Steuerzeichenbezug für Zigarren und Zigarillos laut Statistischem Bundesamt rückläufig

Klassische Zigarren und Zigarillos behaupten sich als Genussartikel in der Nische

(lifePR) ( Bonn, )
Das Statistische Bundesamt berichtet in seiner heutigen Pressemitteilung über den Absatz von Zigarren und Zigarillos im Kalenderjahr 2019. Demnach ist ein starker Rückgang von 12,1 % auf ein Volumen von 2,7 Mrd. Stück gegenüber 3,0 Mrd. Stück in 2018 zu verzeichnen.

Der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Zigarrenindustrie (BdZ), Bodo Mehrlein, der die Interessen der mittelständisch strukturierten Hersteller, Importeure und Vertreiber von Zigarren und Zigarillos in Deutschland vertritt, erläutert, dass diese Ausschläge in der Versteuerungsstatistik ausschließlich geprägt sind durch die Entwicklung bei den niedrigpreisigen Eco-Zigarillos. Dieses Segment wurde durch verschiedene finanzpolitische Maßnahmen - dazu gehören unter anderem die Einführung bzw. die Erhöhung der Mindeststeuer sowie die Änderung der Produktdefinition – seit 2007 mehr als halbiert. Auch muss bei der Bewertung der Zahlen berücksichtigt werden, dass es im Kalenderjahr 2018 noch einen Zuwachs von 6,5% gegeben hatte.

Der traditionelle Markt klassischer Zigarren- und Zigarilloprodukte, der auf rund 1.1 Mrd. Stück geschätzt wird, zeigt seit vielen Jahren einen stabilen bis leicht rückläufigen Trend. Damit, so Bodo Mehrlein, behaupten sich diese Produkte in der Nische für anspruchsvolle Genießer.

Peter Wörmann, Vorsitzender des BdZ und selbst Zigarrenhersteller, beschreibt, dass klassische Zigarren und Zigarillos überwiegend von männlichen Konsumenten gehobenen Alters und nur gelegentlich geraucht werden. In Hinblick auf die strengen Regulierungen des gesamten Tabakmarktes fordert er Ausnahmen von weiteren Maßnahmen für das Kulturgut Zigarre/Zigarillo.

Weder gebe es bei diesem Produkt ein Problem mit dem Jugendschutz noch mit dem Schmuggel, was bei der globalen Betrachtung des gesamten Tabakmarktes allein für viele politische Entscheidungen maßgeblich ist und zu erheblichen Belastungen der mittelständisch geprägten deutschen Zigarrenindustrie führt.

 
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