Nach Ferienbeginn - Arbeitsmarkt entwickelt sich positiv

(lifePR) ( Plauen, )
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- Arbeitslosenzahl geht um 273 auf 12.293 zurück (Vorjahr: 13.420)
- Arbeitslosenquote sinkt von 7,4 auf 7,2 Prozent (Vorjahr: 7,9 Prozent)
- Arbeitskräftenachfrage weiter auf hohem Niveau
- 533 freie Ausbildungsstellen warten auf 484 Jugendliche


"Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Zwickau konnte im Juli trotz Ferienbeginn von einer positiven Entwicklung profitieren. Die Arbeitslosigkeit ging zurück und die Arbeitslosenquote liegt jetzt bei 7,2 Prozent", bilanziert Jan Wagner, Bereichsleiter in der Zwickauer Arbeitsagentur, beim Blick auf die aktuellen Arbeitsmarktdaten.

Die Arbeitskräftenachfrage bewegt sich weiter auf einem hohen Niveau. "Der Stellenanstieg im Vergleich zum Vormonat begründet sich insbesondere durch saisonale Ersatzbedarfe im Hinblick auf die Betriebsferien in einigen Unternehmen. Aktuell stehen über 2.100 Jobangebote zur Verfügung. Der hohe Stellenbestand ist ein Indiz für eine abwartende Haltung der Arbeitgeber, da vor allem ausgebildete Fachkräfte gesucht werden. Deshalb müssen wir alle Beschäftigungspotenziale nutzen und setzen nach wie vor auf Weiterbildung und Qualifizierung, um dem wachsenden Fachkräftebedarf entgegen zu wirken", so Wagner weiter.

Auf den ersten Blick stellt sich die Situation auf dem Zwickauer Ausbildungsmarkt recht ausgeglichen dar. "Aktuell stehen 533 freie Ausbildungsstellen noch 484 unversorgten Jugendlichen gegenüber. Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, möglichst vielen Bewerbern den direkten Weg in Ausbildung zu stellt Wagner heraus. "Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass Angebot und Nachfrage nicht immer zusammenpassen. Wer bis jetzt noch keine Lehrstelle gefunden hat, sollte sich mit Alternativen beschäftigen und den direkten Kontakt zu unserer Berufsberatung suchen."


Arbeitslosigkeit in den beiden Rechtskreisen

Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitieren beide Rechtskreise - den zahlenmäßig etwas höheren verzeichnet im Juli das Jobcenter Zwickau. 192 Frauen und Männer waren dort zum Ferienbeginn weniger arbeitslos (- 2,1 %).

In der Zwickauer Arbeitsagentur ging die Arbeitslosigkeit um 81 Personen bzw. 2,4 Prozent zurück.

Im Rechtskreis des SGB III waren damit im Juli 3.365 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 612 weniger als im Juli 2013. Im Rechtskreis SGB II 8.928 Arbeitslose, somit 515 weniger als im Vorjahr.

Zugänge in und Abgänge aus Arbeitslosigkeit

2.738 Personen meldeten sich im Juli neu oder erneut arbeitslos, 380 mehr als im Vormonat und 231 weniger als im Vorjahr. 760 von ihnen waren vor ihrer Arbeitslosmeldung auf dem ersten Arbeitsmarkt beschäftigt.

3.001 Frauen und Männer konnten im Juli ihre Arbeitslosigkeit beenden. Das sind 41 weniger als im Vormonat und 85 weniger als im Juli 2013. 949 von ihnen konnten eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt beginnen - 111 weniger als im Monat zuvor.

Langzeitarbeitslosigkeit

Im Agenturbezirk Zwickau sind derzeit 5.098 Arbeitslose länger als ein Jahr auf Jobsuche. Das entspricht einem Anteil von 41,5 Prozent an allen Arbeitslosen im Agenturbezirk. Im Vergleich zum Vormonat ging die Langzeitarbeitslosigkeit um 0,8 Prozent zurück. Im Vergleich zum Vorjahr sind aktuell 374 Langzeitarbeitslose mehr gemeldet.

Jugendliche

Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen ist im Juli um 31 auf 850 gesunken. Der Anteil der Jugendlichen an allen Arbeitslosen im Agenturbezirk beträgt 6,9 Prozent. Erfreulich gestaltet sich der Vergleich zum Vorjahr: Im Juli 2013 waren 232 Jugendliche mehr arbeitslos.

Ältere

Die Zahl älterer Arbeitsloser hat sich im Vergleich zum Vormonat ebenfalls verringert. Ende Juli waren 5.443 Frauen und Männer ab 50 Jahre arbeitslos - 98 weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl um 3,6 Prozent.

Stellenangebote

Bei den neu gemeldeten Arbeitsstellen konnte im letzten Monat ein leichter Zuwachs vermeldet werden. Durch den gemeinsamen Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter wurden 751 Jobangebote aufgenommen. Das waren 34 Jobs mehr als im Vormonat und 108 weniger als im Vorjahr.

2.168 Stellen - 52 weniger als im Juni - waren im Juli im Agenturbezirk registriert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat standen 581 Stellen mehr für die Vermittlung zur Verfügung.

Stellenangebote auf dem ersten Arbeitsmarkt gab es für fast alle Wirtschaftszweige. So wurden 370 Stellen für Zeitarbeit, 106 Stellen im Verarbeitenden Gewerbe, 48 Stellen im Gesundheits- und Sozialwesen und 44 Stellen im Baugewerbe gemeldet. Dazu kommen 36 Stellen im Handel, 27 Stellen im Verkehr- und Lagerwesen und 23 Stellen im Gastgewerbe.

Blick in die Geschäftsstellen

In den Geschäftsstellenbezirken der Zwickauer Arbeitsagentur stellt sich die Arbeitslosigkeit folgendermaßen dar: Die Arbeitslosenquote beträgt in Hohenstein-Ernstthal 6,6 Prozent und in Werdau 6,8 Prozent. Die Hauptagentur Zwickau vermeldet eine Arbeitslosenquote von 7,9 Prozent und die Glauchauer Geschäftsstelle 8,2 Prozent.

Unterbeschäftigung

Im Juli haben nach ersten Hochrechnungen über 4.600 Personen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, wie Weiterbildung, Praktika in Betrieben oder Beschäftigung in Arbeitsgelegenheiten, teilgenommen und damit den Arbeitsmarkt entlastet. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung - die Summe an Arbeitslosen und Teilnehmern in Maßnahmen - nach ersten Hochrechnungen auf 16.950. Damit liegt der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung bei 72,5 Prozent. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen - analog der Arbeitslosenquote - liegt die Unterbeschäftigungsquote für den Juli bei 9,7 Prozent (Vorjahr: 10,9 Prozent).

Ausbildungsmarkt

Seit Beginn des aktuellen Berufsberatungsjahres haben 1.503 Mädchen und Jungen bei der Zwickauer Arbeitsagentur um Unterstützung bei der Ausbildungssuche gebeten - 42 weniger als im Jahr zuvor. Ihnen gegenüber stehen 1.468 gemeldete Ausbildungsstellen - 56 weniger als im Vorjahr.

Derzeit haben 484 Jugendliche noch keinen Ausbildungsvertrag in der Hand - 46 mehr als im Jahr zuvor um diese Zeit. Zum Ende des Berichtsmonats gab es noch 533 unbesetzte Ausbildungsstellen; 42 Stellen mehr als im Vorjahresmonat.

Ausbildungschancen gibt es noch in vielen Bereichen. Schwerpunkte liegen insbesondere im Handel, der Gastronomie sowie im Maschinen- und Anlagenbau.
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