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In Chemnitz fehlen über 400 Bewerber - sie bleiben Mangelware

Arbeitsmarkt Chemnitz - Halbjahresbilanz auf dem Chemnitzer Ausbildungsmarkt

(lifePR) (Nürnberg, )
Von Oktober 2017 bis März 2018 haben in Chemnitz insgesamt rund 8.00 Jugendliche mit Unterstützung der Berufsberatung einen Ausbildungsplatz gesucht. Im gleichen Zeitraum haben die Chemnitzer Unternehmen über 1.200 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Von den bisher gemeldeten Ausbildungsstellen sind noch fast 900 frei. Damit stehen die Chancen für die rund 500 Jugendlichen, die noch keinen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben, recht gut.  

„Der Wettbewerb um die besten Ausbildungsbewerber verschärft sich. Schon heute fehlen rechnerisch über 400 junge Menschen, um die freien Lehrstellen besetzen zu können. Deshalb ist es wichtig, dass sich alle an einer Ausbildung interessierten jungen Menschen bei der Berufsberatung melden. Nur dann können wir die freien Lehrstellen passgenau vermitteln und helfen dabei, dass kein Jugendlicher leer ausgeht“, sagte Angelika Hugel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Chemnitz.  

Gemeldete Ausbildungsbewerber: 844
Ausbildungsbewerber im Vorjahresvergleich: -26 oder -3,0 Prozent
Gemeldete Berufsausbildungsstellen: 1.209
Berufsausbildungsstellen Vorjahresvergleich: +23 oder + 1,9 Prozent  

Das Ausbildungsjahr beginnt immer im Oktober eines Jahres. Seit Oktober 2017 haben sich in Chemnitz insgesamt 844 Mädchen und Jungen in der Berufsberatung der Agenturen für Arbeit gemeldet und bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz beraten lassen. Das sind 26 oder drei Prozent weniger als im letzten Jahr. Im gleichen Zeitraum wurden der Arbeitsagentur 1.209 Ausbildungsstellen gemeldet. Das sind 23 oder 1,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.  

Aktuell sind noch 457 Schüler auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Dem gegenüber stehen 881 freie Ausbildungsstellen. Damit gibt es rein rechnerisch für jeden Bewerber fast zwei freie Ausbildungsstellen.  

„Auch der Chemnitzer Ausbildungsmarkt ist von der Demografie betroffen. Die Zahl der jüngeren Menschen ist rückläufig und die steigende Studierneigung der Schüler fischen dem Ausbildungsmarkt wertvolle Bewerber ab. Gleichzeitig sind die Fachkräftebedarfe der Betriebe hoch und das führt zu einem Zuwachs an Ausbildungsstellen. Denn die Chemnitzer Unternehmer wissen: Ausbildung ist die Quelle für Fachkräfte“, erklärt Hugel.  

Auf dem Ausbildungsmarkt haben die Bewerber momentan die besten Karten. Sie können zwischen vielen Angeboten wählen, Betriebe hingegen müssen bei der Bewerberrekrutierung immer kreativer werden. Das ist für die Schüler gut, stellt die Betriebe aber vor Herausforderungen“, gibt Hugel zu bedenken. Die jungen Menschen sind gefordert, ihre Stärken, Fähigkeiten und Talente gegenüber den Betrieben besser zu präsentieren. Tugenden wie Belastbarkeit, Höflichkeit, Teamfähigkeit, Lernbereitschaft, Fleiß und Pünktlichkeit sind besonders wichtig.  

Jeder Jugendliche, der noch keine Ausbildung hat, sollte seinen Berufsberater bei der Suche nach einer Ausbildung einbinden. Denn für die Ausbildungsbewerber ist es nicht immer leicht, sich für den richtigen Beruf zu entscheiden. Die Berufsberater kennen den regionalen Arbeitsmarkt, aktuelle Trends, Berufe und deren Zukunftschancen. Das, kombiniert mit den Talenten und Interessen der Jugendlichen, bildet eine gute Grundlage bei der Berufswahl.  

Die Wunschberufe der Jugendlichen sind seit vielen Jahren unverändert. Mehr als jeder dritte Jugendliche entscheidet sich für einen TOP-Ten-Beruf. Dazu gehören die Berufe des Verkäufers, des Kaufmanns für Bürokommunikation, des Einzelhandelskaufmanns, des Kfz-Mechatronikers und des Mechatronikers. Auf den ersten zehn Plätzen der Wunschberufe befinden sich weiterhin der Industriemechaniker, die Fachkraft Lagerlogistik, der Fachinformatiker, der Fachlagerist und der Verwaltungsfachangestellte. Damit haben sich bisher 60,3 Prozent (509 Jugendliche) auf einen anderen der insgesamt 330 Ausbildungsberufe festgelegt.  

Dabei gibt es auch in vielen anderen Berufen recht gute Chancen auf eine Ausbildung. So stehen zum Beispiel für die Berufe Fleischereifachverkäufer, Verfahrensmechaniker, Stahlbetonbauer, Dachdecker, Mechatroniker und Versicherungskaufmann deutlich mehr freie Ausbildungsplätze zur Verfügung als es Bewerber dafür gibt.  

Deshalb sollten Jugendliche zu ihrem Wunschberuf auch Alternativen entwickeln. Oft liegt der Schlüssel für einen erfolgreichen Berufseinstieg direkt vor der Tür, zum Beispiel hinter einer ungewohnten Berufsbezeichnung oder in einem kleinen oder weniger bekannten Betrieb.  

Hintergrundinformationen:  

Bei der Berufsberatung in Chemnitz gibt es für Jugendliche Hilfe und Unterstützung rund um das Thema Ausbildung und Beruf. Über die Hotline der Bundesagentur für Arbeit können die Jugendlichen einen Termin mit ihrem Berufsberater vereinbaren – auch in Begleitung ihrer Eltern. Für Unternehmer stehen die Mitarbeiter des gemeinsamen Arbeitgeberservices der Chemnitzer Arbeitsagentur für Fragen rund um das Thema Ausbildungsstellen und Fördermöglichkeiten sehr gerne zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie unter www.dasbringtmichweiter.de oder unter der gebührenfreien Hotline 0800 4 5555 00 für Jugendliche und 0800 4 5555 20 für Arbeitgeber.

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