Samstag, 21. Juli 2018


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Umschulung zum Industrie- und Zerspanungsmechaniker bringt: Fachkräfte für die regionalen Unternehmen - berufliche Perspektiven in einem Berufsfeld mit Zukunft

Karlsruhe, (lifePR) - Unabhängig von der konjunkturellen Lage werden die Themen Demografie und steigender Fachkräftebedarf den Arbeits- und Ausbildungsmarkt der Zukunft bestimmen. Die Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt sieht sich als erster Dienstleister des Arbeitsmarktes in der Verpflichtung, Wege und Mittel einzusetzen um einerseits dem zunehmenden Fachkräftebedarf zu begegnen und andererseits arbeitslosen Menschen eine berufliche Perspektive in einem Berufsfeld mit Zukunft anzubieten.

"Es gibt unterschiedliche Berufsfelder, deren Bedarf an Fachkräften bereits heute schwer zu decken ist, so zum Beispiel in den Bereichen Industrie- oder Zerspanungsmechanik. Deswegen fördern wir unter anderem seit Anfang Februar in Zusammenarbeit mit dem bfw Sinzheim eine zweijährige Umschulung zum Industrie- oder Zerspanungsmechaniker/-mechanikerInnen", sagt Hermann Müller, Leiter der Bühler Arbeitsagentur.

Angesprochen wurden insbesondere arbeitslose Helfer und Helferinnen aus der Metallverarbeitung. Der Vorteil für die Umschüler liegt auf der Hand: Im Gegensatz zu Geringqualifizierten finden sie in der Regel leichter einen Job und sind im Berufsleben nicht mehr so stark dem Risiko eines Arbeitsplatzverlustes ausgesetzt wie zuvor. Auch fällt der Lohn für gelernte Mitarbeiter in der Regel attraktiver aus.

Natürlich werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach bzw. während ihrer Ausbildung auch bei ihrer Arbeitsplatzsuche durch die Fachleute der Arbeitsagentur sowie durch die Ausbilder und Mitarbeiter des Trägers unterstützt. Sie profitieren vor allem von den vielen und langjährigen Kontakten aller Beteiligten zu regional ansässigen Firmen.

Über 20 Frauen und Männer aus dem mittelbadischen Raum nutzen seit Anfang Februar das Angebot. Die Beweggründe, sich für diese Ausbildung zu entscheiden, waren bei den Teilnehmern unterschiedlich.

Tanja Kaal ist eine von vier Frauen, die diesen Schritt gewagt haben. Sie war zuletzt dreizehn Jahre in der Kosmetikindustrie tätig. Die Firma wurde Ende des letzten Jahres geschlossen. "Als ich das Angebot von der Arbeitsagentur erhalten habe, habe ich nach intensiver Beratung durch meine Vermittlungsfachkraft nicht lange gezögert. Ich bringe technisches Verständnis mit und war lange in der Industriebranche tätig, so dass mir die Branche nicht ganz fremd ist. Außerdem wollte ich mich nicht länger damit zufrieden geben, dass ich keine abgeschlossene anerkannte Ausbildung habe. Ich war zwar nur kurz arbeitslos aber mir war klar, dass meine Aussichten auf eine neue Arbeitsstelle als Ungelernte nicht so gut sind. Ich rechne fest damit, dass ich nach Abschluss der Ausbildung wesentlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt habe, da Industrie- und Zerspanungsmechanikerinnen gesucht werden".

Die nächste Umschulung zum Industrie- und Zerspanungsmechaniker beginnt am 15.Juli 2013.

Wer die Chance nutzen möchte, seine Perspektiven am Arbeitsmarkt durch diese oder eine andere Qualifizierung zu steigern, sollte sich mit seiner Geschäftsstelle der Arbeitsagentur in Verbindung setzen.

Info:

Industriemechaniker/innen sorgen dafür, dass Maschinen und Fertigungsanlagen betriebsbereit sind. Sie stellen Geräteteile, Maschinenbauteile und -gruppen her und montieren diese zu Maschinen undtechnischen Systemen. Anschließend richten sie diese ein, nehmen sie in Betrieb und prüfen ihre Funktionen. Zu ihren Aufgaben gehört zudem die Wartung und Instandhaltung der Anlagen. Sie ermitteln Störungsursachen, bestellen passende Ersatzteile oder fertigen diese selbst an und führen Reparaturen aus. Nach Abschluss von Montage und Prüfarbeiten weisen sie Kollegen oder Kunden in die Bedienung und Handhabung ein.

Zerspanungsmechaniker/innen fertigen metallene Präzisionsbauteile für technische Produkte aller Art. Dies können etwa Radnaben, Zahnräder, Motoren und Turbinenteile sein. Sie richten Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen ein und modifizieren hierfür CNCMaschinenprogramme. Dann spannen sie Metallteile und Werkzeuge in Maschinen ein, richten sie aus und setzen den Arbeitsprozess in Gang. Immer wieder prüfen sie, ob Maße und Oberflächenqualität der gefertigten Werkstücke den Vorgaben entsprechen. Treten Störungen auf, stellen sie deren Ursachen mithilfe geeigneter Prüfverfahren und Prüfmittel fest und sorgen umgehend für Abhilfe. Sie übernehmen außerdem Wartungs- und Inspektionsaufgaben an den Maschinen und überprüfen dabei vor allem mechanische Bauteile.
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