„Natürlich spüren auch wir die Veränderungen im Ausgeh- und Konsumverhalten“, so Oliver Höppner, Geschäftsführer der Kassel Marketing GmbH. „Umso mehr freuen wir uns über die große Resonanz und das Vertrauen der Besucherinnen und Besucher, insbesondere an den Wochenenden und in den Abendstunden.“
Ein besonderer Publikumsmagnet war in diesem Jahr erneut das Märchenthema – 2025 unter dem Motto „FrauHolle“.Die Märchenfigur war täglich live im Märchendorf präsent und fand sich auch als Motiv auf der Jahrestasse, Postkarte und Website wieder. Dazu sorgten Klassiker wie der Fliegende Weihnachtsmann, die weltgrößte Märchenpyramide und das Grimm’sche Märchendorf für märchenhafte Stimmung.
Ein Faktor, der sich auch auf das Verhalten vor Ort ausgewirkt hat, sind die deutlich gestiegenen Preise imgastronomischen Bereich: Glühwein, Bratwurst, gebrannte Mandeln und andere Klassiker sind auch auf dem Kasseler Weihnachtsmarktteurer geworden – bedingt durch höhere Energie-, Personal- und Einkaufskosten bei den Standbetreibern. Dennoch zeigte sich in den letzten Wochen eine positive Entwicklung: Das anfängliche Minus bei den Besucherzahlen konnte weitgehend aufgeholt werden, da der Weihnachtsmarkt auch in seiner letzten Woche starkfrequentiert war.
Touristische Nachfrage profitiert – auch Campingplatz verzeichnet Zuwachs
Erfreulich ist auch die Rückmeldung aus der Kasseler Hotellerie: Aus Sicht zahlreicher Betriebe sorgt der Märchenweihnachtsmarkt erfahrungsgemäß für eine leicht erhöhte Nachfrage, insbesondere an denWochenenden. Unter der Woche ist der Effekt eher moderat, häufig kombiniert mit geschäftlich bedingten Übernachtungen. Insgesamt wirkt sich der Weihnachtsmarkt positiv auf die Auslastungaus – allerdingsohne außergewöhnlicheSpitzen.
Besonders auffällig ist zudem das gestiegene Interesse auf dem KasselerCampingplatz: Viele Reisemobilistinnen und -mobilisten steuerten Kassel gezielt im Rahmen eines bundesweiten „Weihnachtsmarkt-Hoppings“ an – der Märchenweihnachtsmarkt war für sie ein konkreter Reiseanlass.
Kassel Marketing wird die Vermarktung über die Grenzen Kassels hinaus daher auch weiterhin intensivieren, um das touristische Potenzial des Weihnachtsmarkts noch stärker zu nutzen und auszubauen.
Sicherheit und Ausblick
„Die Sicherheit aller Gäste steht für uns an oberster Stelle – und wurde durch ein umfassendes Sicherheitskonzept gewährleistet“, betont Höppner. Neben Zufahrtsschutzsystemen und verkehrlichen Maßnahmen sorgten Polizei, Ordnungsamt und Sicherheitsdienste in enger Abstimmung mit den Veranstaltern für ein gut gesichertesVeranstaltungsgelände.
„Unser Weihnachtsmarkt ist weit mehr als ein Einkaufsort – er ist eine kulturelle Plattform, ein Begegnungsraum, ein emotionales Erlebnis“, unterstreicht Dr. Norbert Wett, Tourismusdezernent und Aufsichtsratsvorsitzender der Kassel Marketing GmbH. „Dass die Menschen auch in schwierigen Zeiten hierherkommen, zeigt seine Strahlkraft.“
Stärkere Konkurrenz durch regionale Adventsmärkte
Kassel Marketing beobachtet zudem einen zunehmenden Wettbewerb durch kleinere, atmosphärische Adventsveranstaltungen in der Region. Weihnachtsmärkte in Fritzlar, Kaufungen, Hann. Mündenoder neue Formate wie„Fullefunkeln“ in Bergshausen ziehen ebenfalls viele Gäste an.
„Diese Veranstaltungen bereichern das Gesamtangebot in Nordhessen, wirken sich aber natürlich auch auf die Besucherzahlen im Stadtzentrum aus“, so Höppner. „Wir sehen das als Ansporn, unser Angebot weiterhin innovativ, hochwertig und sicher zu gestalten – und die Alleinstellungsmerkmale des Kasseler Märchenweihnachtsmarkts noch stärker zu kommunizieren.“