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Pressemitteilung BoxID: 11756 (Bundesverband der Selbständigen/Deutscher Gewerbeverband e.V.)
  • Bundesverband der Selbständigen/Deutscher Gewerbeverband e.V.
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Debatte um Hartz-IV-Erhöhung

100.000 Selbständige verdienen weniger als Hartz-IV-Empfänger

(lifePR) (Berlin, ) In der Debatte um die Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze weist die Präsidentin des Bundesverbands der Selbständigen (BDS), Dorothea Störr-Ritter, auf die hohe Zahl gering verdienender Selbständiger hin und kritisiert die Schieflage in der Diskussion: "Die Politiker aller Parteien überbieten sich täglich in ihren Vorschlägen, die Hartz-IV-Zuschüsse zu erhöhen, so als ob nicht die Leistungsträger der Gesellschaft dies finanzieren müssten. Zudem machen sie damit auch Selbständigkeit unattraktiver. Denn mit Miete- und Heizkostenerstattung, Krankenkasse und Regelsatz kommen erwachsene Hartz-IV-Empfänger auf eine Gegenleistung von rund 900 Euro. 100.000 Selbständige haben auch nicht mehr in der Tasche, sie müssen davon allerdings für ihr Alter vorsorgen und haben im Schnitt 59 Stunden pro Woche dafür gearbeitet."

"Während sich in der Diskussion um den Hartz-IV-Regelsatz die Politiker um die Leistungsempfänger kümmern, sorgt sich niemand um 'arme Selbständige'. Ein Muster, das wir schon von der Mindestlohndebatte her kennen. Dort hat es auch niemanden interessiert, dass 20 Prozent der Selbständigen weniger als 7,50 Euro pro Stunde verdienen. Natürlich ist Selbständigkeit eine grundsätzliche Lebensentscheidung, die sich rein ökonomischer Betrachtung entzieht. Die geringen Löhne vieler Selbständiger spiegeln aber die harten Marktverhältnisse wider. Durch niedrigere Sozialbeiträge und Bürokratiekosten könnte die Bundesregierung etwas daran ändern."