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Plug-in-Hybride: Höherer Verschleiß durch Kaltfahrten

Verbrennungsmotor regelmäßig „warmfahren“ – Additive gegen Ablagerungen

(lifePR) (Stuttgart, )
Wer seinen Plug-in-Hybrid häufig im Elektromodus fährt und nur selten den Verbrennungsmotor einsetzt, läuft Gefahr, dass der Motor leidet und sich beispielsweise die Einspritzdüsen langsam zusetzen. Denn der Verbrenner fährt oft im kalten Zustand, es bilden sich Ablagerungen. Deshalb rät die Zeitschrift auto motor und sport in ihrer aktuellen Ausgabe 6, den Verbrennungsmotor regelmäßig auf Temperatur zu bringen und über Kraftstoffadditive nicht nur die Qualität von Benzin und Diesel zu stabilisieren, sondern auch den Motor zu pflegen. „In einem Hybridfahrzeug kommt der Verbrennungsmotor nicht permanent zum Einsatz. Nur auf langen Distanzen, ab mittleren Geschwindigkeiten oder im Falle leerer Batterien schaltet sich der Verbrennungsmotor ein“, erklärt David Kaiser, Forschungschef beim Autochemie-Spezialisten Liqui Moly. Die Folge: Der Motor wird häufig kalt gestartet und trotzdem unter hoher Last eingesetzt, zudem bleibt der Kraftstoff länger im Tank und kann an Qualität einbüßen. „Otto- und Dieselkraftstoffe verändern ihre Beschaffenheit bei Einwirkung von Luft beziehungsweise dem darin enthaltenen Sauerstoff, Feuchtigkeit und Temperatur. Das verschlechtert das Kaltstart- sowie Fahrverhalten und erhöht die Ablagerungsbildung im Kraftstoffsystem in der bei Hybridfahrzeugen längeren Warmlaufphase der Motoren“, so Kaiser.

Auch die Rückstände im Einspritztrakt, die durch häufigen Kurzzeitbetrieb entstehen, sind problematisch. „Diese beeinträchtigen das Sprühbild und die Kraftstoffverbrennung, was letztlich zu einer geringeren Motorleistung und erhöhten Emissionen führt. Unverbrannter Kraftstoff kann zudem ins Motoröl gelangen und dieses verdünnen. Deshalb ist ein sauberes Kraftstoffsystem ungeheuer wichtig“, erklärt der Experte. Wer darauf nicht achtet, riskiert handfeste Schäden am Motor.

Besonders anfällig sind Bauteile mit kleinsten Toleranzen, engen Querschnitten oder empfindlichen Oberflächen. Dazu zählen vor allem die Einspritzdüsen: Durch feinste Bohrungen erzeugen sie ein präzises Sprühbild, das durch kleinste Ablagerungen beeinträchtigt wird. Typische Auswirkungen sind verengte Düsenöffnungen und eine veränderte Zerstäubung des Kraftstoffs. Im ungünstigen Fall wird der Sprit nicht mehr fein verteilt, sondern in Tropfenform oder als Strahl eingespritzt. Erkennt man die Verschmutzung nicht rechtzeitig, droht ein Austausch der Injektoren. Auch Kraftstofffilter, Hochdruckpumpe, Ventile und der Brennraum können Schaden nehmen.

Was man dagegen tun kann? Der Verbrennungsmotor sollte regelmäßig „warmgefahren“ werden. Zudem können Additive die Kraftstoffqualität stabilisieren und die Bildung von Ablagerungen etwa im Einspritzsystem reduzieren sowie den Brennraum reinigen. Auch die Bildung klebriger lack- oder harzartiger Rückstände wird unterbunden. Tipp des Experten: Die Additive sollte man vor dem Tanken einfüllen, damit sie gut durchgemischt werden.

Redakteur: Sandro Vitale

 

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