Kopf und Schmerz? Die Experten sind sich einig, dass Schmerzen immer und ausschließlich im Gehirn entstehen. Schmerzen sind so gesehen grundsätzlich Kopf-Sache. „Dafür haben wir die bewährten multimodalen Programme. Wenn man aber Kopfschmerzen im engeren Sinne betrachtet, beschränkt sich die Therapie meist auf inzwischen zum Teil sehr wirksame aber nicht heilende Medikamente und wohlmeinende Ratschläge zur ‚Lebensstiländerung‘. Echte interdisziplinäre multimodale Ansätze zur nachhaltigen Steigerung der Selbstwirksamkeit sind aber bisher kaum etabliert“, erklärt Dr. Martin Steinberger MBA, Chefarzt Interdisziplinäres Schmerzzentrum der m&i-Fachklinik Enzensberg. Höchste Zeit also, dies zu ändern! Auf den kommenden Bayerischen Schmerztagen 2025 erwarten die Teilnehmenden hierzu wichtige Impulse.
Das ist geplant: Besprechen der aktuellen Entwicklungen der interdisziplinären multimodalen Schmerztherapie; bisherige Strategien zur Kopfschmerzbehandlung resümieren und kritisch werten; mit erfahrenen Menschen aus vielen Berufsgruppen diskutieren, wie ein interdisziplinäres multimodales Kopfschmerz Programm aussehen könnte.
Die Fachklinik nimmt die kommenden Schmerztage auch zum Anlass, um das 25-jährige Jubiläum ihres Schmerzzentrums aus dem letzten Jahr gebührend nachzufeiern. Gleichzeitig markieren die Schmerztage die Reaktivierung des Kopfschmerzzentrums an der m&i-Fachklinik Enzensberg. Nach mehreren Monaten intensiver Vorbereitung wird seit März 2025 nun wieder eine spezielle Behandlungsroutine für Menschen mit chronischen Kopfschmerzen angeboten.
Kopfschmerzzentrum
Kopfschmerzen sind nach wie vor ein sehr häufiges Phänomen: Nach aktuellen Daten erleben circa 50 Prozent aller Menschen mehrmals im Jahr Kopfschmerzen und Migräne. Sie werden weltweit als eine der am meisten beeinträchtigenden Erkrankungen auch mit hohem Einfluss auf die Volkswirtschaft verstanden. Trotz dieser eindeutigen Daten sind Kopfschmerzpatienten in Deutschland immer noch unterversorgt. Patienten mit chronischen Kopfschmerzen leiden aber nicht nur unter den Schmerzen, sondern auch unter den Folgen, die sich daraus ergeben: Rückzug vom sozialen Leben, Konflikte im beruflichen und privaten Umfeld und viel Stress im Umgang mit der Erkrankung. Oft entsteht dabei ein Teufelskreis aus sich gegenseitig verschlimmernden Faktoren. Das Kopfschmerzzentrum für chronische Schmerzen ist auf die ganzheitliche Behandlung dieser Patienten auf allen Ebenen spezialisiert. Dabei werden insbesondere chronische Migräne, chronischer Spannungskopfschmerz und Kopfschmerzen durch den zu häufigen Gebrauch von Medikamenten behandelt.