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Pressemitteilung BoxID: 644485 (Agentur für Arbeit Karlsruhe)
  • Agentur für Arbeit Karlsruhe
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  • 76135 Karlsruhe
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Lieber spät als nie

Die Initiative "Zukunftsstarter" unterstützt junge Erwachsene dabei, einen Berufsabschluss nachzuholen

(lifePR) (Karlsruhe, ) Fachkräfte sind der Motor einer gesunden wirtschaftlichen Entwicklung, genießen einen deutlich höheren Schutz gegen Arbeitslosigkeit und verdienen mehr.  

Aktuell gibt es im Agenturbezirk Karlsruhe-Rastatt rund 2.170 Arbeitslose im Alter zwischen 25 und 35 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Bei den jungen Arbeitslosen, die in den Jobcentern betreut werden, haben 59,7 Prozent keine Ausbildung. Bei den Kunden der Arbeitsagentur liegt der Anteil bei 20,2 Prozent.  

Aus welchen Gründen auch immer eine Ausbildung in jungen Jahren nicht gelungen ist, eine existenzsichernde dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt bleibt diesem Personenkreis oft verwehrt.  

Mit der Initiative „Zukunftsstarter“ will die Arbeitsagentur gemeinsam mit den vier Jobcentern im Bezirk Karlsruhe-Rastatt insbesondere junge Erwachsene ohne berufliche Ausbildung motivieren und ihnen damit die Möglichkeit auf einen qualifizierten Abschluss eröffnen.  

„Zum einen, weil diese Menschen noch ein Erwerbsleben von dreißig bis vierzig Jahren vor sich haben und zum anderen brauchen wir jeden, weil die Wirtschaft verstärkt nach Fachkräften sucht. Die Unterstützung der Initiative ist von großer Bedeutung für die Arbeitnehmer und Arbeitgeber in der Region“, sagt Ingo Zenkner, Leiter der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt.  

Eine abgeschlossene Berufsausbildung eröffnet ganz neue - auch langfristige - Chancen und ist die beste Absicherung gegen Arbeitslosigkeit. Es ist natürlich nicht einfach, als junger Erwachsener mit deutlich jüngeren Auszubildenden zur Berufsschule zu gehen und einen Neustart zu wagen. Auch die finanzielle Förderung muss individuell analysiert und maßgeschneidert werden. Deshalb ist die persönliche Unterstützung und Motivation durch die Fachkräfte der Arbeitsagentur und der Jobcenter von großer Bedeutung für die Bewerbungsphase und auch während der Ausbildung.  

Eine ganz wichtige Rolle bei der Erstausbildung junger Erwachsener spielen natürlich die Arbeitgeber. „Bis jetzt suchen die Unternehmen für ihre Ausbildungsplätze in erster Linie Schulabgänger. Aber insbesondere Betriebe, die bisher den richtigen Auszubildenden noch nicht gefunden haben, möchte ich ermutigen, ihren Blickwinkel zu erweitern. Wer sich als Erwachsener für eine Ausbildung entscheidet, ist in der Regel hoch motiviert. Außerdem verfügt er über mehr Lebenserfahrung und Wissen als ein jugendlicher Bewerber “, so Zenkner.  

Mit der Initiative „Zukunftsstarter“ setzen die Kooperationspartner  - das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), die Bundesagentur für Arbeit (BA) - das erfolgreiche Vorgängerprogramm „AusBILDUNG wird was - Spätstarter gesucht“ mit verstärktem Engagement unter neuem Namen fort.    

Initiative „Zukunftsstarter“  

An wen richtet sich das Programm
Das Zukunftsstarter-Programm fördert junge Menschen zwischen 25 und 35 Jahren ohne Berufsausbildung - förderfähig sind:  
  • gering qualifizierte Arbeitslose sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ohne  Berufsabschluss
  • gering qualifizierte Arbeitslose sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Berufsabschluss, wenn sie seit mindestens vier Jahren eine an- oder ungelernte Tätigkeit verrichten und ihre erlernte Tätigkeit nicht mehr ausüben
  • Berufsrückkehrende bzw. Wiedereinsteigende
  Was wird gefördert?
Qualifizierungen (Teilzeit oder Vollzeit), die auf einen anerkannten Berufsabschluss ausgerichtet sind:  
  • Umschulungen, die – vorrangig in einem Ausbildungsbetrieb – zu einem anerkannten Berufsabschluss führen
  • Lehrgänge zur Vorbereitung auf die Externenprüfung
  • berufsanschlussfähige Teilqualifikationen
  • Maßnahmen zum Erwerb von Grundkompetenzen
  Wer die Chance nutzen möchte, seine Perspektiven am Arbeitsmarkt durch eine Qualifizierung zu steigern, sollte sich mit seiner Vermittlungsfachkraft in der Arbeitsagentur oder im Jobcenter in Verbindung setzen. Dort gibt es auch nähere Informationen zu möglichen finanziellen Leistungen. Interessierte Arbeitgeber können sich direkt an ihren persönlichen Ansprechpartner  im Arbeitgeber-Service wenden oder die kostenfreie  Servicenummer: 0800 4 5555 20 anrufen.

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