Südamerika-Premiere von "Amazonas - Musiktheater in drei Teilen" in São Paulo

(lifePR) ( Karlsruhe, )
Das multimediale Musiktheater-Projekt "Amazonas", das diesen Mai bei der Münchener Biennale seine Welturaufführung erlebte, feierte am 21. Juli in São Paulo seine Südamerika-Premiere. Nach einem erfolgreichen Auftakt werden ab heute bis einschließlich 25. Juli vier weitere Aufführungen präsentiert. ZKM-Vorstand Peter Weibel, der sich momentan in Moskau aufhält und dort in seiner Funktion als Kurator die Moskau Biennale 2011 kuratiert: "Das Musiktheater-Projekt 'Amazonas' wird an seinem südamerikanischen Aufführungsort, unweit der Region, die es zum Thema hat, in einem neuen, spannenden Kontext erscheinen und dort sicher völlig neue Reaktionen provozieren. Ich bedaure, bei der Premiere dieses Stückes, das mir sehr am Herzen liegt, nicht live dabei gewesen sein zu können. Umso mehr wünsche ich der Aufführung in São Paulo und insbesondere dem Team des ZKM aus der Ferne von Herzen' toi!toi!toi!".

In der Verbindung von Musiktheater, Medienkunst, Technologie und Wissenschaft reflektiert das Musiktheaterprojekt "Amazonas" die vielfältigen Dimensionen Amazoniens. Die bedrohliche Lage des weltweit größten Regenwaldes, seine einzigartigen Ressourcen und die über Jahrzehnte anhaltende Zerstörung eines Lebensraums werden thematisiert und in einem Netz aus audiovisuellen und textlichen Informationen zusammengeführt.

Amazonien ist ein Kerngebiet des globalen Schicksals, ökologisch und kulturell. "Amazonas - Musiktheater in drei Teilen" fächert die Aspekte des "amazonischen Schmerzes" (Peter Sloterdijk) und der amazonischen Zukunft mit allen virtuellen und multimedialen Möglichkeiten des modernen Musiktheaters auf. Drei künstlerisch selbständige Teile stehen für drei Arten des Blicks auf die Amazonas-Geschichte. Das ZKM ist unter der künstlerischen Leitung von Peter Weibel für den dritten Teil verantwortlich.

Der brasilianische Regenwald schrumpft: Jeden Tag wird durch Rodung, Viehzucht, Energie- und Rohstoffgewinnung eine Fläche in der Größe von rund 8.000 Fußballfeldern zerstört. "Amazonas" soll in der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Region dazu beitragen, das Bewusstsein für diesen bedrohlichen Prozess zu schärfen. 33.000 Yanomami bilden eine Sprach- und Kulturgemeinschaft, die im Grenzgebiet von Brasilien und Venezuela lebt. Gemeinsam mit ihnen haben europäische und brasilianische MedienkünstlerInnen, Komponisten, Soziologen und Anthropologen ein Konzept für das Musiktheater entwickelt, das aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und die indianische Kosmologie und Spiritualität gleichermaßen einbezieht. Zugleich wird auch der Begriff eines multimedialen Musiktheaters neu entwickelt: Zeitgenössisches Musiktheater und Medienkunst fließen ineinander, Musik wird sichtbar, Bilder und Daten hörbar.

Die Aufführungen werden veranstaltet von SESC Pompéia, rua Clélia, 93, Pompéia, São Paulo, Brasilien. Weitere Infos und Tickets unter www.sescsp.org.br

Über eine Veröffentlichung dieser Mitteilung würden wir uns sehr freuen.

Bildmaterial finden Sie hier zum Download: http://zkmserv3.zkm.de/Presse/Amazonas.zip

"Amazonas - Musiktheater in drei Teilen" ist eine Koproduktion des Goethe-Instituts, der Münchener Biennale, des ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, des SESC São Paulo, der Hutukara Associção Yanomami und des Teatro Nacional de São Carlos, Lissabon.

Künstlerische Gesamtproduktion:Peter Ruzicka, Peter Weibel, Laymert Garcia dos Santos

1. Teil: TILT, Musik: Klaus Schedl
2. Teil: A Queda do Céu (Der Einsturz des Himmels), Musik: Tato Taborda
3. Teil: Amazonas-Konferenz. In Erwartung der Tauglichkeit einer rationalen Methode zur Lösung des Klimaproblems, Musik: Ludger Brümmer
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