte vorbehalten

Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien. Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.