lifePR
Pressemitteilung BoxID: 684515 (ZOO BASEL)
  • ZOO BASEL
  • Binningerstrasse 40
  • 4011 Basel
  • http://www.zoobasel.ch

Wenn es Winter wird im Zoo

(lifePR) (Basel, ) Wenn die ersten kalten Tage kommen, sind die meisten Tiere im Zoo Basel gut darauf vorbereitet. Ausserdem steht bei Bedarf ein geheizter Stall bereit.

Manche Tiere im Zoo Basel trotzen mit Winterspeck oder Winterfell den kalten Temperaturen. Tiere der Tropen wie Okapis und Zwergflusspferde sind weniger gut auf Kälte eingerichtet und verbringen frostige Tage im geheizten Stall. Ganz anders die Schneeleoparden: Eisige Kälte lieben sie geradezu und besonders gerne tummeln sie sich bei Schnee auf der Aussenanlage.

Kälte? Kein Problem!

Die meisten Säugetiere kommen mit Kälte sehr gut klar. Auch in Wüsten oder Savannen sinken die Temperaturen hin und wieder auf null Grad, und so kommen auch Tiere aus wärmeren Regionen gut mit unserem Klima zurecht. Selbst die aus Sumatra stammenden Orang-Utans sind im Winter gerne draussen. Sie bauen sich dann ein kuschliges Nest aus Holzwolle und decken sich mit Jutesäcken zu. Ihr dichtes Fell wirkt in ihrer feuchtwarmen Heimat wie ein Regenschutz, in unseren Breitengraden hält es die Orang-Utans auch im Winter warm.

Somali-Wildesel stammen aus dem nordöstlichen Afrika und ertragen dort härteste Klimabedingungen und Temperaturen bis zu 50 Grad. Im Zoo Basel stört sie auch Kälte nicht allzu sehr. Ihr Fell wird im Winter etwas dichter, und gegen eine allzu kühle Brise hilft eine dicke Schicht Stroh, die die Tierpfleger in den Unterstand streuen. Nur wenn es bitter kalt, ist, bleiben die Esel länger im Stall. 

Multifunktions - Outfit

Bisons und Rentieren kann klirrende Kälte gar nichts anhaben. Ihr luftiges Sommerfell wandelt sich im Herbst zu einem warmen Winterpelz. Der Anteil an dichter, flauschiger Unterwolle nimmt dann stark zu. Vergleichbar ist die Kombination von isolierender Unterwolle und den wasserabweisenden Deckhaaren mit dem „Zwiebelprinzip“ von Outdoor-Bekleidung. Die Schafe im Kinderzoo müssen dank ihrem Zottelpelz ebenfalls nicht frieren. Der Mensch hat ihnen im Verlauf der Domestikation durch gezielte Zuchtwahl ein so dichtes Fell beschert, dass ein natürlicher Fellwechsel kaum mehr möglich ist und die Schafe im Frühling geschoren werden müssen.

Bei Seelöwen befindet sich die Isolationsschicht nicht auf, sondern unter der Haut: Eine dicke Fettschicht, auch „Blubber“ genannt, wärmt sie. Im Herbst bekommen Seelöwen so richtig Appetit und der Blubber wird auf die kalten Tage nochmals einiges dicker.

Ein harter Winter bringt noch andere Herausforderungen mit sich: In langen Kälteperioden frieren im Zoo Basel die Gewässer zu. Damit die Rentiere nicht über den Wassergraben aus dem Gehege spazieren, muss das Eis dann weg gepickelt werden. Im Flamingoweiher hält eine eingebaute Belüftung das Wasser in Bewegung. So können die Vögel im offenen Wasser bleiben, ohne dass ihnen die Füsse einfrieren. Und wenn nötig, steht auch für sie ein warmer Stall bereit.