Samstag, 25. November 2017


Saisonaler Aufschwung führt zum Rückgang der Arbeitslosigkeit in Sachsen

#ArbeitsmarktSachsen - Der sächsische Arbeitsmarkt im August 2017

Nürnberg, (lifePR) - Die gute Auftragslage der sächsischen Wirtschaft führt zu einer weiterhin guten Lage auf dem Arbeitsmarkt 2017. Mit einer Arbeitslosenquote von 6,4 Prozent waren in Sachsen insgesamt 134.200 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das waren 3.800 weniger Menschen als im Juli und 16.800 weniger als vor einem Jahr. Damit ist die Arbeitslosigkeit wieder gesunken.

„Von Juli auf August ist die Arbeitslosigkeit wieder gesunken. Im August haben etwa 9.600 Menschen eine neue Arbeit aufgenommen und rund 2.000 Menschen haben mit ihrer schulischen oder beruflichen Ausbildung begonnen. Aber auch der Beginn von Weiterbildungslehrgängen und anderen Fördermaßnahmen hat zum Rückgang der Arbeitslosigkeit beigetragen.
Allein im August haben sich 7.700 Menschen entschieden, mit uns gemeinsam in ihre Fähigkeiten und Kompetenzen zu investieren. Damit helfen wir den Menschen künftig besser beruflich Fuß fassen zu können. Auch in den kommenden Wochen rechne ich mit einer weiter positiven Bewegung auf dem sächsischen Arbeitsmarkt, weil der Arbeitskräftebedarf im Zuge der bevorstehenden Herbstbelebung weiter zunimmt“, sagte Klaus-Peter Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Arbeitslosenzahl im August:      134.170
Arbeitslosenzahl im Vormonatsvergleich (137.927):      -3.757 oder -2,7 Prozent
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich (150.957):      -16.787 oder -11,1 Prozent
Arbeitslosenquote im August:      6,4 Prozent

Arbeitslosigkeit

Insgesamt waren im August in Sachsen 134.170 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat waren 3.757 (minus 2,7 Prozent) weniger und im Vergleich zum Vorjahresmonat 16.787 Menschen weniger arbeitslos (minus 11,1 Prozent). Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist vor allem auf die im August gestiegene Einstellungsbereitschaft der Wirtschaft, den Schul- und Ausbildungsbeginn zurückzuführen.

Im August wurden 29,2 Prozent aller Arbeitslosen (39.210) im Rechtskreis SGB III von einer Agentur für Arbeit und 70,8 Prozent (94.960) im Rechtskreis SGB II von einem Träger der Grundsicherung betreut. Im Vergleich zum Vormonat sind in den Arbeitsagenturen 1.277 weniger Frauen und Männer arbeitslos gemeldet und im Vergleich zum Vorjahr sind es 107 mehr Menschen. Dieser Anstieg im Vergleich zum August 2016 ist auf den statistischen Effekt zurückzuführen, dass seit Jahresbeginn die „Aufstocker“ (Menschen die Arbeitslosengeld I und Arbeitslosengeld II erhalten) von den Arbeitsagenturen unterstützt werden. Zuvor wurden sie statistisch den Jobcentern zugeordnet. In den Jobcentern hingegen ist die Arbeitslosigkeit zum Vormonat (minus 2.480) und im Vergleich zum Vorjahresmonat (minus 16.894) gesunken.

Die Arbeitslosenquote belief sich im August auf 6,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr sank sie um 0,7 Prozentpunkte. Die Arbeitslosenquote ausländischer Staatsbürger lag bei 22,2 Prozent, 3,5 Prozentpunkte unter dem Wert vom Vorjahresmonat.

Beschäftigung

Im Juni 2017 waren in Sachsen nach ersten Hochrechnungen rund 1,58 Millionen Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Mit einem Zuwachs von 27.400 Menschen hält der Beschäftigungsanstieg gegenüber dem Vorjahr an und liegt bei aktuell 1,8 Prozent.

Den kräftigsten Beschäftigungsaufbau gab es im Sozialwesen (plus 5.700) und dem Verarbeitenden Gewerbe (plus 3.100). In den Bereichen Erziehung und Unterricht (plus 2.300), Information und Kommunikation (plus 2.200), Gesundheitswesen (plus 2.200) sowie Handel, Instanthaltung, Rep. von Kfz (plus 2.200) sind deutlich mehr Menschen beschäftigt als vor einem Jahr. Einen kräftigen Beschäftigungsaufbau gab es weiterhin in der Zeitarbeit, dem Logistikbereich und in der Gastronomie.

Arbeitskräftenachfrage

Im August haben sächsische Betriebe insgesamt 9.694 freie Stellen gemeldet. Das waren 567 weniger Stellen als im Vormonat und 368 weniger als im August 2016.

Aktuell sind in den sächsischen Arbeitsagenturen und Jobcentern insgesamt 37.780 freie Stellen gemeldet. Damit liegt die Arbeitskräftenachfrage um 648 Stellen über dem Niveau des Vormonats und um 4.470 Stellen über der des Vorjahres. Damit erreicht die Einstellungsbereitschaft einen neuen Höchststand seit Beginn der Messung von Arbeitsstellen im Jahr 2000.

Die meisten freien Stellen sind im Bereich der Zeitarbeit (12.595) zu besetzen. Einen hohen Bedarf haben daneben Betriebe aus dem Verarbeitenden Gewerbe (4.989), dem Gesundheits- und Sozialwesen (3.375), dem Bereich Handel / Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (3.058), dem Baugewerbe (2.834) und den freiberuflichen, wissenschaftl. und techn. Dienstleistungen (1.791).

Diese und viele andere freie Stellen sind in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht und können mit der kostenfreien Smartphone-App (jobboerse) zu jeder Zeit, an jedem Ort abgerufen werden. In der Jobbörse sind aktuell über 67.000 freie Stellen von sächsischen Unternehmen veröffentlicht.

Unterbeschäftigung

Im August 2017 haben rund 51.400 Menschen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilgenommen. Viele wurden mit Weiterbildungen (9.865) gefördert, haben an Arbeitsgelegenheiten in der Grundsicherung (8.179) und an Aktivierungsmaßnahmen (6.572) teilgenommen oder wurden durch andere Institutionen unterstützt (11.185). Ein kleinerer Teil dieser Frauen und Männer stand aus anderen Gründen der Vermittlung nicht zur Verfügung und war deshalb nicht arbeitslos (zum Beispiel wegen Krankheit: 3.500). Damit lag die Zahl der Menschen, die dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung standen um rund 300 unter dem Niveau des Vormonats und um rund 600 über dem des Vorjahresmonats. Die Unterbeschäftigung – die Summe aus Arbeitslosen und Teilnehmern an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen – belief sich im August 2017 auf insgesamt 185.591 Personen. Das ist ein Rückgang im Vergleich zum August 2016 um 16.202 oder acht Prozent. Aktuell liegt der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung bei 72,3 Prozent. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag die Unterbeschäftigungsquote im August bei 8,7 Prozent.

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