Dienstag, 30. Mai 2017


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] 4SC und ViroLogik schließen Lizenz- und Kooperationsvertrag

(lifePR) (Planegg-Martinsried, ) Die Martinsrieder 4SC AG (Frankfurt, Prime Standard: VSC) und das in Erlangen ansässige Biotechnologieunternehmen ViroLogik GmbH haben eine Lizenz- und Kooperationsvereinbarung für den Medikamentenkandidaten SC68896 zur Behandlung viraler Erkrankungen abgeschlossen.

Der Vertrag sieht vor, dass die ViroLogik GmbH von der 4SC AG eine weltweite, exklusive Lizenz für die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von SC68896 in der Indikation viraler Infektionen erwirbt. Die 4SC AG selbst wird die Substanz im Bereich von Krebserkrankungen weiterentwickeln.

Die ViroLogik GmbH ist - in Abstimmung mit der 4SC AG - für die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von SC68896 für virale Erkrankungen verantwortlich. Beide Unternehmen werden ihr jeweiliges, während der gesamten Entwicklungsdauer erlangtes und für den Kooperationspartner relevantes Know-how regelmäßig austauschen sowie gemeinsame Entwicklungsaktivitäten durchführen. Die daraus entstehenden Entwicklungskosten sollen geteilt werden.

Neben der Lizenz- und Kooperationsvereinbarung umfasst der Vertrag eine Optionsvereinbarung über den Erwerb von weiteren Substanzen aus zukünftigen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der 4SC AG im Bereich von zellulären Proteasen.

Gemäß der Vereinbarung wird die ViroLogik GmbH eine Lizenzgebühr in Höhe von 750.000 Euro als Vorauszahlung an die 4SC AG entrichten. Darüber hinaus ist die 4SC AG berechtigt, in Abhängigkeit vom Erfolg der klinischen Entwicklung und der Vermarktung Meilensteinzahlungen von bis zu 56,5 Mio. Euro zu erhalten sowie eine prozentuale Umsatzbeteiligung für jedes von der ViroLogik GmbH auf Basis von SC68896 oder möglichen Backup-Substanzen entwickelte und vertriebene Produkt.

Informationen und Erläuterungen des Emittenten zu dieser Mitteilung:

SC68896 ist ein Medikamentenkandidat aus der aktuellen Entwicklungspipeline der 4SC AG. Der Proteasehemmstoff resultiert aus den eigenen Forschungsaktivitäten des Unternehmens und wurde in den vergangenen Jahren insbesondere zur Behandlung von Krebserkrankungen wie beispielsweise Multiples Myelom oder Hirntumore - beides Indikationen mit extrem hohem medizinischem Bedarf - entwickelt. Der Medikamentenkandidat befindet sich derzeit in der präklinischen Entwicklung. Im Laufe des Jahres 2007 hat die 4SC AG die Substanz auf Wirksamkeit und Verträglichkeit insbesondere bei der Behandlung von Hirntumoren getestet. Aktuell finden Studien zur Ermittlung der optimalen Darreichungsform statt, um damit die Grundlage für den Start klinischer Studien zu legen.

'Es gibt Hinweise, dass die Hemmung zellulärer Proteasen für Viruserkrankungen eine erfolgreiche Strategie sein kann. Wir freuen uns, gemeinsam mit der ViroLogik das Potenzial von SC68896 voll ausschöpfen zu können', kommentierte Dr. Ulrich Dauer, Vorstandsvorsitzender der 4SC AG.

'Die ViroLogik GmbH hat sich der Bekämpfung viraler Infektionskrankheiten verschrieben und ist aus unserer Sicht damit der perfekte Partner in diesem Bereich.' Darüber hinaus seien es jedoch vor allem die Synergien, die man sich aus den gemeinsamen klinischen Entwicklungsaktivitäten verspreche, welche die Zusammenarbeit besonders interessant machen, so Dauer weiter.

'Die Ergebnisse aus den bisherigen Studien der 4SC AG haben uns davon überzeugt, dass die Substanz großartiges Potenzial bei der Anwendung gegen virale Erkrankungen verspricht', erläuterte Prof. Ulrich Schubert, CSO der ViroLogik GmbH. 'Wir freuen uns darüber, mit der 4SC AG einen erfahrenen und kompetenten Kooperationspartner im Bereich der fortgeschrittenen Medikamentenentwicklung gefunden zu haben.'

Über ViroLogik:

Die ViroLogik GmbH beschäftigt sich mit der Entwicklung, Testung und Vermarktung von neuen Medikamenten und Therapieformen gegen virale Infektionskrankheiten. Dabei nutzt das Unternehmen patentgeschützte Verfahren, um die Wechselwirkung von zellulären und viralen Faktoren zu beeinflussen. Die neuartigen therapeutischen Ansätze sollen bei der Behandlung von Infektionen mit Viren zur Anwendung kommen, welche aufgrund ihrer hohen Mutationsfrequenz zu Resistenzen gegenüber den klassischen, gegen das Virus gerichteten Therapieformen neigen [insbesondere Humane Immundefizienzviren (HIV) Influenza-A-Viren (IAV) und Hepatitis-C- und -B-Viren (HB/CV)].
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4SC AG

Die 4SC AG (ISIN DE0005753818) ist seit dem 15. Dezember 2005 im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Das 1997 gegründete Unternehmen entwickelt mit derzeit 77 Mitarbeitern neuartige Wirkstoffe gegen Autoimmunerkrankungen und Krebs. Die 4SC AG nutzt dabei ihre patentgeschützte Technologieplattform, um eine nachhaltige Pipeline an Wirkstoffen aufzubauen. Diese sollen bis zum Nachweis der klinischen Wirksamkeit in frühen klinischen Phasen ('Proof of Concept') entwickelt und anschließend gegen Vorab- und Meilensteinzahlungen sowie Umsatzbeteiligungen in Partnerschaften mit der Pharmaindustrie eingebracht werden. Aktuell besteht die Pipeline aus acht Projekten sowie einem reichhaltigen Pool an weiteren Forschungsprojekten. Für ein Projekt zur Behandlung von Rheumatoider Arthritis wurde die klinische Phase IIa bereits erfolgreich beendet. Ein weiteres Projekt zur Behandlung verschiedener Krebserkrankungen befindet sich in der klinischen Phase I. Weitere Projekte durchlaufen bereits ein fortgeschrittenes Stadium der präklinischen Entwicklung.

Weitere Informationen finden Sie unter www.4sc.com.

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