Freitag, 20. Oktober 2017


  • Pressemitteilung BoxID 478989

Arbeitsmarkt im März

Karlsruhe, (lifePR) - .
- Arbeitslosigkeit erneut gesunken
- Kräftenachfrage der Betriebe übertrifft Vorjahresniveau
- Mehr Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit durch Arbeitsaufnahme beenden


Mit dem kalendarischen Frühlingsbeginn ging im Bezirk der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt die Arbeitslosigkeit erneut zurück.

Zur aktuellen Entwicklung sagt Ingo Zenkner, der Vorsitzende der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt: "Die milden Temperaturen haben den Arbeitsmarkt in den letzten Wochen positiv beeinflusst. Er entwickelt sich weiterhin solide. Einen wichtigen Ansatzpunkt für unser Handeln in den kommenden Monaten sehe ich darin, die Abgangschancen aus der Arbeitslosigkeit noch weiter zu erhöhen. Wir werden daher gemeinsam mit den anderen Arbeitsmarktpartnern daran arbeiten, durch Qualifizierung die Zahl der Arbeitslosen ohne abgeschlossene Berufsausbildung zu senken. Denn für Geringqualifizierte gibt es nach wie vor nur eine eng begrenzte Nachfrage".

Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Gesamtbezirk

23.198 Frauen und Männer aus dem Bezirk der Arbeitsagentur Karlsruhe-Rastatt sind derzeit ohne Arbeit - 264 weniger als vor einem Monat. Die Zahl der arbeitslosen Männer ging dabei stärker zurück als die der Frauen. Das liegt daran, dass durch die günstigen Wetterbedingungen wieder stärker in den Außenberufen gearbeitet wird.

Die Arbeitslosenquote veränderte sich nicht. Mit 4,3 Prozent liegt sie um zwei Zehntelprozentpunkte über dem Landesdurchschnitt. Rund 2.080 arbeitslose Frauen und Männer schafften im März die Rückkehr ins Erwerbsleben; das sind 436 mehr als im Februar.

Der Blick auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen zeigt, dass ausschließlich die Versicherungskunden vom Rückgang profitierten (- 304). Die Zahl der Menschen, die Arbeitslosengeld II erhielten, stieg erneut leicht an. 13.236 Personen - und damit 40 mehr als im Februar - beziehen jetzt die steuerfinanzierten Grundsicherungsleistungen.

Um den Arbeitsmarkt aussagekräftig beurteilen zu können, ist ein Blick auf seine Bewegungen erforderlich. Rund 11.390 Zugänge und Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit registrierte die Arbeitsagentur im vergangenen Monat. Dabei überwog die Zahl der Abmeldungen.

Gut 5.820 Menschen konnten aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden; 463 mehr als im Februar. Gleichzeitig mussten sich aber auch 5.570 Frauen und Männer bei einer der neun Agenturgeschäftsstellen oder in einem der JobCenter (neu oder erneut) arbeitslos melden.

Nachfrage nach Arbeitskräften übertrifft Vorjahresniveau

Die Einstellungsbereitschaft der regionalen Unternehmen hat sich in den vergangenen vier Wochen positiv verändert. Arbeitgeber meldeten dem Arbeitgeberservice 2.079 neue Arbeitsstellen. Das waren gut 140 mehr als im Februar und 172 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das Gesamtangebot im Bezirk der Agentur für Arbeit Karlsruhe- Rastatt liegt aktuell bei 4.974.

Der Ausbildungsmarkt ist kräftig in Bewegung

Täglich melden die Arbeitgeber ihre freien Ausbildungsplätze - viele Jugendliche suchen noch einen Ausbildungsplatz. Seit Beginn des Berichtsjahres im Oktober letzten Jahres meldeten die Arbeitgeber rund 5.200 Ausbildungsstellen und damit etwa gleich viele wie vor einem Jahr. Parallel suchen bisher 4.130 junge Menschen mit Hilfe der Berufsberatung eine Ausbildungsstelle für den kommenden Herbst. Rein rechnerisch kommen damit auf jeden Bewerber 1,3 Berufsausbildungsstellen (Vorjahresverhältnis: 1,2).

Hierzu Zenkner: "Unser kontinuierliches Werben um Auszubildende und Ausbildungsstellen zeigt Wirkung. Wir können den Jugendlichen spannende und zukunftssichere Ausbildungsmöglichkeiten anbieten und den Betrieben ein breites Angebot an engagierten jungen Menschen vorschlagen. Ausbildung ist der sicherste Weg, Fachkräfte für das eigene Unternehmen zu gewinnen. Die anhaltend hohe Ausbildungsbereitschaft in der Region zeigt mir deutlich, dass viele Unternehmen dies erkannt haben. Die Aussichten auf einen Ausbildungsplatz sind weiterhin überdurchschnittlich gut. Alle Schulabgänger, die sich für den diesjährigen Ausbildungsbeginn noch nicht beworben haben, sollten diese Chance nutzen und sich umgehend mit der Berufsberatung in Verbindung setzten. Wir haben noch eine breite Auswahl an freien Ausbildungsstellen".

Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den neun Geschäftsstellen

Nahezu alle Agenturen konnten einen Rückgang zum Vormonat melden. Nur in der Geschäftsstelle Bretten gab es einen leichten Zuwachs.

Hauptagentur Karlsruhe:

Im Bezirk der Hauptagentur Karlsruhe waren am Ende des Berichtsmonates 10.526 Frauen und Männer ohne Arbeit. Das waren 178 weniger als im Februar. Die Arbeitslosenquote veränderte sich dadurch nicht. Sie blieb bei 4,9 Prozent.

In den vergangen vier Wochen war die Zahl der Menschen, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten (2.713) höher als die Zahl derjenigen, die sich neu oder wieder arbeitslos melden mussten (2.539).

Der Karlsruher Arbeitgeberservice akquirierte über 900 neue Arbeitsstellen, 78 mehr als vor einem Jahr. Das Gesamtangebot liegt derzeit bei 2.073.

Eine Auswahl der neu gemeldeten Stellen (w/m) in der Hauptagentur:

38 Fachkräfte Büro- und Sekretariat, 27 Fachkräfte Kraftfahrzeugtechnik, 22 Fachkräfte Reifen-, Vulkanisationstechnik, 17 Fachkräfte Dialogmarketing, 17 Fachkräfte Objektschutz, 15 Helfer Lagerwirtschaft 12 Erzieher/Erzieherinnen, 12 Köche, 12 Maler und Lackierer.

Geschäftsstellen in Mittelbaden

In Mittelbaden ist die Arbeitslosigkeit im Monatsvergleich zurückgegangen, gleichzeitig hat sich die Arbeitskräftenachfrage erhöht.

6.361 Frauen und Männer waren zum Stichtag ohne Arbeit. 87 weniger als im Februar.

Dadurch ging die Arbeitslosenquote um einen Zehntelprozentpunkt zurück. Mit 4,1 Prozent liegt sie genau Landesschnitt.

Ein deutliches Plus gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahr gab es bei der Nachfrage nach neuen Mitarbeitern. Die regionalen Arbeitgeber meldeten für den mittelbadischen Raum rund 575 neue Arbeitsstellen. Das derzeitige Gesamtangebot in Mittelbaden liegt aktuell bei 1.480 Vakanzen.

In Baden-Baden hat sich die Arbeitslosigkeit um 23 auf 1.550 Personen verringert. Das wirkte sich positiv auf die Arbeitslosenquote aus. Sie ging um 0,1 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent zurück.

Dabei meldeten sich 265 Personen neu oder erneut arbeitslos, 23 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig konnten 288 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden. Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 860 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 135 im Vergleich zum Vorjahr.

Die Arbeitgeber aus der Region Baden-Baden meldeten im März 180 neue Arbeitsstellen, 16 mehr als vor einem Monat.

Gesucht werden unter anderem (w/m): 14 Fachkräfte für den Gastronomieservice, 10 Büro- und Sekretariatsfachkräfte, 9 Spezialisten für die Buchhaltung, 7 Köche, 6 Reinigungshelfer.

Die Geschäftsstelle Bühl hat mit 2,9 Prozent (minus 0,1 Prozent) weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote im Gesamtbezirk. In den vergangenen vier Wochen konnte die Arbeitslosenzahl auf 1.117 gesenkt werden.

Ebenfalls rückläufig, die Zahl der Personen, die sich neu arbeitslos melden mussten. Sie ging um 34 auf 250 Personen zurück. Gleichzeitig konnte die Geschäftsstelle einen leichten Anstieg bei den Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit melden. 288 Frauen und Männer konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden; 9 mehr als im Februar. Die Arbeitgeber waren mit der Meldung neuer Stellenangebote, genau wie im Vorjahr, eher zurückhaltend. Trotzdem wurden 115 neue Arbeitsplätze zur Besetzung gemeldet.

Die Bühler Arbeitgeber suchen unter anderem (w/m):

8 Helfer/innen Metallbearbeitung, 6 Lagerfachkräfte, 5 Büro- und Sekretariatsfachkräfte, 5 Erzieher/Erzieherinnen, 4 Fachkräfte für den Gastronomieservice, 4 Fachkräfte für Elektrische Betriebstechnik.

In Gaggenau gab es auf den ersten Blick keine Veränderung. Die Zahl der arbeitslosen Menschen war mit 952 fast genauso hoch wie im Vormonat (-1). Die Arbeitslosenquote blieb mit 3,1 Prozent gleich.

Aber trotzdem gab es viel Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. Die Zu- und Abgänge hielten sich dabei die Waage. 218 Frauen und Männer mussten sich neu oder erneut arbeitslos melden, gleichzeitig konnten 219 Personen aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden.

Die Nachfrage der regionalen Arbeitgeber nach neuen Mitarbeitern ist sowohl im Monats- als auch im Jahresvergleich leicht angestiegen. Rund 60 freie Arbeitsstellen wurden gemeldet. Dabei werden unter anderem gesucht (w/m): 6 Fachkräfte Reifen-, Vulkanisationstechnik, 3 Technische Zeichner/innen, 3 Köche.

In Rastatt wirkte sich der Rückgang der Arbeitslosigkeit um 24 auf 2.742 Personen auf die Arbeitslosenquote aus. Im Monatsvergleich ging Sie um einen Zehntelprozentpunkt zurück. Mit 4,6 Prozent hat sie wieder das Vorjahresniveau erreicht.

Im Jahresvergleich rückläufig, die Zahl der Personen, die sich neu arbeitslos melden mussten. Sie ging um 25 auf 591 Personen zurück. 625 Frauen und Männer konnten im Gegenzug ihre Arbeitslosigkeit beenden; knapp 50 mehr als im Februar.

Positiv, der Rastatter Arbeitgeberservice konnte im vergangenen Monat 221 Stellen akquirieren; fast 50 Stellen mehr als im Vormonat.

Am häufigsten nachgefragt (w/m): Helfer Lagerwirtschaft (15), Fachkräfte für spanende Metallbearbeitung (10), Berufskraftfahrer (10), Büro- und Sekretariatsfachkräfte (8).

Geschäftsstellen im Landkreis Karlsruhe

In allen vier Geschäftsstellen veränderte sich die Zahl der arbeitslosen Menschen nur geringfügig.

Bretten musste als einzige Geschäftsstelle im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen melden. Die Arbeitslosigkeit ist im Monatsverlauf um 8 auf 1.128 Personen angestiegen. Obwohl der Anstieg gering war, wirkte er sich auf die Arbeitslosenquote aus. Sie liegt jetzt bei 4,1 Prozent und damit um einen Zehntelprozentpunkt über dem Vormonats- und Vorjahreswert.

Im März gab es mehr Neuzugänge als Abmeldungen. 308 Personen und damit 48 mehr als im Februar kamen, um sich arbeitslos zu melden. 288 Personen konnten sich im gleichen Zeitraum aus der Arbeitslosigkeit abmelden.

Die Arbeitgeber in Bretten meldeten im März 85 neue Arbeitsstellen, 13 weniger als vor einem Monat. Sie suchen beispielsweise (w/m): 6 Helfer/innen Metallbearbeitung, 6 Lagerfachkräfte 5 Fachkräfte im Maschinenbau, 5 Informatik-Experten, 3 Helfer Lagerwirtschaft.

In Bruchsal blieb die Zahl der Arbeitslosen gegenüber Februar nahezu unverändert. Im Berichtsmonat waren 2.512 Frauen und Männer ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote veränderte sich nicht. Mit 3,8 Prozent liegt sie genauso hoch wie im März vor einem Jahr.

Die Neumeldungen und Abmeldungen waren in etwa gleich. 671 Frauen und Männer konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, 673 mussten sich neu arbeitslos melden.

Die Nachfrage der regionalen Arbeitgeber nach neuen Mitarbeitern blieb mit 235 neuen Stellen stabil.

Gesucht werden(w/m): 10 Lagerfachkräfte, 6 Metallbaufachkräfte, 5 Fachkräfte für das Maurerhandwerk; 5 Kaufmännische, technische Betriebswirte 4 Fachkräfte für Werbung und Marketing.

In Ettlingen ist die Arbeitslosigkeit leicht um 4 Personen auf 1.514 zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert. Die Geschäftsstelle Ettlingen hat im Landkreis Karlsruhe mit 3,3 Prozent die niedrigste Quote. Im Gesamtbezirk liegt sie hinter Bühl und Gaggenau auf Platz drei. Die Arbeitgeber aus dem Bezirk Ettlingen meldeten 190 neue Arbeitsstellen, 24 mehr als vor einem Jahr.

Unter anderem wurden folgende Vakanzen gemeldet (w/m):

7 Fachkräfte für spanende Metallbearbeitung, 5 Maler und Lackierer, 4 Erzieher/Erzieherinnen, 3 Fachkräfte für elektrische Betriebstechnik.

In der nördlichsten Geschäftsstelle Waghäusel blieb die Zahl der Arbeitslosen gegenüber Februar konstant. Dort sind jetzt 1.157 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im März 3,5 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 3,3 Prozent.

Positiv, weil überdurchschnittlich, die Anfrage nach neuen Arbeitskräfte. Über 90 neue Angebote konnte der Arbeitgeberservice akquirieren. Seit Januar gingen rund 210 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Zuwachs von 27 Vakanzen. Derzeit gefragt: Helfer/innen in der Kunststoff-/Kautschukherstellung (4), Fachkräfte für Schweiß- und Verbindungstechnik(4), Köche/Köchinnen - Helfer (3).
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