Mittwoch, 22. August 2018


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Ausbildung sichert Zukunft

Bilanz des Berufsberatungsjahres 2012/2013

Karlsruhe, (lifePR) - Der Ausbildungsmarkt bietet den jungen Leuten gute Chancen - für die Betriebe allerdings verschärft sich der Wettbewerb um Jugendliche. Nach Ende des Beratungsjahres 2012/2013 fällt die Bilanz deshalb aber positiv aus.

Das Angebot an Ausbildungsstellen ist im Vergleich zum Vorjahr noch mal gestiegen. Für die Jugendlichen ist dies eine positive Entwicklung. Sie haben dadurch eine größere Auswahl auf dem Ausbildungsmarkt. Auf der anderen Seite aber können manche Unternehmen nicht mehr alle Ausbildungsstellen besetzen.

"Die Schere zwischen Nachfrage und Angebot wird sich noch weiter öffnen, so dass nach und nach immer mehr Betriebe und Berufe die Probleme bei der Nachwuchsgewinnung zu spüren bekommen. Deshalb müssen wir noch stärker darauf achten, dass wir auch schwächeren Jugendlichen die Chance auf eine duale Ausbildung ermöglichen. Dies setzt voraus, dass wir die bisher schon gut funktionierenden Netzwerke weiter vertiefen und ausbauen. Nur wenn Schulen, Eltern, Betriebe, Kammern, Berufsberater der Arbeitsagenturen und die Berufsbegleiter koordiniert zusammenarbeiten, kann es gelingen, einerseits möglichst allen Jugendlichen zum Berufseinstieg zu verhelfen und andererseits die betrieblichen Ausbildungsstellen zu besetzen. Unabhängig von der konjunkturellen Lage werden die Themen Demografie und steigender Fachkräftebedarf den Arbeits- und Ausbildungsmarkt der Zukunft bestimmen", sagt Ingo Zenkner, der Vorsitzende der Arbeitsagentur Karlsruhe-Rastatt, zur aktuellen Lage auf dem Ausbildungsmarkt.


Angebot und Nachfrage

Rein rechnerisch waren die Chancen auf einen Ausbildungsplatz in diesem Jahr so gut wie nie, weil die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen deutlich höher war als die der Bewerberinnen und Bewerber. Im Verlauf des Beratungsjahres, das immer vom 1. Oktober bis zum 30. September des drauffolgenden Jahres geht, suchten 5.647 junge Leute mit Hilfe der Berufsberatung einen Ausbildungsplatz. Dem gegenüber standen 6.347 Ausbildungsstellen.

Ausbildungsangebote

Die Zahl der Ausbildungsstellen hat sich gegenüber dem Vorjahr nochmals erhöht.

Das Ausbildungsangebot zeigt, welche Chancen Jugendliche haben, einen Beruf in der Region zu erlernen. Insgesamt 6.090 betriebliche Ausbildungsstellen wurden dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt von regionalen Firmen gemeldet. Das Angebot liegt damit um 118 oder 2 Prozent über dem des Vorjahres. Ergänzt wird das Angebot durch 257 außerbetriebliche Stellen. (Vorjahr: 232).

404 gemeldete Ausbildungsstellen und damit nahezu genauso viele, wie im Vorjahr (389) blieben zum Ende des Ausbildungsjahres unbesetzt.

Dafür, dass nicht alle Stellen besetzt werden konnten, gibt es eine Reihe von Gründen.

Zuerst einmal gab es insgesamt weniger Schulabgänger als im Vorjahr. Auch erfüllten einige Bewerberinnen oder Bewerber nicht die notwendigen Voraussetzungen, die der Arbeitgeber wünscht. Oft liegt es auch daran, dass die Jugendliche sich nur eine begrenzte Anzahl von Berufen konzentriert. Auch Arbeitsbedingungen, wie Wochenenddienste und Schichtarbeit, oder die Ausbildungsvergütung spielen bei den jungen Menschen eine nicht unwesentliche Rolle.

Perspektivisch braucht es hier mehr Aufklärung. Dabei sind sowohl Arbeitgeber als auch Azubis gefragt. Es gilt den Bekanntheitsgrad vieler Berufe beispielsweise durch Praktika-Angebote oder Messeteilnahmen zu erhöhen und dadurch Jugendliche für das Berufsbild zu begeistern.

Den Betrieben die bisher ihre Ausbildungsplätze nicht besetzen konnten, rät Zenkner, sich Spätstarter in ihre Auswahl mit einzubeziehen. "Spätstarter sind junge Erwachsene, die schon gearbeitet aber noch nie eine Ausbildung abgeschlossen haben. Unsere Initiative "AusBildung wird was - Spätstarter gesucht" zielt genau in diese Richtung".

Die Bewerbersituation

5.647 Bewerberinnen und Bewerber haben bei ihrer Ausbildungsplatzsuche die Berufsberatung und den Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt eingeschaltet. Das waren 112 weniger als im Vorjahr (rund 50).

Nahezu allen Bewerberinnen und Bewerbern konnte die Berufsberatung ein Angebot unterbreiten. Nach Angaben der Arbeitsagentur fällt deshalb die Zahl der Jugendlichen, die für das bereits begonnene Ausbildungsjahr noch aktuell Ausbildungsstelle suchen, wieder relativ klein aus. Sie liegt aktuell etwa auf dem Vorjahresniveau.

Von den insgesamt 5.647 gemeldeten Bewerbern mündeten bis Ende September 2013 rund 3350 in duale Ausbildung ein. Weitere 1.035 besuchen weiterhin die Schule, entschieden sich für ein Studium oder absolvierten ein Berufsvorbereitendes Jahr. 114 der Schulabgänger nehmen an einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme teil und genauso viele haben sich für den Bundes-/Jugendfreiwilligendienst entschieden.

"Wir sind auch nach Ende des Berichtsjahres nah an den Jugendlichen dran und versuchen, sie noch in Ausbildung oder Alternativen zu vermitteln. Für die jungen Menschen, die bisher noch keinen Ausbildungs- oder Praktikumsplatz gefunden haben gibt es aber immer noch eine Chance auf dem Ausbildungsmarkt", so Waldemar Jonait Teamleiter der Berufsberatung. Voraussetzung sei es, ganz schnell unter der kostenfreien Hotline 0800 4 5555 00 anzurufen und einen kurzfristigen Termin zur Berufsberatung ausmachen.
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