Samstag, 23. Juni 2018


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Fairer Kaffee in die Kirchen

Armutsbekämpfung durch Fairen Handel

Bonn / Stuttgart, (lifePR) - Zum Start der Fairen Woche vom 17. bis 30. September rufen „Brot für die Welt“ und der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) kirchliche und diakonische Einrichtungen auf, vermehrt fair gehandelten Kaffee auszuschenken.

Die beiden protestantischen Hilfswerke stellten zu Beginn der Fairen Woche am 17. September am Berliner Dom ihre gemeinsame Aktion „Fairer Kaffee in die Kirchen“ mit einer fairen Kaffeetafel und einer mit fair gehandelten Kaffeebohnen gefüllten „gläsernen Kirche“ vor. Eröffnet wurde die Kaffeetafel durch Prälat Stephan Reimers, dem Bevollmächtigten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland bei der Bundesrepublik Deutschland und der EU. „Kaffee-Erzeuger leben oft in bitterer Armut“, betonte Reimers, der Aufsichtsratsmitglied des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED) ist, bei der Eröffnung der Fairen Woche. Dass es auch anders gehe, mache der Faire Handel deutlich. Den kleinbäuerlichen Produzenten werde für ihre Erzeugnisse ein garantierter und fairer Mindestpreis gezahlt, der über dem oft ruinös niedrigen Weltmarktpreis liege. „Der Fairtrade-Preis berücksichtigt die tatsächlichen Produktionskosten und er verschafft den Erzeugern ein sicheres Einkommen“, so Reimers.

„Ich freue mich, dass die Evangelische Kirche in Deutschland und die kirchlichen Hilfswerke seit über 30 Jahren den Fairen Handel fördern. Jedes Jahr wird die Faire Woche erfolgreicher. Ein Ausdruck des Wunsches der Menschen nach mehr Gerechtigkeit im Welthandel“, so die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Heidemarie Wieczorek-Zeul in ihrem Grußwort vor dem Berliner Dom.

Aktion „Fairer Kaffee in die Kirchen“

2006 hat die Kaffeebranche 4,25 Milliarden Euro umgesetzt. Von diesem Geld kommt noch immer zu wenig bei den Kaffeekleinbauern in den Ländern des Südens an. Mit der Aktion „Fairer Kaffee in die Kirchen“ setzen sich der Evangelische Entwicklungsdienst und „Brot für die Welt“ dafür ein, die Handelsbedingungen für die benachteiligten Produzenten zu verbessern. Sie unterstützen diakonische und kirchliche Einrichtungen dabei, ihre Beschaffung auf fair gehandelte Produkte umzustellen.

„Wir alle tragen als Verbraucher Verantwortung für mehr Gerechtigkeit am Weltmarkt“, betont Cornelia Füllkrug-Weitzel, Direktorin von „Brot für die Welt“. „Kirchlichen und diakonischen Einrichtungen kommt hier nicht nur als Großverbraucher eine besondere Verantwortung und Vorbildfunktion zu.“ Konrad von Bonin, Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Entwicklungsdienstes, ergänzt: „Wir begrüßen, dass immer mehr Kirchen und Kantinen den Fairen Handel als ein effektives Mittel zur Armutsbekämpfung erkennen und entsprechende Produkte anbieten. Aber die Möglichkeiten sind noch lange nicht ausgeschöpft.“
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