Von der Mutter direkt in die Natur - Zwei junge Wisente aus dem Zoo Berlin in der Wildtierkernzone von Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide freigelassen

Einst bevölkerten die europäischen Wisente in kleinen Herden von bis zu 20 Rindern die gemäßigten Mischwälder von West-, Zentral- und Südosteuropa

(lifePR) ( Berlin, )
Nach dem ersten Weltkrieg war der Wisent vom Aussterben bedroht. Nach dem Vorbild der amerikanischen Gesellschaft zur Erhaltung des Bisons, des amerikanischen Verwandten des Wisents, gründete u. a. der Frankfurter Zoodirektor Dr. Priemel im August 1923 im Zoo Berlin die Internationale Gesellschaft zur Erhaltung des Wisents. Selbstverständlich wurden die Wisente des Berliner Zoos auch in das erste Internationale Zuchtbuch aufgenommen. Nachdem 1927 im Kaukasus der letzte freilebende Wisent geschossen wurde, ruhten die Hoffnungen auf den 56 Tieren die im Internationalen Zuchtbuch verzeichnet waren. 1952 konnten die ersten freilebenden Wisentherden im Nationalpark Białowieża an der polnischweißrussischen Grenze wieder ausgewildert werden. 2004 existierten bereits wieder 31 frei lebende Populationen in einer Gesamtstärke von 1955 Wisenten. Das entspricht rund 60 Prozent des Weltbestandes.

Im Beirat der 1994 gegründeten Heinz Sielmann Stiftung arbeiten von Anfang an Vertreter des Zoo Berlin mit. Es war daher eine Selbstverständlichkeit Wisente aus dem Bestand des Berliner Zoos für die Freilassung in der Wildniskernzone der Naturlandschaft Döberitzer Heide, dem westlich von Berlin gelegenen ehemaligen Truppenübungsgelände, zur Verfügung zu stellen. Hier sollen die großen europäischen Wildrinder eine tragende ökologische Rolle einnehmen, indem sie durch das Fressen von Gräsern, Büschen und Jungbäumen die für den Naturschutz relevanten wertvollen offenen Heideflächen erhalten.

Der Zoo Berlin freut sich mit dieser Aktion wieder einmal in Brandenburg im Naturschutz aktiv zu sein.
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