Mit der für die erste Jahreshälfte 2026 zu erwartenden Neufassung der Luftdichtheitsnorm DIN 4108, Teil 7, wird der Terminus „Luftdichtheitskonzept“ erstmals normativ gefasst werden. Allerdings beschränkt sich sein Umfang auf das, was der FLiB bislang als Grobkonzept bezeichnet hat, wie ein Blick in den Ende 2024 veröffentlichten Norm-Entwurf zeigt. „Das ist auch absolut sinnvoll, weil die Norm gezielt auf solche Leistungen abstellt, die laut Bundesförderung die Energieberatenden erbringen müssen“, erklärt FLiB-Geschäftsführer Oliver Solcher. Auch die neue FLiB-Veröffentlichung folgt jetzt bei der Definition des Luftdichtheitskonzepts und der Verwendung des Begriffs dem aktuellen Stand der Arbeiten an der DIN 4108-7. „Das ändert allerdings nichts daran, dass zum erfolgreichen luftdichten Bauen deutlich mehr gehört, als ein solches Konzept vorzulegen, auch wenn das einen enorm wichtigen, ersten Schritt darstellt“, betont Solcher. Deshalb beschreibt die aktualisierte Broschürenfassung weiterhin das gesamte Prozedere, mit dessen Hilfe eine dauerhaft funktionstüchtige Luftdichtheitsebene entsteht.
Tipps, Bildbeispiele und Hintergrundinfos
Die Anleitung zum luftdichten Bauen des FLiB umfasst 28 Seiten. Sie ist gespickt mit praxisnahen Tipps und Kommentaren zum Luftdichtheitskonzept, Bildbeispielen für die gute und schlechte Ausführung von Details und weiteren Hintergrundinfos zum Thema. Grafiken zu Arbeitsabfolgen und Zuständigkeiten veranschaulichen Luftdichtheit als gewerkeübergreifende Schnittstellenaufgabe. Die Broschüre richtet sich an Energieberatende und Ausführende aller betroffenen Gewerke ebenso wie an Planer, Architekten und Sachverständige. Aber auch Energieagenturen und Behörden hat der Fachverband als Zielgruppe im Blick. Seit ihrem Erscheinen im Jahr 2019 zählte die Vorgängerbroschüre durchgängig zu den FLiB-Veröffentlichungen mit den höchsten Abrufzahlen.