Dr. Klaus Jelich: 320 Millionen Euro für den Standort Wuppertal geplant

Rekordinvestition für bessere Lebensqualität / Seit 2010 knapp 1 Milliarde Euro in Wuppertal investiert / Beschäftigtenzahl weiter ansteigend / Bayer engagiert sich auch weiterhin für Wuppertal

Dr. Klaus Jelich, Standortleiter Bayer Wuppertal (lifePR) ( Wuppertal, )
Bayer hat im zurückliegenden Jahr rund 304 Millionen Euro in seinen Standort Wuppertal investiert - so viel wie nie zuvor. Für 2016 ist eine erneute Steigerung auf rund 320 Millionen Euro geplant. Diese Investitionen teilen sich auf in 245 Millionen Euro für Neuanlagen sowie Aufwendungen von 75 Millionen Euro für Instandhaltungsmaßnahmen. Damit übersteigt die Höhe der Investitionen zum sechsten Mal in Folge die Summe des Vorjahres. "Dies unterstreicht die Bedeutung von Wuppertal, als integrierter Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsstandort für chemische und biologische Wirkstoffe innerhalb von Bayer", betonte Standortleiter Dr. Klaus Jelich beim traditionellen Abendgespräch am 19. Mai 2016 vor Journalisten.

Seit 2010 wurde somit fast 1 Milliarde Euro in den Standort investiert. Für das laufende Jahr ist ein erneuter Anstieg der Gesamtinvestitionssumme auf 320 Millionen Euro vorgesehen. "Das nachhaltig hohe Investitionsvolumen stärkt unsere zukünftigen Aktivitäten, um mit Forschung, Entwicklung und der Produktion von neuen Wirkstoffen einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität der Menschen zu leisten - ganz im Sinne unserer Mission `Bayer: Science For A Better Life´ ", so Jelich.

Großprojekte auf gutem Weg
Der größte Teil der Investitionen fließt in die Erweiterung der Produktionskapazitäten für neue Faktor VIII-Präparate gegen die Bluterkrankheit. Die vielfältigen Bauaktivitäten kommen voran und sind weithin sichtbar. Im Juli 2015 konnte der erste Abschnitt des Großprojekts mit der Übergabe des Hochregallagers erfolgreich abgeschlossen werden. Dort werden Rohstoffe und Verbrauchsmaterialien für die Herstellung des rekombinanten Faktors VIII gelagert. Das vollautomatische computergesteuerte Gebäude bietet Platz für rund 3.000 Europaletten. Im Rahmen des gleichen Projektes wurde im März 2016 ein neues Laborgebäude eingeweiht. In dem mehrstöckigen Komplex befinden sich chemische, zellbiologische und mikrobiologische Labore. Rund 150 Mitarbeiter - hauptsächlich Mikrobiologen und Biologielaboranten - haben dort bereits ihre Arbeit aufgenommen.
Faktor-VIII-Medikamente werden zur Behandlung von Hämophilie A, der sogenannten Bluterkrankheit, eingesetzt. Bei den Betroffenen kommt es aufgrund eines genetischen Defekts des Gerinnungsfaktors VIII zu Blutungen in Gelenken, Muskeln oder anderen Geweben.

Mitarbeiter leisten entscheidenden Beitrag
"Mit hohem Engagement und Fachwissen tragen die Beschäftigten entscheidend dazu bei, diese Maßnahmen sicher und zukunftsorientiert zu bewerkstelligen. Sie leisten damit den maßgeblichen Beitrag für die Standortsicherheit und Wettbewerbsfähigkeit", dankte Jelich den Beschäftigten aller Gewerke. Weitere Aktivitäten sind in vollem Gange: Hierzu zählen die Fertigstellung eines weiteren neuen Laborgebäudes, die Modernisierung bestehender Laborkapazitäten sowie die Fertigstellung des Produktionsgebäudes zur Faktor-VIII-Herstellung.

Vier der insgesamt sechs Großprojekte konnten damit erfolgreich fertiggestellt und in die Verantwortung des Standorts übergeben werden.

Wirkstoffe aus Wuppertal für neun der 16 Top-Produkte von Bayer
Weiterer Erfolgsfaktor: In Wuppertal stellen die Fachleute die Wirkstoffe von neun der 16 umsatzstärksten Bayer-Produkte her. So zum Beispiel den Wirkstoff Rivaroxaban für das umsatzstärkste Bayer-Produkt, den oralen Gerinnungshemmer Xarelto® und Sorafenib, den Wirkstoff für Nexavar®. Mit diesem Krebsmedikament, das 2015 seine zehnjährige Zulassung feierte, konnten bis Anfang 2015 in klinischen Studien und Praxisalltag rund 450.000 Patienten behandelt werden. Zu den weiteren Top-Produkten mit Wirkstoffen aus Wuppertal zählen der Blutdrucksenker Adalat® (Nifedipine), das Diabetesmedikament Glucobay® (Acarbose), Avelox ® (Moxifloxacin) zur Behandlung von Atemwegsinfektionen, das Krebsmedikament Stivarga® (Regorafenib), Levitra® (Vardenafil) gegen erektile Disfunktion, das Antibiotikum Ciprobay® (Ciprofloxacin) und Adempas® (Riociguat) gegen Lungenhochdruck. Als etabliertes Produkt ist Acarbose weiter auf der Erfolgsspur. Seit Produktionsbeginn im Jahr 1993 stellte Bayer in Wuppertal rund 3.000 Tonnen des Wirkstoffs Glucobay® her. Daraus wurden bis heute etwa 60 Milliarden Tabletten gepresst. Acarbose wird bei der Behandlung der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus, Typ II) zusätzlich zu diätischen Maßnahmen eingesetzt.

Mitarbeiterzahl steigt weiter
Mit dem Ausbau des Standorts steigt auch die Mitarbeiterzahl weiter an. Zum Stichtag 30.04.2016 waren bei Bayer in Wuppertal 3.316 Menschen beschäftigt. Tendenz weiter steigend: Davon sind 1.787 im Werk an der Wupper sowie 1.529 im Forschungs- und Entwicklungszentrum am Aprather Weg tätig. Damit wurden 800 zusätzliche Arbeitsplätze in den letzten drei Jahren geschaffen und Bayer in Wuppertal zählt weiter zu den größten Arbeitgebern im Bergischen Land.

Auch das Interesse junger Menschen an einer Ausbildung am Standort ist ungebrochen: 1.672 Bewerbungen gingen zum Ausbildungsjahr 2016 ein. Mit mehr als 70 zu besetzenden Ausbildungsstellen in den Berufen Biologielaborant/in, Chemielaborant/in, Chemikant/in und Tierpfleger/in bleibt die Zahl der bereitstehenden Ausbildungsplätze auf gleich hohem Niveau wie im letzten Jahr. Aktuell sind 220 Auszubildende vor Ort beschäftigt. Um die Azubis bestmöglich über die Bewerbungsmodalitäten, Berufe, Tätigkeiten und Anforderungen zu informieren, beteiligt sich Bayer stets an den lokalen Ausbildungsbörsen der Historischen Stadthalle und in den City Arkaden. Zudem findet am Samstag, den 11. Juni 2016, im Forschungs- und Entwicklungszentrum am Aprather Weg der "Tag der Ausbildung" statt. Bei einem umfangreichen Informationsangebot aus erster Hand über die Ausbildungsmöglichkeiten und -berufe können die interessierten Jugendlichen das Ausbildungszentrum besichtigen und den Azubis bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Stets sicher
Sicherheit hat für Bayer höchste Priorität. Dazu gehört nicht nur, Unfallereignisse auf allen Wegen und bei sämtlichen Tätigkeiten im Vorfeld zu vermeiden. Im Falle eines Ereignisses bestmöglich gerüstet zu sein, zählt gleichfalls zu diesem Konzept. Dabei hat professionelle Partnerschaft einen wichtigen Stellenwert. Jüngstes Beispiel: Drei neue Feuerwehrfahrzeuge zählen seit Anfang April zum Bestand der Wuppertaler Feuerwehr. Die drei Fahrzeuge sind mit einem Löschwasservolumen von 4.000 Litern und Spezialequipment ausgestattet. "Als ortsansässiges Unternehmen unterstützen wir weiterhin die gute Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr Wuppertal. Seit über zehn Jahren arbeiten wir hier Hand in Hand für die Sicherheit", betonte Jelich bei der feierlichen Übergabe der Fahrzeuge im Beisein von Oberbürgermeister Andreas Mucke.

Nachwuchsförderung großgeschrieben - Nobelpreisträger zu Gast
Die Nachwuchsförderung in den naturwissenschaftlichen Berufszweigen gehört ebenfalls zu den Anliegen von Bayer in Wuppertal. Jährlich fördert das Unternehmen akademische Bestleistungen. Zum dritten Mal zeichnete Bayer die beste Masterarbeit im Bereich Chemie an der Bergischen Universität Wuppertal aus. Den "Bayer Absolventenpreis Wuppertal" erhielt Kristina Holzschneider, überreicht von Prof. Dr. Joachim Mittendorf, Abteilungsleiter in der medizinisch-chemischen Forschung von Bayer in Wuppertal. Anschließend konnten die Gäste live erleben, wie weit man es bringen kann: Der Nobelpreisträger in Chemie des Jahres 2014, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Stefan Hell referierte in der Bergischen Universität vor rund 700 Gästen zum Thema "Lichtblicke in die Nanowelt". Er folgte der Einladung im Rahmen des Kolloquiums der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. (GDCh).

Deutscher Zukunftspreis an Forscher- und Entwicklerteam aus Wuppertal
Die Expertise von Bayer-Forschern fand im zurückliegenden Jahr eine herausragende Anerkennung: Das Team aus Prof. Dr. Johannes-Peter Stasch, Dr. Reiner Frey (beide Bayer) und Prof. Dr. Ardeschir Ghofrani (Justus-Liebig-Universität Gießen) gewann den Deutschen Zukunftspreis. Sie nahmen die Auszeichnung aus den Händen von Bundespräsident Joachim Gauck in Berlin entgegen. Geehrt wurden sie für die Entwicklung von Adempas® (Wirkstoff Riociguat) zur Behandlung von zwei lebensbedrohlichen Formen des Lungenhochdrucks. Nach 2009 ging damit dieser bedeutendste deutsche Innovations-Preis zum zweiten Mal an Experten von Bayer in Wuppertal. Damals wurden Dr. med. Frank Misselwitz, Dr. med. Dagmar Kubitza und Dr. rer. nat. Elisabeth Perzborn für die Entwicklung von Xarelto® ausgezeichnet.

Bayer in Wuppertal: Vielfältiger Einsatz für die Stadt
Bayer, die Beschäftigten und die Stadt Wuppertal - das gehört seit der Unternehmensgründung im Jahr 1863 zusammen. Mit zahlreichen Aktivitäten stärkt Bayer diesen Zusammenhalt und fördert die Kooperation mit vielfältigen Angeboten und Aktionen.

Einige Beispiele: In enger Kooperation mit der Historischen Stadthalle und Bayer Kultur unterstützt das Unternehmen Jahr für Jahr die städtische Kulturszene mit dem etablierten Klavierzyklus, bei dem Pianisten für hörenswerte Erlebnisse sorgen. Ein absolutes Highlight steht in der laufenden Kultursaison in diesem Rahmen noch an: Mit Lars Vogt gastiert am Donnerstag, den 2. Juni, ein Weltstar in Wuppertal. Auf hervorragende Resonanz stößt die Kooperation mit dem stART-Programm von Bayer Kultur. Unter dem Leitgedanken "Ein Leben für die Bühne" stellen sich die Künstler den neugierigen Fragen der Kinder und erzählen von ihrem spannenden Konzertleben. 232 Schüler machten bereits von diesem Angebot Gebrauch und löcherten die Künstler in den insgesamt sechs Workshops mit vielen Fragen. Zudem sorgt der Bayer-Männerchor mit seinem traditionellen Weihnachtskonzert stets für einen Höhepunkt zum Jahresabschluss.
Weiteres Engagement der Mitarbeiter: Beim vergangenen Picobello-Tag säuberten 40 Beschäftigte das Wupperufer am Werksgelände. Beim letzten Schwebebahn-Lauf nahmen 115 Bayer-Beschäftigte teil. Und in einer neuen Kooperation erfüllte Bayer in Wuppertal den Bewohnern des Seniorenheims Paul-Hanisch-Haus und St. Remigius Haus persönliche Weihnachtswünsche. Diese Zusammenarbeit soll dieses Jahr fortgesetzt werden.

Engagement für Flüchtlinge: Integrationsklasse im Baylab
Die Welt der Naturwissenschaften erschließen und gleichzeitig den Deutsch-Wortschatz erweitern - das ist das Ziel eines neuen Angebots im "Baylab health"-Schülerlabor: Eine Woche lang experimentierten Schüler aus Integrationsklassen der Wuppertaler Else-Lasker-Schüler Gesamtschule in den Herbst- bzw. Osterferien. In Integrationsklassen werden die schulpflichtigen Kinder von Flüchtlingen und Migranten, die neu in Deutschland angekommen sind, auf den deutschsprachigen Unterricht vorbereitet, um ein bis zwei Jahre später in eine Regelklasse zu wechseln. Die insgesamt 33 Kinder im Alter von 11 bis 13 Jahren konnten im Ferienlabor eigenständig unter fachkundiger Anleitung experimentieren, einen chemischen Vulkan bauen, die ersten Schritte der Chromatographie lernen und gleichzeitig ihre Deutschkenntnisse erweitern. Das Baylab-Angebot gibt es in allen Ferien und steht allen Integrationsklassen offen. Das Baylab ist eine Erfolgsstory: Seit seiner Gründung 1998 ist es in jedem Jahr mit jährlich 3.000 teilnehmenden
Schülerinnen und Schülern ausgebucht, die so praxisnah die Faszination der Naturwissenschaften erleben.

Termine für gute Nachbarschaft
Gut geplant ist halb gewonnen. Deshalb hier einige Termine zum Vormerken:

31. Mai: Vorstellung Kulturprogramm
02. Juni: Klavierkonzert mit Lars Vogt in der Historischen Stadthalle Wuppertal
11. Juni: Tag der Ausbildung im Forschungs- und Entwicklungszentrum Aprath
03. Juli: Schwebebahn-Lauf

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite http://www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
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