Die FORAIM Finanzmanagement und -service GmbH sieht darin einen grundsätzlichen Denkfehler: Nicht die nächste Anlageempfehlung entscheidet langfristig über den Erfolg, sondern eine konsequent aufgebaute Finanzplanung.
Anlass für diese Einschätzung war die Teilnahme an einer Investmentveranstaltung mit einem bekannten Fondsmanager. Dabei zeigte sich erneut, dass selbst erfahrene Kapitalmarktexperten innerhalb ihrer Argumentation zu teilweise widersprüchlichen Schlussfolgerungen gelangen können.
„Für uns sind solche Veranstaltungen besonders wertvoll“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Gierls. „Nicht, weil wir jede Einschätzung übernehmen, sondern weil unterschiedliche Sichtweisen helfen, die eigene Analyse kritisch zu hinterfragen. Genau daraus entsteht häufig der größte Mehrwert für unsere Mandanten.“
Finanzplanung beginnt nicht mit der Fondsauswahl
Nach Auffassung von FORAIM konzentriert sich ein Großteil der Finanzbranche zu früh auf einzelne Produkte oder Marktmeinungen.
Stattdessen sollte zunächst beantwortet werden:
- Wie hoch ist der zukünftige Liquiditätsbedarf?
- Welche Vermögensbestandteile müssen kurzfristig verfügbar sein?
- Welche Wertschwankungen können tatsächlich akzeptiert werden?
- Welche Risiken sind dauerhaft tragbar?
Prognosen haben Grenzen
Kapitalmärkte lassen sich nur begrenzt vorhersagen. Deshalb setzt FORAIM bewusst auf robuste Entscheidungsprozesse anstelle kurzfristiger Marktprognosen.
Die Finanzplanung orientiert sich an unterschiedlichen Zukunftsszenarien und definierten Risikogrenzen. Ziel sei es nicht, jede Marktbewegung vorherzusagen, sondern auch unter unsicheren Rahmenbedingungen handlungsfähig zu bleiben.
Unterschiedliche Meinungen als Wettbewerbsvorteil
Regelmäßige Besuche von Fondspräsentationen, Kapitalmarktkonferenzen und Fachveranstaltungen gehören deshalb bewusst zum Beratungsprozess.
Dabei geht es nicht darum, neue Produkte unkritisch zu übernehmen. Vielmehr werden unterschiedliche Argumentationslinien analysiert, auf ihre innere Logik überprüft und anschließend in die eigene Finanzplanung eingeordnet.
Gerade dort entstehen häufig Erkenntnisse, die über klassische Produktempfehlungen hinausgehen und den Beratungsansatz weiterentwickeln.
Neuer Fachbeitrag veröffentlicht
Die Überlegungen hat FORAIM jetzt in dem Blogbeitrag „Finanzplanung statt Fondsmanagement – Warum logisches Denken wichtiger ist als die nächste Anlageempfehlung“ zusammengefasst.
Der Beitrag zeigt anhand konkreter Beobachtungen aus einer Investmentveranstaltung, warum Widersprüche in der Kapitalmarktargumentation wertvolle Impulse liefern können – vorausgesetzt, sie werden kritisch hinterfragt und in eine strukturierte Finanzplanung eingebunden.