Montag, 20. November 2017


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Kälte lässt Arbeitsmarkt kalt

Arbeitslosigkeit im Februar bereits wieder gesunken

Karlsruhe, (lifePR) - Der regionale Arbeitsmarkt zeigte sich in den vergangenen Wochen weiterhin als robust. Die solide wirtschaftliche Lage wirkte stärker als die Kälte. Gegenüber Januar ging die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt um 138 auf 22.732 Personen zurück. Die Arbeitslosenquote liegt mit 4,2 Prozent auf Vorjahresniveau und um einen Zehntelprozentpunkt niedriger als im Januar.

"Der Rückgang zeigt mir, dass der Arbeitsmarkt nach wie vor in gefestigten Bahnen verläuft. In den vergangenen Wochen konnten wieder mehr Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden. Dadurch gelang es uns, den saisonal bedingten Zuwachs aus dem letzten Monat wieder leicht abzusenken. Mit dem Einsetzen der Frühjahrbelebung im März rechne ich mit weiteren rückläufigen Arbeitslosenzahlen. Meine Gespräche mit verschiedenen Unternehmen aus der Region und der deutliche Anstieg der Arbeitskräftenachfrage in den vergangenen Wochen deuten weiterhin auf eine stabile Entwicklung hin", sagt Ingo Zenkner, Chef der Arbeitsagentur Karlsruhe-Rastatt, bei Vorlage der aktuellen Daten.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Gesamtbezirk

Im Vergleich zum Vormonat gab es in beiden Rechtskreisen einen Rückgang der Arbeitslosenzahlen. Unter den 22.732 arbeitslosen Frauen und Männern waren 9.901 oder 43,6 Prozent Versicherungskunden - also SGB-III-Kunden. 121 weniger als im Vormonat. Ebenfalls rückläufig, wenn auch nur gering, ist die Zahl der Menschen, die Arbeitslosengeld II erhielten. 12.831 Personen - und damit 17 weniger als im Januar - beziehen jetzt Grundsicherungsleistungen.

Die Arbeitslosigkeit ging in den letzten vier Wochen in nahezu allen Personengruppen zurück. Nur bei den jungen Arbeitslosen unter 25 Jahren spiegelt sich der Rückgang nicht wider. Gegenüber dem Vormonat gab es hier einen Anstieg von 78 oder vier Prozent.

Der Anstieg ist nicht ungewöhnlich, da das Ende der zusätzlichen - speziell für junge Menschen eingerichteten - arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und das Auslaufen der zweieinhalb- und dreieinhalbjährigen Berufsausbildungen in den Berichtszeitraum fällt.

Gegenüber dem Vorjahr ist Zahl der unter 25-Jährigen um 2,9 Prozent auf 2.050 zurückgegangen. Die Jugendarbeitslosenquote liegt bei 3,4 Prozent.

Im Februar gab es wieder viel Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. Rund 11.320 Bewegungen (Zugänge und Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit) registrierte die Arbeitsagentur im vergangenen Monat. Dabei überwog die Zahl der Abmeldungen.

Knapp 5.740 Menschen konnten aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden; 1.250 mehr als im Januar. Gleichzeitig mussten sich aber auch 5.580 Frauen und Männer bei einer der neun Agenturgeschäftsstellen oder in einem der JobCenter (neu oder erneut) arbeitslos melden. 12,8 Prozent, knapp 820 Personen, weniger als vor einem Monat und gut 300 weniger als vor einem Jahr.

Einen Hinweis auf einen gefestigten Arbeitsmarkt liefert die Arbeitskräftenachfrage. Die Personalverantwortlichen in den Unternehmen haben dem Arbeitgeberservice in den vergangenen vier Wochen 1.915 neue Arbeitsstellen zur Besetzung gemeldet; ein Drittel mehr als im Januar (plus 651). Dadurch ist auch das Gesamtangebot an freien Stellen im Bezirk der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt gestiegen. Mit 5.370 liegt es um 5,1 Prozent höher als vor einem Monat.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den neun Geschäftsstellen

Der Blick auf die einzelnen Geschäftsstellen zeigt eine recht unterschiedliche Entwicklung. Vier Agenturen konnten einen Rückgang, die anderen mussten eine Zunahme der Arbeitslosenzahlen melden.

Hauptagentur Karlsruhe: Hier hat sich der Arbeitsmarkt am günstigsten entwickelt. Gegenüber Januar ging die Arbeitslosigkeit um 187 auf 10.296 Personen zurück. Die Arbeitslosenquote sank dadurch um 0,1 auf 4,8 Prozent. Sie war damit genau so hoch wie letztes Jahr im Februar. In den vergangen vier Wochen konnten 2.752 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden. Gut 680 mehr als im Januar. Sie haben jetzt wieder Arbeit, besuchen eine berufliche Weiterbildung oder eine betriebliche/schulische Ausbildung. Ein Teil hat sich auch aus persönlichen Gründen aus dem Arbeitsmarktgeschehen zurückgezogen.

Gleichzeitig mussten sich knapp 2.540 Personen in der Karlsruher Hauptagentur neu oder erneut arbeitslos melden. Deutlich weniger als im Vormonat (minus 395) und im Vorjahr (minus 229). Der Karlsruher Arbeitgeberservice akquirierte über 850 neue Arbeitsstellen, deutlich mehr als im Januar. Das Gesamtangebot ist dadurch um 167 auf 2.087 gestiegen.

Geschäftsstellen in Mittelbaden

In Mittelbaden hat die Arbeitslosigkeit in den vergangenen vier Wochen leicht zugenommen. 6.307 Frauen und Männer waren zum Stichtag ohne Arbeit. 55 mehr als vor einem Monat. Auf die Arbeitslosenquote hatte dies keine Auswirkung. Sie blieb mit 4,1 Prozent gleich hoch wie im Vormonat und im Vorjahr.

Die Nachfrage der regionalen Arbeitgeber nach neuen Mitarbeitern fiel deutlich besser aus als in den Monaten zuvor. Trotz Eis und Schnee konnte der Arbeitgeberservice rund 490 neue Stellenangebote akquirieren; 130 mehr als im Januar. Das derzeitige Gesamtangebot in Mittelbaden hat sich nur leicht auf 1.880 freie Stellen verringert.

Betrachtet man die Geschäftsstellen zeigen sich deutlich Unterschiede. In Bühl und Gaggenau gab es gegenüber Januar einen Rückgang, in Rastatt und Baden-Baden dagegen eine Zunahme der Arbeitslosigkeit.

In Baden-Baden ist die Arbeitslosigkeit um 52 auf 1.533 Personen gestiegen. Damit sind jetzt genau so viele Frauen und Männer arbeitslos wie vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 5,9 Prozent.

Im Februar gab es in Baden-Baden mehr Neumeldungen als Abmeldungen. 338 Personen mussten sich neu oder wieder arbeitslos melden. Gleichzeitig konnten sich aber nur 294 Personen aus der Arbeitslosigkeit abmelden.

Die Geschäftsstelle Bühl hat mit 2,9 Prozent weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote im Gesamtbezirk. Durch den geringfügigen Rückgang der Arbeitslosenzahl auf 1.106 (minus 4) gab es keine Veränderung. Die Neumeldungen und Abmeldungen hielten sich in der Geschäftsstelle Bühl die Waage. 295 Frauen und Männer konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, 293 mussten sich neu arbeitslos melden. Die Kräftenachfrage hat deutlich zugenommen. Die Arbeitgeber meldeten mit 131 mehr als doppelt so viele Vakanzen wie noch im Januar.

Im Bezirk der Arbeitsagentur Gaggenau hat sich die Arbeitslosigkeit um 17 auf 1.008 Personen verringert. Dadurch ging die Arbeitslosenquote um einen Zehntelprozentpunkt auf 3,3 Prozent zurück. In den vergangenen vier Wochen mussten sich rund 250 Personen neu oder erneut arbeitslos melden. 75 weniger als im letzten Berichtsmonat und 47 weniger als vor einem Jahr. Auch in Gaggenau forderten die Arbeitgeber wieder mehr Arbeitskräfte an. Das Gesamtangebot an freien Stellen beläuft sich derzeit auf 249.

In Rastatt wirkte sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit um 24 auf 2.660 Personen auf die Arbeitslosenquote aus. Sie stieg um 0,1 Prozent auf 4,6 Prozent. Sie liegt aber unter dem Vorjahresniveau.

Ebenfalls unter Vorjahresniveau die Zahl der Neumeldungen. Sie ging um 147 Personen oder 20,6 Prozent auf 567 zurück. Gegenüber Januar gab es einen Rückgang von 12,8 Prozent. Über 540 Frauen und Männer konnten im Februar ihre Arbeitslosigkeit beenden. Das waren 20,6 Prozent mehr als im Vormonat.

Geschäftsstellen im Landkreis Karlsruhe

Die vier Geschäftsstellen im Landkreis Karlsruhe mussten mit Ausnahme von Bruchsal einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit melden. In Bretten ist die Arbeitslosigkeit um 13 auf 1.116 Personen gestiegen. Die Arbeitslosenquote veränderte sich dabei nicht. Sie liegt weiterhin bei 4,1 Prozent. Der Zugang an Neumeldungen war in Bretten mit 257 Personen etwas höher als die Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit (246). Positiv, der Arbeitgeberservice konnte auch in Bretten ein deutliches Plus an neuen Arbeitsstellen melden.

Bruchsal registrierte als einzige Geschäftsstelle im Landkreis Karlsruhe weniger Arbeitslose. Im Berichtsmonat waren 2.427 Frauen und Männer ohne Arbeit. 26 weniger als im Januar und 24 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote veränderte sich nicht. Mit 3,8 Prozent liegt sie um 0,1 Prozent unter der Vorjahresquote. Auch hier meldeten die Arbeitsgeber wieder mehr freie Arbeitsplätze.

In Ettlingen ist die Arbeitslosigkeit nur geringfügig um 2 Personen auf 1.470 angestiegen. Damit hat Ettlingen derzeit genau so viele Arbeitslose wie vor einem Jahr. Auch die Arbeitslosenquote blieb sowohl im Jahres- als auch im Monatsvergleich unverändert. Die Geschäftsstelle Ettlingen hat im Landkreis Karlsruhe mit 3,2 Prozent die niedrigste Quote. Im Gesamtbezirk liegt sie hinter Bühl auf Platz zwei.

Die nördlichste Geschäftsstelle Waghäusel meldete gegenüber Januar ebenfalls nur einen geringen Anstieg. Dort sind jetzt 1.116 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen. Ähnlich viele wie vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ging binnen Jahresfrist um 0,1 Prozent auf 3,4 Prozent zurück. Gegenüber Januar blieb sie unverändert.
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