Tradition der Moderne in Chemnitz

Industrialisierung war Triebfeder für „Stadt der Moderne“

Das Museum Gunzenhauser in Chemnitz zeigt Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, (Wolfgang Schmidt, Bildrechte CMT)
(lifePR) ( Chemnitz, )
Eine Zeitreise durch die Moderne in Kunst und Architektur kann man in Chemnitz unternehmen. Seit der Industrialisierung steht die drittgrößte Stadt der neuen Bundesländer ganz in der Tradition der Moderne.

Verschiedene Phasen der architektonischen Moderne haben ein kontrastreiches städtebauliches Ensemble geschaffen. Imposante Industriebauten, eines der größten zusammenhängenden Jugendstil- und Gründerzeitquartiere Europas sowie Bauten der Klassischen Moderne ergeben gemeinsam mit neomoderner DDR-Architektur und Baukunst der Neuzeit ein unerwartet harmonisches Gesamtbild.

Bemerkenswert ist die hohe Dichte an Bauwerken im Stil der Neuen Sachlichkeit des frühen 20. Jahrhunderts. Herausragende Beispiele sind die von dem belgischen Architekten Henry van de Velde als Gesamtkunstwerk gestaltete Villa des Textilunternehmers Herbert Esche sowie das vom damaligen Stadtbaurat Fred Otto im Bauhausstil errichtete Stadtbad. Auch andere berühmte Architekten wie Erich Mendelsohn, Friedrich Wagner-Poltrock oder Max W. Feistel hinterließen ihre Spuren. In den 50er- und 60er-Jahren sollte die damals in Karl-Marx-Stadt umbenannte Stadt als wichtiger industrieller Schwerpunkt der DDR zu einer "hellen, lichten und sozialistischen Stadt" im europäischen Stil umgestaltet werden. Diese Pläne wurden nur im Ansatz realisiert, neomoderne und anspruchsvoll konzipierte Bauten sind dennoch sichtbarer Ausdruck dieser Vision. Nach der politischen Wende wurde unter Beteiligung international renommierter Architekten wie Helmut Jahn und Hans Kollhoff die im zweiten Weltkrieg zerstörte Innenstadt nahezu völlig neu gestaltet. Das Ergebnis ist ein futuristisch angehauchtes großstädtisches Zentrum.

Triebfeder der regen Bautätigkeit im frühen 20. Jahrhundert war die wirtschaftliche Blüte der Stadt, die einst als "sächsisches Manchester" der industriellen Revolution in Sachsen den Weg ebnete. Chemnitzer Industrielle waren es auch, die durch ihr Mäzenatentum ein reichhaltiges kulturelles Leben in der Stadt begründeten. Der deutsche Expressionismus fand durch Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel und andere Künstler dort seinen Ursprung. Die deutschlandweit zweitgrößte Sammlung von Werken Schmidt-Rottluffs ist heute Kernstück der Kunstsammlungen Chemnitz. Das neue Museum Gunzenhauser mit Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts beherbergt die weltweit größte Otto-Dix-Sammlung.

Die Neue Sächsische Galerie präsentiert zeitgenössische sächsische Kunst sowie deren Entwicklung seit 1945. Im Sächsischen Industriemuseum, welches in einstigen Produktionsstätten für Gießerei und Maschinenbau untergebracht ist, kann die Wirtschaftsgeschichte der Stadt anschaulich nachempfunden werden. Das Schloßbergmuseum lässt die Stadtgeschichte wieder aufleben.

Geführte Stadtrundgänge und -rundfahrten durch die Stadt der Moderne bietet die Tourist-Information, Markt 1, 09111 Chemnitz, Tel. 0371/690 680.
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